Handball-Thüringenliga Frauen
Nach starkem Beginn leider die Linie verloren
Montag, 18. Dezember 2017, 15:39 Uhr
Mit einer 22:31-Heimniederlage gegen die Mannschaft vom HBV Jena 90 haben die Handballfrauen des Nordhäuser SV das Sportjahr 2017 beendet. Ein scheinbar normales Resultat, denn Jena kam als noch verlustpunktfreier Spitzenreiter der Thüringenliga und damit haushoher Favorit zum Tabellenvorletzten nach Nordhausen...
Doch zur Verwunderung vieler und vor allem zur großen Freude der Anhänger der NSV-Frauen bestimmten die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit lange Zeit mit einer ausgezeichneten Leistung das Geschehen auf dem Parkett der Ballspielhalle. Jena markierte zwar den ersten Treffer der Partie, doch dann legte der NSV immer vor, trug aus einer gut agierenden Abwehr heraus sichere und druckvolle Angriff vor.
Mehrfach führte man mit zwei Toren und beim 8:7 Mitte der ersten Halbzeit sah sich das Jenaer Trainergespann früh zu einer Auszeit genötigt. Zunächst mit wenig Erfolg, denn der nachfolgende Angriff brachte nichts ein, stattdessen erhöhte Nordhausen auf 9:7. Und auch als Jena dann doch ein paar Nachlässigkleiten der Gastgeber zur zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschenden 10:9-Führung nutzte hatte man nach einer eigenen Auszeit sofort die passende Antwort parat und glich zum 10:10 (22. Minute) aus.
Im Bestreben, so schnell wie möglich auch die Führung zurück zu holen, verließ man die bislang erfolgreiche Linie, agierten einige NSV-Spielerinnen nun hastig und verstolperten prompt die Bälle. Jena bedankte sich mit Kontern zur 13:10-Führung, ehe die Gastgeberinnen wieder Anschluss schafften. Mit 14:12 für Jena wurden schließlich die Seiten gewechselt und es schien für das NSV-Team noch alles möglich, würde man sich wieder auf die Tugenden der ersten 22 Minuten besinnen.
Jena gelang dann auch in Halbzeit Zwei wieder der erste Treffer, doch dann zwei erfolgreiche Nordhäuser Angriffe und alles war weiter offen. Leider hatte man die erwähnten Tugenden der ersten Halbzeit aber in der Kabine vergessen, fand in der Folge nur noch sporadisch zu überlegtem Spielaufbau. Immer wieder nahm man sich zu früh und schlecht vorbereitet Würfe die nichts einbrachten. Auch erhöhte sich mit der Erfolgslosigkeit die Zahl der Fehler und Jena wurde immer wieder zum Kontern eingeladen.
Vom 14:15 enteilten die Gäste über 14:19 und 16:23 bis auf 20:30. Nicht einmal gerieten die Nordhäuserinnen auch nur in die Nähe drohenden Zeitspiels. Ungeduld bestimmte fast die gesamte zweite Halbzeit ihr Spiel. Bleibt am Ende die Erkenntnis, das man eigentlich das Zeug hat, auch mit den Liga-Spitzenmannschaften mithalten zu können. Es müssen nur alle so konzentriert, engagiert und vor allem geduldig agieren, wie in den ersten 22 Minuten. Das waren die mit Abstand besten Minuten der Mannschaft seit langem. Das muss verinnerlicht werden, dann wird man auch wieder erfolgreich sein.
Nordhäuser SV – HBV Jena 90 22:31 (12:14)
Evelyn Kallmeyer/Emelie Heise – Stephanie Kruse (5), Diana Bückert (4), Sophie Schröder, Jenny Mohrig (1), Katja Römermann, Ella Krieß (6), Larissa Förster, Manuela Witting, Emma Langner, Claudia Dudek (6)
Uwe Tittel
Autor: psgDoch zur Verwunderung vieler und vor allem zur großen Freude der Anhänger der NSV-Frauen bestimmten die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit lange Zeit mit einer ausgezeichneten Leistung das Geschehen auf dem Parkett der Ballspielhalle. Jena markierte zwar den ersten Treffer der Partie, doch dann legte der NSV immer vor, trug aus einer gut agierenden Abwehr heraus sichere und druckvolle Angriff vor.
Mehrfach führte man mit zwei Toren und beim 8:7 Mitte der ersten Halbzeit sah sich das Jenaer Trainergespann früh zu einer Auszeit genötigt. Zunächst mit wenig Erfolg, denn der nachfolgende Angriff brachte nichts ein, stattdessen erhöhte Nordhausen auf 9:7. Und auch als Jena dann doch ein paar Nachlässigkleiten der Gastgeber zur zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschenden 10:9-Führung nutzte hatte man nach einer eigenen Auszeit sofort die passende Antwort parat und glich zum 10:10 (22. Minute) aus.
Im Bestreben, so schnell wie möglich auch die Führung zurück zu holen, verließ man die bislang erfolgreiche Linie, agierten einige NSV-Spielerinnen nun hastig und verstolperten prompt die Bälle. Jena bedankte sich mit Kontern zur 13:10-Führung, ehe die Gastgeberinnen wieder Anschluss schafften. Mit 14:12 für Jena wurden schließlich die Seiten gewechselt und es schien für das NSV-Team noch alles möglich, würde man sich wieder auf die Tugenden der ersten 22 Minuten besinnen.
Jena gelang dann auch in Halbzeit Zwei wieder der erste Treffer, doch dann zwei erfolgreiche Nordhäuser Angriffe und alles war weiter offen. Leider hatte man die erwähnten Tugenden der ersten Halbzeit aber in der Kabine vergessen, fand in der Folge nur noch sporadisch zu überlegtem Spielaufbau. Immer wieder nahm man sich zu früh und schlecht vorbereitet Würfe die nichts einbrachten. Auch erhöhte sich mit der Erfolgslosigkeit die Zahl der Fehler und Jena wurde immer wieder zum Kontern eingeladen.
Vom 14:15 enteilten die Gäste über 14:19 und 16:23 bis auf 20:30. Nicht einmal gerieten die Nordhäuserinnen auch nur in die Nähe drohenden Zeitspiels. Ungeduld bestimmte fast die gesamte zweite Halbzeit ihr Spiel. Bleibt am Ende die Erkenntnis, das man eigentlich das Zeug hat, auch mit den Liga-Spitzenmannschaften mithalten zu können. Es müssen nur alle so konzentriert, engagiert und vor allem geduldig agieren, wie in den ersten 22 Minuten. Das waren die mit Abstand besten Minuten der Mannschaft seit langem. Das muss verinnerlicht werden, dann wird man auch wieder erfolgreich sein.
Nordhäuser SV – HBV Jena 90 22:31 (12:14)
Evelyn Kallmeyer/Emelie Heise – Stephanie Kruse (5), Diana Bückert (4), Sophie Schröder, Jenny Mohrig (1), Katja Römermann, Ella Krieß (6), Larissa Förster, Manuela Witting, Emma Langner, Claudia Dudek (6)
Uwe Tittel









