In der KSK-Galerie:
Stahlskulptur und Malerei
Mittwoch, 22. November 2017, 06:49 Uhr
Zum letzten Mal in diesem Jahr hieß es am Dienstagabend in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen: Hereinspaziert zur Eröffnung einer neuen Kunstausstellung! Und wieder mal geht es um ein Künstler-Doppel – Dana Meyer und Undine Bandelin. Herzlich begrüßt wurden Künstler, Laudator und Kunstinteressierte von KSK-Mitarbeiterin Vera Angelstein. Wieder mit dabei auch die nnz…
Von links: Vera Angelstein, Dana Meyer, Jörk Rothamel, Undine Bandelin (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Die eine – Dana Meyer – hat es mit Skulpturen, die andere – Undine Bandelin – mit der Malerei. Ihrer gemeinsamen Schau gaben sie den Titel Stadt, Land, Name, Fluss. Laudator Dr. Jörk Rothamel aus Erfurt stellte beide Künstlerinnen vor. Er beschrieb anschaulich deren Intuition und handwerkliches Geschick beim Entstehen ihrer so unterschiedlichen Kunstwerke. Und machte dies an einigen näher beschriebenen Exemplaren fest. Er lobte die Kunsthochschule Burg Giebichenstein als eine Einrichtung, in der Grundlagen gelehrt und Talente gefördert würden.
Die in Halle an der Saale 1982 geborene Dana Meyer studierte zunächst Literatur- und Kunstwissenschaft sowie Geschichte, im Anschluss Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle bei Andrea Zaumseil. 2011 erwarb sie dort ihr Diplom. Es schloss sich bis 2014 ein Meisterschülerstudium bei Prof. Bruno Raetsch an. Studienreisen führten Dana Meyer unter anderem nach Indien, Nepal und Vietnam.
Ihre Stahlskulpturen widerspiegeln, wie in Werbeofferten zu lesen ist,, unheimliche Präzision, unbändige Energie und äußerste Expressivität. Die Künstlerin schmiedet ihre Werke freihändig aus Stahl. Handwerkliches Geschick ist bei ihr gleichermaßen anzutreffen wie ein außergewöhnliches räumliches Vorstellungsvermögen. Die Werke Dana Meyers fesseln geradezu den Betrachter, und der hat Mühe, von ihnen wieder loszukommen. 2015 wurde sie mit dem Grafik-Preis der Ilsetraud-Glock-Grabe-Stiftung durch die Kreissparkasse Nordhausen geehrt.
Und Undine Bandelin? Geboren 1980 in Jena, machte sie nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Keramikerin. Dann ging es zur Bauhaus-Uni nach Weimar. 2005 nahm sie ein Studium der Malerei ebenfalls an der KHS Burg Giebichenstein in Halle auf. Nach dem Erwerb des Diploms schloss sich bei Prof. Ute Pleuger ein Meisterschülerstudium in der Fachrichtung Malerei an. Undine Bandelin ist freischaffend in Leipzig tätig.
Dem Betrachter macht sie es mit ihrer Kunst nicht leicht. Denn ihre Bilder lassen sich nur schwer deuten. Nicht selten führen sie in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Mensch und Tier aufgehoben scheinen. Der Mensch wird zum Ich, zum nahen Verwandten, zum Tier, zur Fabel, zur Erscheinung, zum unbekannten Absurdum, wird ihre Kunst oft charakterisiert. Absurd anmutende Szenarien, aber auch Verfremdungen und Übermalungen, vermengt mit kraftvollen Farbaufträgen kehren in ihren Werken immer wieder. Bei Undine Bandelin scheint die Fantasie unbändig zu sein.
Laudator Jörk Rothamel kündigte am Ende seiner Ausführungen noch an, dass er sich darauf freue, dass beide Künstlerinnen 2018 auch in seiner Galerie (Galerie Rothamel Erfurt, Kleine Arche 1a) eine gemeinsame Ausstellung haben werden.
Die musikalische Einstimmung übernahmen an diesem Abend Magdalene Uhl und ihre Mutter Sabine Uhl (beide ViolonCello) von der Kreismusikschule Nordhausen. Zu sehen ist die neue Schau bis zum 12. Januar 2018, jeweils Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, in der KSK-Galerie, Kornmarkt 9, in Nordhausen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: red
Von links: Vera Angelstein, Dana Meyer, Jörk Rothamel, Undine Bandelin (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Die eine – Dana Meyer – hat es mit Skulpturen, die andere – Undine Bandelin – mit der Malerei. Ihrer gemeinsamen Schau gaben sie den Titel Stadt, Land, Name, Fluss. Laudator Dr. Jörk Rothamel aus Erfurt stellte beide Künstlerinnen vor. Er beschrieb anschaulich deren Intuition und handwerkliches Geschick beim Entstehen ihrer so unterschiedlichen Kunstwerke. Und machte dies an einigen näher beschriebenen Exemplaren fest. Er lobte die Kunsthochschule Burg Giebichenstein als eine Einrichtung, in der Grundlagen gelehrt und Talente gefördert würden.
Die in Halle an der Saale 1982 geborene Dana Meyer studierte zunächst Literatur- und Kunstwissenschaft sowie Geschichte, im Anschluss Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle bei Andrea Zaumseil. 2011 erwarb sie dort ihr Diplom. Es schloss sich bis 2014 ein Meisterschülerstudium bei Prof. Bruno Raetsch an. Studienreisen führten Dana Meyer unter anderem nach Indien, Nepal und Vietnam.
Ihre Stahlskulpturen widerspiegeln, wie in Werbeofferten zu lesen ist,, unheimliche Präzision, unbändige Energie und äußerste Expressivität. Die Künstlerin schmiedet ihre Werke freihändig aus Stahl. Handwerkliches Geschick ist bei ihr gleichermaßen anzutreffen wie ein außergewöhnliches räumliches Vorstellungsvermögen. Die Werke Dana Meyers fesseln geradezu den Betrachter, und der hat Mühe, von ihnen wieder loszukommen. 2015 wurde sie mit dem Grafik-Preis der Ilsetraud-Glock-Grabe-Stiftung durch die Kreissparkasse Nordhausen geehrt.
Und Undine Bandelin? Geboren 1980 in Jena, machte sie nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Keramikerin. Dann ging es zur Bauhaus-Uni nach Weimar. 2005 nahm sie ein Studium der Malerei ebenfalls an der KHS Burg Giebichenstein in Halle auf. Nach dem Erwerb des Diploms schloss sich bei Prof. Ute Pleuger ein Meisterschülerstudium in der Fachrichtung Malerei an. Undine Bandelin ist freischaffend in Leipzig tätig.
Dem Betrachter macht sie es mit ihrer Kunst nicht leicht. Denn ihre Bilder lassen sich nur schwer deuten. Nicht selten führen sie in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Mensch und Tier aufgehoben scheinen. Der Mensch wird zum Ich, zum nahen Verwandten, zum Tier, zur Fabel, zur Erscheinung, zum unbekannten Absurdum, wird ihre Kunst oft charakterisiert. Absurd anmutende Szenarien, aber auch Verfremdungen und Übermalungen, vermengt mit kraftvollen Farbaufträgen kehren in ihren Werken immer wieder. Bei Undine Bandelin scheint die Fantasie unbändig zu sein.
Laudator Jörk Rothamel kündigte am Ende seiner Ausführungen noch an, dass er sich darauf freue, dass beide Künstlerinnen 2018 auch in seiner Galerie (Galerie Rothamel Erfurt, Kleine Arche 1a) eine gemeinsame Ausstellung haben werden.
Die musikalische Einstimmung übernahmen an diesem Abend Magdalene Uhl und ihre Mutter Sabine Uhl (beide ViolonCello) von der Kreismusikschule Nordhausen. Zu sehen ist die neue Schau bis zum 12. Januar 2018, jeweils Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, in der KSK-Galerie, Kornmarkt 9, in Nordhausen.
Hans-Georg Backhaus
















