800 mal
Dienstag, 09. November 2004, 13:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor 15 Jahren war er groß in Mode – der Runde Tisch. In Thüringen ist diese Tradition seit einigen Jahren wiederbelebt worden. Jetzt gab es sogar eine Bilanz...
Mit Erfolg konnte vor wenigen Tagen der insgesamt 800. Beratungsfall über das Projekt Runder Tisch bei der Handwerkskammer Erfurt abgeschlossen werden. 1996 wurde gemeinsam von der Handwerkskammer Erfurt und der damaligen Deutschen Ausgleichsbank der Runde Tisch als schnelles, unbürokratisches und zielgerichtetes Instrument für akute Konsolidierungsberatung initiiert. Seither wurden 800 in Schwierigkeiten geratene Unternehmen über den Runden Tisch beraten. In 65 Prozent aller Fälle konnte die Beratung erfolgreich abgeschlossen werden. Über 5 000 Arbeitsplätze wurden über das Projekt somit gesichert beziehungsweise erhalten. Absolutes Spitzenjahr in der Anzahl der Beratungsfälle war das Jahr 2000 mit insgesamt 136 abgeschlossenen Runde-Tisch-Fällen. In diesem Jahr wurden bisher 22 Fälle abgeschlossen, 25 sind noch in der Bearbeitung.
Hauptgründe für betriebliche Probleme in den Handwerksbetrieben sind nach den Erfahrungen aus dem Runden-Tisch-Projekt insbesondere schleppend eingehende Forderungen, totale Forderungsausfälle, schlechte Arbeitsproduktivität sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Defizite. Die Besonderheit des Runden Tisches ist die umfassende Kommunikation aller Beteiligten.
Denn in der Regel sitzen in den Runde-Tisch-Gespräche nicht nur die Berater der Handwerkskammer und externe Unternehmensberater sondern auch Vertreter der Hausbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Steuerberater und in Einzelfällen auch die Krankenkasse, die Thüringer Aufbaubank und die Bürgschaftsbank Thüringen. Unüberwindbar erscheinende Probleme konnten vielfach in diesen gemeinsamen Gesprächen gelöst und somit eine neue Kommunikationsbasis geschaffen werden.
Aufgrund der akuten Problemstellung in den zu beratenden Betrieben ist der zehntägige kostenlose Einsatz erfahrener externer Berater im Unternehmen eine zentrale Stütze für den Erfolg dieses Projektes. Denn erst mit einer eingehenden Bestandsaufnahme beziehungsweise Ist-Analyse ist es möglich, konkrete Konsolidierungsmaßnahmen mit den Beteiligten abzustimmen.
Wir sind froh, dass es dieses Projekt für unsere Handwerksbetriebe gibt. Der Runde Tisch hat schon viele Betriebe vor der Insolvenz gerettet. Wir wären mit unseren Beratungsangeboten aber noch erfolgreicher, wenn die Unternehmer frühzeitiger den Weg zu ihrer Handwerkskammer finden würden. Einige Firmen, denen auch der Runde Tisch nicht mehr helfen konnte, könnten heute noch am Markt sein, wenn sie früher unsere Hilfe in Anspruch genommen hätten, erläutert Christian Brasche, Geschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt.
Autor: nnzMit Erfolg konnte vor wenigen Tagen der insgesamt 800. Beratungsfall über das Projekt Runder Tisch bei der Handwerkskammer Erfurt abgeschlossen werden. 1996 wurde gemeinsam von der Handwerkskammer Erfurt und der damaligen Deutschen Ausgleichsbank der Runde Tisch als schnelles, unbürokratisches und zielgerichtetes Instrument für akute Konsolidierungsberatung initiiert. Seither wurden 800 in Schwierigkeiten geratene Unternehmen über den Runden Tisch beraten. In 65 Prozent aller Fälle konnte die Beratung erfolgreich abgeschlossen werden. Über 5 000 Arbeitsplätze wurden über das Projekt somit gesichert beziehungsweise erhalten. Absolutes Spitzenjahr in der Anzahl der Beratungsfälle war das Jahr 2000 mit insgesamt 136 abgeschlossenen Runde-Tisch-Fällen. In diesem Jahr wurden bisher 22 Fälle abgeschlossen, 25 sind noch in der Bearbeitung.
Hauptgründe für betriebliche Probleme in den Handwerksbetrieben sind nach den Erfahrungen aus dem Runden-Tisch-Projekt insbesondere schleppend eingehende Forderungen, totale Forderungsausfälle, schlechte Arbeitsproduktivität sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Defizite. Die Besonderheit des Runden Tisches ist die umfassende Kommunikation aller Beteiligten.
Denn in der Regel sitzen in den Runde-Tisch-Gespräche nicht nur die Berater der Handwerkskammer und externe Unternehmensberater sondern auch Vertreter der Hausbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Steuerberater und in Einzelfällen auch die Krankenkasse, die Thüringer Aufbaubank und die Bürgschaftsbank Thüringen. Unüberwindbar erscheinende Probleme konnten vielfach in diesen gemeinsamen Gesprächen gelöst und somit eine neue Kommunikationsbasis geschaffen werden.
Aufgrund der akuten Problemstellung in den zu beratenden Betrieben ist der zehntägige kostenlose Einsatz erfahrener externer Berater im Unternehmen eine zentrale Stütze für den Erfolg dieses Projektes. Denn erst mit einer eingehenden Bestandsaufnahme beziehungsweise Ist-Analyse ist es möglich, konkrete Konsolidierungsmaßnahmen mit den Beteiligten abzustimmen.
Wir sind froh, dass es dieses Projekt für unsere Handwerksbetriebe gibt. Der Runde Tisch hat schon viele Betriebe vor der Insolvenz gerettet. Wir wären mit unseren Beratungsangeboten aber noch erfolgreicher, wenn die Unternehmer frühzeitiger den Weg zu ihrer Handwerkskammer finden würden. Einige Firmen, denen auch der Runde Tisch nicht mehr helfen konnte, könnten heute noch am Markt sein, wenn sie früher unsere Hilfe in Anspruch genommen hätten, erläutert Christian Brasche, Geschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt.
