Von Hochhäusern und lustigen Witwen
Dienstag, 09. November 2004, 11:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Theater hält für seine Besucher auch im Dezember einige interessante Produktionen bereit. Die nnz hat sich das Programm einmal genauer angesehen...
Das Hochhaus
Zwei Jugendliche auf dem Dach eines Hochhauses. Sie warten. Darauf, dass sich ihnen endlich etwas wie der Sinn ihrer Existenz offenbart – oder dass sie wenigstens den Mut finden, sie zu beenden. Es tauchen einige Alternativen auf. In Form von Entwürfen, Haltungen, Versuchen. Auch in Gestalt konkreter Personen. Am Ende ist die Entscheidung, die getroffen werden muss, eine unerwartete – und zu keinem Zeitpunkt ins Auge gefasste.
Inspiriert durch ein klassisches Motiv von Samuel Beckett. Von Jonas Arand und Juliane Spaniel (beide auch Regie)
Premiere: 15. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, TuD
Die lustige Witwe
Eines Tages vernahm Franz Lehár, wie jemand zum Kassierer einer Kanzlei sagte: Keine Freikarten mehr an die Witwe von dem Amtsrat! Wenn sie das nächste Mal kommt, werfen Sie sie hinaus, diese lästige Witwe! Lehár, der sich verhört hatte, rief aus: Lustige Witwe? Das ist der Titel: Die lustige Witwe! Unter diesem Titel trat 1905 die erste moderne Operette ihren Siegeszug um die Welt an, die erste Operette, die sich eines Themas aus dem 20. Jahrhundert annahm.
Schauplatz ist Paris, die Botschaft des sich konstituierenden Staates Pontevedro. Die junge Witwe Hanna Glawari hat 20 Millionen geerbt. Mit diesem Geld könnte sie ihren verarmten Kleinstaat retten. Doch es besteht die Gefahr, dass sie sich in den Pariser Salons verliebt! Deshalb wird gekuppelt, dass sie einen Pontevedriner heiratet – damit das Geld im Lande bleibt. Gerade Graf Danilo allerdings, derjenige, der politisch zur Heirat ausersehen ist, macht Schwierigkeiten. Zwar liebt er Hanna schon seit Jahren, doch als Hanna arm war, kam für ihn als Vertreter einer dünkelhaften Familie mit ihr eine Heirat nicht in Frage. Nun ist sie reich, er aber stolz...
Melodien wie der Ballsirenenwalzer, das romantische Lippen schweigen, die übermütige Ankündigung Dann geh ich ins Maxim oder das schwelgende Vilja-Lied geben der Operette ihren besonderen Reiz. Mit Holger Pototzki stellt sich erstmals als Gast der Oberspielleiter des Magdeburger Theaters als Regisseur in Nordhausen vor.
Premiere: 3. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 28. November, 11.00 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Eine Schauspielerin der ersten Garde, Evelyn Hamann, gastiert in einem Soloabend im Theater Nordhausen. Die Aktrice möchte Vergnügliches bieten und spricht – über Frauen, gesehen von Loriot, Tucholsky, Valentin und Busch.
4. Dezember, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
Volkstümliches
Die Gastspielagentur Rössner & Hahnemann lädt die Freunde der Volksmusik zum Weihnachtskonzert mit Gaby Albrecht, Kathrin und Peter, Oliver Thomas und Philip Heigener ins Theater Nordhausen. Der Kartenverkauf erfolgt ausschließlich im Ticket-Center Rautenstraße, Tel. (0 36 31) 47 73 76 !
16. Dezember, 16.00 und 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
Rundumschlag
Schluss mit lustig – Sie können sich den Weg nach Dresden sparen, denn die Keule kommt zu Ihnen! Das Kabarett Die Herkuleskeule gastiert mit seinem aktuellen Programm und holt erneut zum großen Rundumschlag aus.
13. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
4. Sinfoniekonzert
Winterzeit ist Märchenzeit. Ebenso wie Hänsel und Gretel zählt Peter Tschaikowskys überaus populäre Nussknacker-Suite nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann zum festen Bestand vorweihnachtlicher Spielpläne. In Der Kuss der Fee nach einem Märchen von Hans Christian Andersen setzte sich Igor Strawinsky musikalisch mit den Balletten Tschaikowskys auseinander. Er übernahm zudem eine Reihe von Motiven und Themen aus dessen Klavierwerk.
Für die klerikale Abrundung des Konzerts sorgt Ottorino Respighi. Dieser klanglich moderate Vertreter der klassischen Moderne verarbeitete häufig christliche Themen. Zu den Kirchenfenstern, einer viersätzigen sinfonischen Dichtung, wurde er von frühmittelalterlichen Gesängen der römischen Kirche inspiriert. Zugleich setzte Respighi deren mystischem Schöpfer, Gregor dem Großen, ein musikalisches Denkmal. Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
12. Dezember 2004, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 12. Dezember, jeweils 19.00 Uhr, Foyer
Die Neunte
Takt 543 ist Ihre Chance. Damit Sie sie nicht verpassen, gibt Ihnen Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda den Einsatz. Wie in den letzten beiden Jahren wird er Beethovens Neunte zelebrieren. Tradition geworden ist inzwischen sein Gedanke, im vierten Satz das Publikum einzubeziehen: Alle Menschen werden Brüder. Nach dem Ansturm der vergangenen Jahre empfehlen wir Ihnen: Sichern Sie sich frühzeitig Ihre Karten!
29. Dezember 2004, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Autor: nnzDas Hochhaus
Zwei Jugendliche auf dem Dach eines Hochhauses. Sie warten. Darauf, dass sich ihnen endlich etwas wie der Sinn ihrer Existenz offenbart – oder dass sie wenigstens den Mut finden, sie zu beenden. Es tauchen einige Alternativen auf. In Form von Entwürfen, Haltungen, Versuchen. Auch in Gestalt konkreter Personen. Am Ende ist die Entscheidung, die getroffen werden muss, eine unerwartete – und zu keinem Zeitpunkt ins Auge gefasste.
Inspiriert durch ein klassisches Motiv von Samuel Beckett. Von Jonas Arand und Juliane Spaniel (beide auch Regie)
Premiere: 15. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, TuD
Die lustige Witwe
Eines Tages vernahm Franz Lehár, wie jemand zum Kassierer einer Kanzlei sagte: Keine Freikarten mehr an die Witwe von dem Amtsrat! Wenn sie das nächste Mal kommt, werfen Sie sie hinaus, diese lästige Witwe! Lehár, der sich verhört hatte, rief aus: Lustige Witwe? Das ist der Titel: Die lustige Witwe! Unter diesem Titel trat 1905 die erste moderne Operette ihren Siegeszug um die Welt an, die erste Operette, die sich eines Themas aus dem 20. Jahrhundert annahm.
Schauplatz ist Paris, die Botschaft des sich konstituierenden Staates Pontevedro. Die junge Witwe Hanna Glawari hat 20 Millionen geerbt. Mit diesem Geld könnte sie ihren verarmten Kleinstaat retten. Doch es besteht die Gefahr, dass sie sich in den Pariser Salons verliebt! Deshalb wird gekuppelt, dass sie einen Pontevedriner heiratet – damit das Geld im Lande bleibt. Gerade Graf Danilo allerdings, derjenige, der politisch zur Heirat ausersehen ist, macht Schwierigkeiten. Zwar liebt er Hanna schon seit Jahren, doch als Hanna arm war, kam für ihn als Vertreter einer dünkelhaften Familie mit ihr eine Heirat nicht in Frage. Nun ist sie reich, er aber stolz...
Melodien wie der Ballsirenenwalzer, das romantische Lippen schweigen, die übermütige Ankündigung Dann geh ich ins Maxim oder das schwelgende Vilja-Lied geben der Operette ihren besonderen Reiz. Mit Holger Pototzki stellt sich erstmals als Gast der Oberspielleiter des Magdeburger Theaters als Regisseur in Nordhausen vor.
Premiere: 3. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 28. November, 11.00 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Eine Schauspielerin der ersten Garde, Evelyn Hamann, gastiert in einem Soloabend im Theater Nordhausen. Die Aktrice möchte Vergnügliches bieten und spricht – über Frauen, gesehen von Loriot, Tucholsky, Valentin und Busch.
4. Dezember, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
Volkstümliches
Die Gastspielagentur Rössner & Hahnemann lädt die Freunde der Volksmusik zum Weihnachtskonzert mit Gaby Albrecht, Kathrin und Peter, Oliver Thomas und Philip Heigener ins Theater Nordhausen. Der Kartenverkauf erfolgt ausschließlich im Ticket-Center Rautenstraße, Tel. (0 36 31) 47 73 76 !
16. Dezember, 16.00 und 20.00 Uhr, Theater Nordhausen
Rundumschlag
Schluss mit lustig – Sie können sich den Weg nach Dresden sparen, denn die Keule kommt zu Ihnen! Das Kabarett Die Herkuleskeule gastiert mit seinem aktuellen Programm und holt erneut zum großen Rundumschlag aus.
13. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
4. Sinfoniekonzert
Winterzeit ist Märchenzeit. Ebenso wie Hänsel und Gretel zählt Peter Tschaikowskys überaus populäre Nussknacker-Suite nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann zum festen Bestand vorweihnachtlicher Spielpläne. In Der Kuss der Fee nach einem Märchen von Hans Christian Andersen setzte sich Igor Strawinsky musikalisch mit den Balletten Tschaikowskys auseinander. Er übernahm zudem eine Reihe von Motiven und Themen aus dessen Klavierwerk.
Für die klerikale Abrundung des Konzerts sorgt Ottorino Respighi. Dieser klanglich moderate Vertreter der klassischen Moderne verarbeitete häufig christliche Themen. Zu den Kirchenfenstern, einer viersätzigen sinfonischen Dichtung, wurde er von frühmittelalterlichen Gesängen der römischen Kirche inspiriert. Zugleich setzte Respighi deren mystischem Schöpfer, Gregor dem Großen, ein musikalisches Denkmal. Musikalische Leitung: GMD Hiroaki Masuda
12. Dezember 2004, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Einführung: 12. Dezember, jeweils 19.00 Uhr, Foyer
Die Neunte
Takt 543 ist Ihre Chance. Damit Sie sie nicht verpassen, gibt Ihnen Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda den Einsatz. Wie in den letzten beiden Jahren wird er Beethovens Neunte zelebrieren. Tradition geworden ist inzwischen sein Gedanke, im vierten Satz das Publikum einzubeziehen: Alle Menschen werden Brüder. Nach dem Ansturm der vergangenen Jahre empfehlen wir Ihnen: Sichern Sie sich frühzeitig Ihre Karten!
29. Dezember 2004, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
