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Einwohnerversammlung in Sülzhayn

Ehrhold tritt noch mal an

Mittwoch, 15. November 2017, 21:34 Uhr
Matthias Ehrhold (SPD) will es im kommenden Jahr noch einmal wissen: Am Rande der Einwohnerversammlung in Sülzhayn sagte der amtierende Ellricher Bürgermeister, er stehe für eine weitere Amtszeit zur Verfügung…

Matthias Ehrhold (Mitte) will noch einmal Bürgermeister werden. (Foto: Susanne Schedwill) Matthias Ehrhold (Mitte) will noch einmal Bürgermeister werden. (Foto: Susanne Schedwill)

„Der Job macht sehr viel Spaß, ist aber auch nicht immer einfach“, sagte Ehrhold am Mittwochabend im „Haus des Gastes“ in Sülzhayn. Er stünde für weitere volle sechs Jahre als Ortschef zur Verfügung. Ehrhold hofft, dass sich weitere Bewerber für den Posten des Stadtchefs finden. „Das fände ich für die Demokratie gut“, so der SPD-Politiker. Die Bürgermeisterwahl findet am 15. April 2018 statt, Bewerber müssen sich bis zu 44 Tagen vor dem Wahltermin bewerben. Die Legislatur geht von 2018 bis 2024.

Zuhörer bei der Einwohnerversammlung in Sülzhayn. (Foto: Susanne Schedwill) Zuhörer bei der Einwohnerversammlung in Sülzhayn. (Foto: Susanne Schedwill)

In Sülzhayn fand am Mittwochabend die Auftaktveranstaltung zu den Einwohnerversammlungen in der Einheitsgemeinde statt. Ehrhold hatte für die rund 70 Einwohner im „Haus des Gastes“ noch eine Neuigkeit. So bleibt die Gemeinschaftsflüchtlingsunterkunft in der früheren Förderschule vorerst bis auf unbestimmte Zeit geöffnet. Aktuell leben hier 61 Geflüchtete, darunter 45 anerkannte Flüchtlinge. Sechs Kinder besuchen die Ellricher Grundschule, zwölf die Oberschule. Anders als zu Hochzeiten der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 geplant, will der Landkreis die zu Wohneinheiten ausgebaute frühere Schule nicht mehr ausschließlich als Erstaufnahmeunterkunft betreiben. Damit reagiere man im Landratsamt auf den angespannten Wohnungsmarkt in Nordhausen, so Ehrhold.

Im Hinblick auf das von der Landesregierung angekündigte beitragsfreie letzte Kindergartenjahr habe man geprüft, ob es in der Sülzhayner Kita noch Kapazität gebe. Zehn weitere Plätze sollen im kommenden Jahr hier noch einmal geschaffen werden. Rund 27 000 Euro sollen in die Ausstattung investiert werden. Bauliche Veränderungen seien nicht notwendig, so der Stadt-Chef. Erst in diesem Jahr war der Kindergarten für über eine halbe Million Euro um 24 weitere Krippenplätze erweitert worden. Ein Großteil des Geldes floss aus Fördertöpfen.

Im Hinblick auf die Dorferneuerung, in der sich Sülzhayn seit Oktober befindet, sind Ehrhold und Ronald Kuß, Fachbereichsleiter Inneres und Bau, recht optimistisch. „Der erste Schritt ist gemacht, auch wenn auf uns in den kommenden fünf Jahren große finanzielle Herausforderungen zukommen“, so Ehrhold.
Kuß erläuterte den Dorfentwicklungsplan, der zehn Schwerpunkte bündelt. Kernidee ist, dass in dem Südharzort rund um das "Haus des Gastes" ein neues Dorfzentrum entstehen soll. Als erste Maßnahme soll der obere Teil der Dr.-Kremser-Straße ausgebaut werden. „Dafür befinden wir uns bereits in der Vorplanung“, so Kuß. Noch in diesem Jahr, am 12. Dezember um 18 Uhr, sollen die Anwohner in einem ersten Treffen über das Vorhaben und die Kosten informiert werden.

In den kommenden drei Jahre soll unter anderem die Turnhalle saniert und multifunktional genutzt werden, so dass Sportvereine, aber beispielsweise auch der Sülzhayner Karnevalsverein die Halle für Veranstaltungen nutzen können. Auch die Feuerwehr soll hier einen neuen Fahrzeugstellplatz erhalten. Rund 1,2 Millionen Euro ergab eine Kostenschätzung für dieses Vorhaben, das aber über die Städtebauförderung zu 90 Prozent gefördert werden könnte.

Anne Dumjahn vom Nordhäuser Planungsbüro Meißner und Dumjahn, das das Konzept mit dem Dorferneuerungsbeirat erarbeitet hat, erläuterte den Sülzhayern die Förderkriterien für Privathaushalte. Im kommunalen Bereich liegt die Förderquote bei 65 Prozent, im privaten sind es 35 Prozent. Der Förderzeitraum umfasst fünf Jahre.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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