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L.U.S.T. im Thüringer Landtag

Dienstag, 09. November 2004, 19:19 Uhr
Nordhausen (nnz). In der vergangenen Woche hatte die Landtagsfraktion der PDS Thüringen und der Mittelstandsverband "OWUS" zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Mittelstandsförderung" eingeladen. "L.U.S.T. der Linke-Unternehmer-Stamm-Tisch" Nordhausen war auch dabei...


Neben hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft folgten rund 50 Unternehmer der Einladung in den Landtag. In einer sehr offenen und konstruktiven Diskussion war man sich einig darüber, dass Mittelstandsförderung mehr als nur Förderprogramme seien. Das gesamte Umfeld für kleine- und mittlere Unternehmen sei in Thüringen stark verbesserungswürdig. Die Forderung nach einer eigenen Mittelstandsbank" wurde genauso erneuert wie die Kritik an der Thüringer Landesregierung, welche die Investitionen in das wichtigste Kapital unseres Landes - das Humankapital - permanent zurückgefahren habe, sodass einige Branchen schon jetzt in Thüringen keine qualifizierten Kräfte mehr finden.

„Einig war man sich auch darüber, dass Hartz IV und Billiglöhne keine Arbeitsplätze schaffen, sondern die damit einhergehende weitere Absenkung der Binnenkaufkraft vernichtet weitere Arbeitsplätze. So werden zum Beispiel jetzt schon in der Stadt Nordhausen 1-Euro Jobler zu Garten- und Pflegearbeiten eingesetzt welche bislang von ansässigen Unternehmen durchgeführt wurden“, sagte L.U.S.T.-Sprecher Detlef Hauthal der nnz.

Zusammenfassend zeige diese Diskussion, daß es wohl Alternativen zur neoliberalen Wirtschaftspolitik von "Rot-Grün", CDU/CSU und FDP gebe, man müsse diese nur wahrnehmen.
Autor: nnz

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