Wie weiter mit Deponie Nentzelsrode?
Mittwoch, 22. August 2001, 09:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 30. August soll die Ausschreibung zur künftigen Be- und Verarbeitung der Restabfälle in Nordthüringen vorgestellt werden. Für den Landkreis Nordhausen gebe es da jedoch einigen Klärungsbedarf, meinte Landrat Claus (CDU) gestern im Kreistag.
Über das Prozedere der Ausschreibung und die Haltung der Nordhäuser Verbandsräte zu einigen Vorgängen im Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen hatte die nnz bereits mehrfach berichtet (siehe dazu auch im nnz-Archiv). Noch immer gebe es Schwierigkeiten und Probleme innerhalb des Verbandes, meinte Claus. So könne er nicht verstehen, dass der Landkreis Nordhausen über eine moderne Deponie verfüge, diese aber nach dem 2005 nicht weiter betreiben dürfe. Bereits seit 1994 entspreche die Deponie in Nentzelsrode den Anforderungen der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASI). Viele andere Deponien im Freistaat könnten sich nicht mit diesem Gütesiegel schmücken. Schließlich stehen auf dem Gelände bei Nentzelsrode auch nach 2005 rund 500.000 Kubikmeter Volumen zum Verfüllen von Restabfällen zur Verfügung.
Mehrere Briefe habe der Landrat deshalb an die zuständigen Ministerien in Erfurt und Berlin geschrieben. Die bisherigen Antworten seien nicht unbedingt erbaulich. Doch aufgeben wollen die Nordhäuser nicht, denn schließlich hatten sich in der vergangenen Woche auch die Bürgermeister der Kommunen in der Goldenen Aue gegen eine Müllverbrennung bei Nentzelsrode ausgesprochen, wenn es Alternativen gebe. Hintergründe des Kampfes der Nordhäuser um die Weiterführung der Deponie sind natürlich auch finanzieller Art. Die Deponie bei Nentzelsrode hat Geld gekostet und wird auch in Zukunft richtig Geld kosten. Und da auch für die Jahre nach 2005 noch ein ordentlicher Kapitaldienst geleistet werden muß, müsse das Geld über Gebühren und Beiträge eingetrieben werden. Das würde die Bürger im Landkreis zusätzlich belasten, obwohl es die aufgezeigte Alternative gebe. In den kommenden Tagen wollen sich die Mitglieder des Umweltausschusses und die ZAN-Verbandsräte aus dem Landkreis noch einmal zusammensetzen und nach Möglichkeiten suchen, wie innerhalb des Verbandes Mehrheiten organisiert werden können. Das allerdings wird verdammt schwer werden.
Autor: nnzÜber das Prozedere der Ausschreibung und die Haltung der Nordhäuser Verbandsräte zu einigen Vorgängen im Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen hatte die nnz bereits mehrfach berichtet (siehe dazu auch im nnz-Archiv). Noch immer gebe es Schwierigkeiten und Probleme innerhalb des Verbandes, meinte Claus. So könne er nicht verstehen, dass der Landkreis Nordhausen über eine moderne Deponie verfüge, diese aber nach dem 2005 nicht weiter betreiben dürfe. Bereits seit 1994 entspreche die Deponie in Nentzelsrode den Anforderungen der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASI). Viele andere Deponien im Freistaat könnten sich nicht mit diesem Gütesiegel schmücken. Schließlich stehen auf dem Gelände bei Nentzelsrode auch nach 2005 rund 500.000 Kubikmeter Volumen zum Verfüllen von Restabfällen zur Verfügung.
Mehrere Briefe habe der Landrat deshalb an die zuständigen Ministerien in Erfurt und Berlin geschrieben. Die bisherigen Antworten seien nicht unbedingt erbaulich. Doch aufgeben wollen die Nordhäuser nicht, denn schließlich hatten sich in der vergangenen Woche auch die Bürgermeister der Kommunen in der Goldenen Aue gegen eine Müllverbrennung bei Nentzelsrode ausgesprochen, wenn es Alternativen gebe. Hintergründe des Kampfes der Nordhäuser um die Weiterführung der Deponie sind natürlich auch finanzieller Art. Die Deponie bei Nentzelsrode hat Geld gekostet und wird auch in Zukunft richtig Geld kosten. Und da auch für die Jahre nach 2005 noch ein ordentlicher Kapitaldienst geleistet werden muß, müsse das Geld über Gebühren und Beiträge eingetrieben werden. Das würde die Bürger im Landkreis zusätzlich belasten, obwohl es die aufgezeigte Alternative gebe. In den kommenden Tagen wollen sich die Mitglieder des Umweltausschusses und die ZAN-Verbandsräte aus dem Landkreis noch einmal zusammensetzen und nach Möglichkeiten suchen, wie innerhalb des Verbandes Mehrheiten organisiert werden können. Das allerdings wird verdammt schwer werden.
