Arbeitsmarktzahlen November 2017
Zum Vorjahr weiter rückläufig
Donnerstag, 30. November 2017, 09:59 Uhr
Der Abbau der Arbeitslosigkeit setzt sich weiter fort. Erstmals registrierte die Nordhäuser Arbeitsagentur weniger als 8 000 Personen ohne Arbeit. Wir haben fast 13 Prozent Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Das ist besser als der Thüringendurchschnitt. Für die Wintermonate sind das gute Startbedingungen, so Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur...
Grafik (Foto: Arbeitsagentur Nordhausen)
7.989 Personen waren im letzten Monat bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet, so wenig wie noch nie, seit der Wende. Die Arbeitslosenquote des Agenturbezirkes liegt, wie im Vormonat, bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,6 Prozent.
Im Landkreis Eichsfeld sind erstmals seit 1990 weniger als 2 000 Menschen ohne Arbeit. Mit 1.923 Männern und Frauen ging die Zahl der Arbeitslosen zum November 2016 um über 21 Prozent zurück. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 3,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.
Auch der Landkreis Nordhausen hat einen neuen Tiefststand erreicht. 3.045 Personen sind auf Jobsuche, rund vier Prozent weniger als letztes Jahr. Die Quote hat mit glatt 7,0 Prozent ebenfalls den niedrigsten Wert seit 1990 erreicht.
Der Kyffhäuserkreis registrierte mit 3.045 Jobsuchenden und einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent zum Vormonat zwar einen leichten Anstieg, liegt aber um 15 Prozent unter den Vorjahreswerten. Im Vorjahr betrug die Quote noch 9,0 Prozent.
Weiter rückläufig zeigt sich auch die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen. 509 junge Leute sind in Nordthüringen beschäftigungslos, -3,6 Prozent weniger als vor vier Wochen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um über zehn Prozent zurück. Karsten Froböse verweist auf die guten Beschäftigungsperspektiven in Nordthüringen. Gut ausgebildete Jugendliche profitieren von der Fachkräftenachfrage, so der Agenturchef.
Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Menschen mit Behinderung deutlich rückläufig ist. Zum Vorjahr habe man einen Rückgang um 12,6 Prozent erreichen können. Betroffen seien dabei fast 100 Personen. Gezielte Unterstützung und Förderung seien wichtig, um diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Doch die Anstrengung lohne sich, da gute Fachkräfte gesucht werden. Derzeit sind noch 640 Menschen mit persönlichen Handicaps in Agentur und Jobcentern auf Jobsuche.
Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen habe im November noch einmal angezogen. Unternehmen und Verwaltungen meldeten über 500 Stellen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund achtzig Prozent der Stellen sind unbefristet. Ein Drittel der Nachfrage kam von Personaldienstleistern. Die übrigen Angebote konzentrieren sich stark auf das verarbeitende Gewerbe, den Handel und den Bereich Gesundheit und Soziales. Über 30 Stellen sind aktuell im Baugewerbe zu besetzen.
Klarstellung der Arbeitsagentur Nordhausen: Die Darstellung der Arbeitslosigkeit zuzüglich der Personen, die sich aktuell zum Beispiel in Fördermaßnahmen befinden (Unterbeschäftigung) ist wichtig und auch häufig Bestandteil unserer Berichterstattungen. Zu beachten ist, dass in der Darstellung der Unterbeschäftigung der Anteil der Arbeitslosen mit enthalten ist.
Das heißt für den Monat November 2017: 12.198 Unterbeschäftigte, abzüglich 7.989 Arbeitslose, so dass von 4.209 geförderten Personen für die drei Landkreise auszugehen ist. Im Vorjahr lag die Zahl bei 4.164, es ist also ein leichter (45) Anstieg zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit hingegen ist um fast 13 Prozent gesunken. Die Senkung wird danach nicht durch eine gravierende Steigerung der Förderung herbeigeführt. Im Agenturbezirk gab es im Vorjahr 1.187 Arbeitslose mehr.
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.
Autor: red
Grafik (Foto: Arbeitsagentur Nordhausen)
7.989 Personen waren im letzten Monat bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet, so wenig wie noch nie, seit der Wende. Die Arbeitslosenquote des Agenturbezirkes liegt, wie im Vormonat, bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,6 Prozent.
Im Landkreis Eichsfeld sind erstmals seit 1990 weniger als 2 000 Menschen ohne Arbeit. Mit 1.923 Männern und Frauen ging die Zahl der Arbeitslosen zum November 2016 um über 21 Prozent zurück. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 3,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.
Auch der Landkreis Nordhausen hat einen neuen Tiefststand erreicht. 3.045 Personen sind auf Jobsuche, rund vier Prozent weniger als letztes Jahr. Die Quote hat mit glatt 7,0 Prozent ebenfalls den niedrigsten Wert seit 1990 erreicht.
Der Kyffhäuserkreis registrierte mit 3.045 Jobsuchenden und einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent zum Vormonat zwar einen leichten Anstieg, liegt aber um 15 Prozent unter den Vorjahreswerten. Im Vorjahr betrug die Quote noch 9,0 Prozent.
Weiter rückläufig zeigt sich auch die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen. 509 junge Leute sind in Nordthüringen beschäftigungslos, -3,6 Prozent weniger als vor vier Wochen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um über zehn Prozent zurück. Karsten Froböse verweist auf die guten Beschäftigungsperspektiven in Nordthüringen. Gut ausgebildete Jugendliche profitieren von der Fachkräftenachfrage, so der Agenturchef.
Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Menschen mit Behinderung deutlich rückläufig ist. Zum Vorjahr habe man einen Rückgang um 12,6 Prozent erreichen können. Betroffen seien dabei fast 100 Personen. Gezielte Unterstützung und Förderung seien wichtig, um diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Doch die Anstrengung lohne sich, da gute Fachkräfte gesucht werden. Derzeit sind noch 640 Menschen mit persönlichen Handicaps in Agentur und Jobcentern auf Jobsuche.
Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen habe im November noch einmal angezogen. Unternehmen und Verwaltungen meldeten über 500 Stellen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund achtzig Prozent der Stellen sind unbefristet. Ein Drittel der Nachfrage kam von Personaldienstleistern. Die übrigen Angebote konzentrieren sich stark auf das verarbeitende Gewerbe, den Handel und den Bereich Gesundheit und Soziales. Über 30 Stellen sind aktuell im Baugewerbe zu besetzen.
Unterbeschäftigung
Wir wollen an dieser Stelle auch wieder einen Blick auf die sogenannte Unterbeschäftigung werfen. Zu den 7.989 als arbeitslos registrierten Frauen und Männern in den drei Landkreisen kommen weitere 12.000 hinzu, die als unterbeschäftigt gelten und die bei den meisten offiziellen Darstellungen und Verlautbarungen unerwähnt bleiben.Klarstellung der Arbeitsagentur Nordhausen: Die Darstellung der Arbeitslosigkeit zuzüglich der Personen, die sich aktuell zum Beispiel in Fördermaßnahmen befinden (Unterbeschäftigung) ist wichtig und auch häufig Bestandteil unserer Berichterstattungen. Zu beachten ist, dass in der Darstellung der Unterbeschäftigung der Anteil der Arbeitslosen mit enthalten ist.
Das heißt für den Monat November 2017: 12.198 Unterbeschäftigte, abzüglich 7.989 Arbeitslose, so dass von 4.209 geförderten Personen für die drei Landkreise auszugehen ist. Im Vorjahr lag die Zahl bei 4.164, es ist also ein leichter (45) Anstieg zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit hingegen ist um fast 13 Prozent gesunken. Die Senkung wird danach nicht durch eine gravierende Steigerung der Förderung herbeigeführt. Im Agenturbezirk gab es im Vorjahr 1.187 Arbeitslose mehr.
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.
