Bürgerhaus Nordhausen
Rares aus der Himmelgarten-Bibliothek
Mittwoch, 08. November 2017, 10:34 Uhr
Ab 16. November 18.00 Uhr wird es in der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange eine umfassende Ausstellung Buch Druck Kunst - Meisterliche Blätter aus der 'alten raren' Himmelgartenbibliothek in großen Fotoreproduktionen zu sehen geben. Bereits vorab wurden zwei Teilausstellungen dieser umfänglichen Präsentation eröffnet...
Rares aus der Himmelgarten-Bibliothek (Foto: privat)
Das sind sieben Flugblätter aus der Zeit von 1495 bis 1513, die, in Folianten eingeklebt, die Jahrhunderte überdauerten. Einige von ihnen sind Unikate. Sie zeigen sich in der ersten Etage im Foyer des Ratssaales.
Eine zweite Schau mit 13 Blättern hängt seit dem 7.11 im 2. Stock der Stadtbibliothek, sie bietet Blätter aus Wiegendrucken/Inkunabeln an. Diese Drucke, die in der Zeit von 1454 bis zum 21.12.1500 gedruckt wurden, sind besondere Glanzlichter des historischen Buchbestandes in Nordhausen. Laut aktueller Forschung gibt es in der Gesamtbibliothek 230 Inkunabeln, das sind 32 % des Bestandes.
Inkunabel beruht auf dem lateinischen Wort incunabula, gleich Windeln oder Wiege, also im übertragen Sinn auch frühe Kindheit oder Anfänge. Die beiden Bezeichnungen verweisen demnach auf die frühesten Anfänge der Buchdruckkunst mit beweglichen Lettern. Diese Bücher erinnern mit ihren zahlreichen eingemalten großen Initialen, vor allem in roter und blauer Farbe, den kleineren Lombarden und den farbigen Absatzzeichen an die Zeit, als man in Klöstern die Bücher noch mit der Feder erstellte und üppige Buchmalereien die Seiten zierten. Die Leuchtkraft dieses Inkunabel-Buchschmuckes nach über 500 Jahren in der Nordhäuser Sammlung beeindruckt sehr.
Der Hauptanteil der Reproduktionen, die auf Fotografien von Heidelore Kneffel beruhen, die seit geraumer Zeit im Auftrag der Kirchengemeinde St. Blasii-Altendorf und des Stadtarchives die Bücher in Augenschein nimmt, wird, wie eingangs erwähnt, am 16. November im Lesesaal der Stadtbibliothek ausgestellt.
Autor: red
Rares aus der Himmelgarten-Bibliothek (Foto: privat)
Das sind sieben Flugblätter aus der Zeit von 1495 bis 1513, die, in Folianten eingeklebt, die Jahrhunderte überdauerten. Einige von ihnen sind Unikate. Sie zeigen sich in der ersten Etage im Foyer des Ratssaales.
Eine zweite Schau mit 13 Blättern hängt seit dem 7.11 im 2. Stock der Stadtbibliothek, sie bietet Blätter aus Wiegendrucken/Inkunabeln an. Diese Drucke, die in der Zeit von 1454 bis zum 21.12.1500 gedruckt wurden, sind besondere Glanzlichter des historischen Buchbestandes in Nordhausen. Laut aktueller Forschung gibt es in der Gesamtbibliothek 230 Inkunabeln, das sind 32 % des Bestandes.
Inkunabel beruht auf dem lateinischen Wort incunabula, gleich Windeln oder Wiege, also im übertragen Sinn auch frühe Kindheit oder Anfänge. Die beiden Bezeichnungen verweisen demnach auf die frühesten Anfänge der Buchdruckkunst mit beweglichen Lettern. Diese Bücher erinnern mit ihren zahlreichen eingemalten großen Initialen, vor allem in roter und blauer Farbe, den kleineren Lombarden und den farbigen Absatzzeichen an die Zeit, als man in Klöstern die Bücher noch mit der Feder erstellte und üppige Buchmalereien die Seiten zierten. Die Leuchtkraft dieses Inkunabel-Buchschmuckes nach über 500 Jahren in der Nordhäuser Sammlung beeindruckt sehr.
Der Hauptanteil der Reproduktionen, die auf Fotografien von Heidelore Kneffel beruhen, die seit geraumer Zeit im Auftrag der Kirchengemeinde St. Blasii-Altendorf und des Stadtarchives die Bücher in Augenschein nimmt, wird, wie eingangs erwähnt, am 16. November im Lesesaal der Stadtbibliothek ausgestellt.
