IFA-Museum Nordhausen
(Fast) alles, was zwei Räder hat
Mittwoch, 01. November 2017, 15:55 Uhr
Im Sommer 1817 legt Freiherr Karl von Drais sieben Kilometer mit einem völlig neuartigen Gefährt zurück, seine zweirädrige Laufmaschine wird später Draisine genannt. Es ist die Geburtsstunde des Fahrrads, dessen Geschichte auch in Nordhausen fortgeschrieben wurde. Und dem nun eine Ausstellung gewidmet ist...
Jede Menge Räder (Foto: nnz)
Was daraus einmal werden würde, hätte der Erfinder wohl ebenso wenig erwartet wie Karl Benz die Entwicklung des Automobils. Das Fahrrad wurde weiterentwickelt, modernisiert, angepasst. Durch zwei Jahrhunderte begleitet uns bereits das Fahrrad. Den Erfindern war es anfangs eine reizvolle Aufgabe, den Industriellen diente es schon im vorletzten Jahrhundert als profitables Produkt, den Frauen verhalf es immerhin zum Hosenrock, den Arbeitern ermöglichte es die Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte und den automüden Zeitgenossen verhilft es heute zu neuen Verkehrsgefühlen ohne Blechhaube.
Das IFA-Museum gewährt nach dem Straßenbahn-Museum in Hannover mit einer Ausstellung Einblicke in diese stetige Veränderung eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel unserer Zeit. In Zusammenarbeit mit Museen in Suhl, Mühlhausen und Chemnitz, dem Stadtmuseum Burgdorf, dem Verein Mobile Welten Hannover sowie Sammlern historischer Fahrräder und den Fahrradhändlern und privaten Sammlern der Region ist eine umfangreiche Ausstellung entstanden. Die Sammlung zeigt die wichtigsten Stationen der gesamten Fahrradgeschichte.
Der Aufbau ist im vollen Gange, ehrenamtliche Arbeit ist gefragt. Die Macher des Museum-Fördervereins um Hans Georg Franke opferten und opfern viele Stunden, haben viele Radlieber neu kennengelernt und eingeladen, ihre Schätze den Neugierigen zu zeigen. Einige aber haben auch abgelehnt. Die Begründungen sind zum Teil kurios: bei derartigen Veranstaltungen würden immer die historischen Klingeln geklaut.
Ausstellung wird vorbereitet
Zu den Ganz-Normal-Fahrrädern gibt es Sonderkonstruktionen, Designfahrräder, Kinderräder, moderne Higtechräder und viele Dinge rund ums Rad. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Fahrradproduktion in Mitteldeutschland und ihre Entwicklungen im Rennsport. Der Besucher findet dazu Geschichten rund um den Sport und wer Mut hat kann sein Geschick auf einem modernen Hochrad selbst testen. Auch Historisches ist zu erblicken, zum Beispiel das letzte in Nordhausen gebaute Fahrrad, das Strike-Bike.
Eröffnet wird die Exposition im IFA-Museum in Nordhausen am Samstagvormittag um 10 Uhr.
Montag bis Freitag 10 bis 13.30 Uhr
Dienstag und Donnerstags 10 bis 17:00 Uhr
Samstags 10-16 Uhr
Autor: red
Jede Menge Räder (Foto: nnz)
Was daraus einmal werden würde, hätte der Erfinder wohl ebenso wenig erwartet wie Karl Benz die Entwicklung des Automobils. Das Fahrrad wurde weiterentwickelt, modernisiert, angepasst. Durch zwei Jahrhunderte begleitet uns bereits das Fahrrad. Den Erfindern war es anfangs eine reizvolle Aufgabe, den Industriellen diente es schon im vorletzten Jahrhundert als profitables Produkt, den Frauen verhalf es immerhin zum Hosenrock, den Arbeitern ermöglichte es die Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte und den automüden Zeitgenossen verhilft es heute zu neuen Verkehrsgefühlen ohne Blechhaube.
Das IFA-Museum gewährt nach dem Straßenbahn-Museum in Hannover mit einer Ausstellung Einblicke in diese stetige Veränderung eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel unserer Zeit. In Zusammenarbeit mit Museen in Suhl, Mühlhausen und Chemnitz, dem Stadtmuseum Burgdorf, dem Verein Mobile Welten Hannover sowie Sammlern historischer Fahrräder und den Fahrradhändlern und privaten Sammlern der Region ist eine umfangreiche Ausstellung entstanden. Die Sammlung zeigt die wichtigsten Stationen der gesamten Fahrradgeschichte.
Der Aufbau ist im vollen Gange, ehrenamtliche Arbeit ist gefragt. Die Macher des Museum-Fördervereins um Hans Georg Franke opferten und opfern viele Stunden, haben viele Radlieber neu kennengelernt und eingeladen, ihre Schätze den Neugierigen zu zeigen. Einige aber haben auch abgelehnt. Die Begründungen sind zum Teil kurios: bei derartigen Veranstaltungen würden immer die historischen Klingeln geklaut.
Ausstellung wird vorbereitet
Zu den Ganz-Normal-Fahrrädern gibt es Sonderkonstruktionen, Designfahrräder, Kinderräder, moderne Higtechräder und viele Dinge rund ums Rad. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Fahrradproduktion in Mitteldeutschland und ihre Entwicklungen im Rennsport. Der Besucher findet dazu Geschichten rund um den Sport und wer Mut hat kann sein Geschick auf einem modernen Hochrad selbst testen. Auch Historisches ist zu erblicken, zum Beispiel das letzte in Nordhausen gebaute Fahrrad, das Strike-Bike.
Eröffnet wird die Exposition im IFA-Museum in Nordhausen am Samstagvormittag um 10 Uhr.
Montag bis Freitag 10 bis 13.30 Uhr
Dienstag und Donnerstags 10 bis 17:00 Uhr
Samstags 10-16 Uhr
