Deutschlandwetter im Oktober 2017
Zu warm
Dienstag, 31. Oktober 2017, 07:26 Uhr
Im Oktober 2017 dominierte im Süden Deutschlands meist Hochdruckeinfluss. Den Norden dagegen überquerten häufig die Ausläufer atlantischer Tiefdruckgebiete - zum Teil mit Sturm- und Orkanböen. So fegte Tief Xavier am 5. mit flächendeckenden Orkanböen über Ost- und Norddeutschland, wodurch
sieben Menschen ums Leben kamen...
Die stärksten Böen im Flachland meldete Holzdorf, östlich von Wittenberg, mit 122 km/h. Zum Ende des Monats traf dann Sturmtief Herwart auf Deutschland und sorgte besonders über Nord- und Mitteldeutschland gebietsweise für Böen bis zur Orkanstärke. Drei Todesopfer waren zu beklagen. Für die Jahreszeit ungewöhnliche Wärme herrschte in der zweiten Dekade.
In den letzten Tagen des Monats brachte Herwart dann mit maritimer Polarluft landesweit eine Abkühlung. Unter dem Strich verlief der Oktober deutlich zu warm mit einem Niederschlagsüberschuss im Norden und im äußersten Süden sowie einem Sonnenscheindefizit in der Mitte und im Norden. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Der Oktober verlief mit 11,1 Grad Celsius (°C) um 2,1 Grad wärmer als im Mittel der international gültige Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst verglichen mit der wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch +1,9 Grad. Damit gehörte er zu den zehn wärmsten Oktobern seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen 1881.
Zum Auftakt des zweiten Drittels sorgte Hoch Tanja mit örtlich 28 °C für eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Wärme. Sogar oberhalb von 600 Metern gab es teilweise über 25 °C. Als Beitrag zum goldenen Oktober meldete Müllheim, südöstlich von Freiburg im Breisgau, am 16. mit spätsommerlichen 28,1 °C den bundesweit höchsten Wert. Erst zum Ende der letzten Dekade leitete Herwart eine verbreitete Abkühlung ein, gebietsweise mit Nachtfrösten. Am Morgen des 30. meldete Leutkirch-Herlazhofen im Allgäu mit -3,1°C den
bundesweit tiefsten Monatswert.
Mit rund 100 Sonnenstunden blieb der Monat leicht unter seinem Klimawert von 109 Stunden. Während sich die Sonne auf einer Linie Altmark, Prignitz, Mecklenburgische Seenplatte sowie in der Lüneburger Heide mit örtlich nur 70 Stunden länger hinter den Wolken versteckte, konnte sich der Süden Deutschlands gebietsweise über bis zu 170 Stunden Sonnenschein freuen.
In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode
Autor: redsieben Menschen ums Leben kamen...
Die stärksten Böen im Flachland meldete Holzdorf, östlich von Wittenberg, mit 122 km/h. Zum Ende des Monats traf dann Sturmtief Herwart auf Deutschland und sorgte besonders über Nord- und Mitteldeutschland gebietsweise für Böen bis zur Orkanstärke. Drei Todesopfer waren zu beklagen. Für die Jahreszeit ungewöhnliche Wärme herrschte in der zweiten Dekade.
In den letzten Tagen des Monats brachte Herwart dann mit maritimer Polarluft landesweit eine Abkühlung. Unter dem Strich verlief der Oktober deutlich zu warm mit einem Niederschlagsüberschuss im Norden und im äußersten Süden sowie einem Sonnenscheindefizit in der Mitte und im Norden. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Der Oktober verlief mit 11,1 Grad Celsius (°C) um 2,1 Grad wärmer als im Mittel der international gültige Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst verglichen mit der wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch +1,9 Grad. Damit gehörte er zu den zehn wärmsten Oktobern seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen 1881.
Zum Auftakt des zweiten Drittels sorgte Hoch Tanja mit örtlich 28 °C für eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Wärme. Sogar oberhalb von 600 Metern gab es teilweise über 25 °C. Als Beitrag zum goldenen Oktober meldete Müllheim, südöstlich von Freiburg im Breisgau, am 16. mit spätsommerlichen 28,1 °C den bundesweit höchsten Wert. Erst zum Ende der letzten Dekade leitete Herwart eine verbreitete Abkühlung ein, gebietsweise mit Nachtfrösten. Am Morgen des 30. meldete Leutkirch-Herlazhofen im Allgäu mit -3,1°C den
bundesweit tiefsten Monatswert.
Trockener Südwesten, nasser Norden
Der Oktober war niederschlagsreich. Mit rund 75 Litern pro Quadratmeter (l/m²) übertraf er seinen Klimawert von 56 l/m² um 31 Prozent. Tief Xavier hatte nicht nur Sturm, sondern auch reichlich Regen im Gepäck. Innerhalb von zwölf Stunden fielen in Krempel, im Westen Schleswig-Holsteins, 55,1 l/m²; in 24 Stunden sogar 64,1 l/m². Dies war gleichzeitig die deutschlandweit größte Tagesmenge. Mit bis zu 220 l/m² gab es am Alpenrand die höchste Monatssumme. Im Südwesten Hessens und von Rheinland-Pfalz wurde mancherorts mit nur knapp 20 l/m² das größte Regen-Defizit gemessen.Mit rund 100 Sonnenstunden blieb der Monat leicht unter seinem Klimawert von 109 Stunden. Während sich die Sonne auf einer Linie Altmark, Prignitz, Mecklenburgische Seenplatte sowie in der Lüneburger Heide mit örtlich nur 70 Stunden länger hinter den Wolken versteckte, konnte sich der Süden Deutschlands gebietsweise über bis zu 170 Stunden Sonnenschein freuen.
Sachsen-Anhalt
Im Oktober errechneten die Meteorologen hier durchschnittlich 11,9 °C (9,4 °C) und aufgerundet 95 Sonnenstunden (104 Stunden). Im Ranking der Bundesländer zählte Sachsen-Anhalt mit knapp 50 l/m² (36 l/m²) zu den niederschlagsarmen Regionen.Thüringen
Thüringen präsentierte sich mit 10,8 °C (8,4 °C) als eine vergleichsweise kühle Region. Die Klimaexperten errechneten nahezu 70 l/m² (48 l/m²) und gut 90 Sonnenstunden (107 Stunden).In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode
