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Flotter Dreier im Südharz-Tourismus

Donnerstag, 23. August 2001, 10:06 Uhr
Ellrich/Sülzhayn (nnz). In dieser Woche sind mit Finsterbergen und Schleusegrund zwei Thüringer Orte in die Riege der staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte aufgenommen worden. Was ist aber mit Sülzhayn? nnz hat nachgefragt.


Mittlerweile tragen 53 Kommunen diesen begehrten Status. Wie Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster in dieser Woche sagte, habe ein solches Prädikat eine große Bedeutung als Marketinginstrument. Und genau das sollte auch das Ziel der Sülzhayner Anstrengungen sein (nnz berichtete mehrfach, siehe dazu auch im Archiv). Doch nach der jüngsten Sitzung des zuständigen Landesfachausschusses wurde deutlich, dass die Prädikatisierung von Sülzhayn den Ausschussmitgliedern noch ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Es soll eine Pattsituation gegeben haben. Nun müsse das Wirtschaftsministerium eine Entscheidung treffen.

Der Ellricher Bürgermeister Gerald Schröder rechnet mit einer solchen Entscheidung bis spätestens Ende September. Sollte die ministerielle Entscheidung jedoch negativ für Sülzhayn ausfallen, dann werde die Stadt Ellrich gegen diesen Bescheid Widerspruch einlegen. „Sowohl die Kommune als auch der Freistaat Thüringen haben in den zurückliegenden Jahren mehr als 12 Millionen Mark in den Ort investiert. Darüber hinaus zeichnet sich mit einer künftigen Neunutzung der Haidberg-Klinik ein Konzept ab, das der Immobilie aber auch dem gesamten Ort wieder ein neues, auch ein verstärkt touristisches Leben einhauchen wird“, so Schröder gegenüber de nnz.

Mit Ilfeld und Neustadt könnte Sülzhayn ein Dreieck des Tourismus in der Südharz-Region bilden, das sich aber nicht aus dem Gesamtkonzept des neuen Tourismusverbandes des Landkreises ausklinken werde. Bleibt zu hoffen, dass bis Ende September die restlichen Vorbehalte gegenüber dem Südharzort ausgeräumt sind. Die gesamte Region hätte mit einen Kurort Sülzhayn eine Aufwertung verdient.
Autor: nnz

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