Kreisparteitag der CDU
Emotionale Diskussionen
Samstag, 28. Oktober 2017, 11:15 Uhr
Das hat man selten auf Kreisparteitagen vor allem denen der Christdemokraten. Gestern allerdings ging es in Niedersachswerfen ordentlich zur Sache...
Im Sachswerfer Handwagen sollten die Christdemokraten des Landkreises Nordhausen einen neuen Kreisvorstand wählen. Vor allem sollte der in seiner Zusammensetzung verjüngt werden. Dazu kam es auch, außer: der bisherige Kreisvorsitzende ist auch der neue: Christoph Zyrus, der mit 97 Prozent in seinem Amt bestätigt wurde.
Die neue 1. Stellvertreterin ist der christdemokratische Shootingstar Carolin Gerbothe. Danach sei es spannend geworden, denn Egon Primas verzichtete auf seine Kandidatur und machte per eigenem Vorschlag den Weg frei für Karola Kleofas, die jedoch gegen einen Kandidaten aus Ellrich knapp unterlag.
Also musste Stefan Nüßle auf seine Kandidatur verzichten und den Weg für Frau Kleofas freimachen. Die bekam mit Tobias Ostmann von der Jungen Union wieder einen Gegenkandidaten, konnte sich aber im Wahlgang durchsetzen.
In den Diskussionen soll - so berichten Beobachter - eine massive Kritik an der Bundespolitik der eigenen Partei deutlich geworden sein. Vor allem in der Flüchtlingspolitik. Insgesamt habe sich die Politik von Angela Merkel sehr weit von der eigenen Basis entfernt. Die Politik in Berlin habe die Zeichen der Parteibasis nicht erhört oder nicht erhören wollen, sagten mehrere Redner. Die Quittung für diese Politik habe der 24. September geliefert.
Als Gast beteiligte sich Jens Krautwurst, der eine Unvereinbarkeit in vielen Positionen zwischen der CDU und den Grünen im Bund sieht. In Richtung Flüchtlingspolitik hatte sich der Vorsitzender des CDU des Kyffhäuserkreises erst in dieser Woche deutlich geäußert: "Insbesondere die Festlegung der Gesamtzahl der Aufnahmen auf max. 200.000 Personen/Jahr ist ein wichtiges Signal. Dieses soll insbesondere durch die weitere Aussetzung des Familiennachzuges, der Aufrechterhaltung der Grenzkontrollen sowie einer Verstärkung der Anstrengungen zur Zurückführung vollziehbarer Ausreisepflichtiger erfolgen. Für alle Neu Ankommenden werden Entscheidungs- und Rückführungszentren eingerichtet. Die Asylbewerber verbleiben dort bis zur Entscheidung Ihres Antrages. Aus Sicht der CDU Kyffhäuserkreis sind dies Mindestbedingungen, die sich in einem zukünftigen Koalitionsvertrag wiederfinden müssen."
Peter-Stefan Greiner
Wir haben hier meist den Konjunktiv verwendet, da es - zumindest für die nnz - keine Einladung zu diesem Parteitag gab. Die Informationen beruhen auf Gesprächen mit Delegierten.
Autor: redIm Sachswerfer Handwagen sollten die Christdemokraten des Landkreises Nordhausen einen neuen Kreisvorstand wählen. Vor allem sollte der in seiner Zusammensetzung verjüngt werden. Dazu kam es auch, außer: der bisherige Kreisvorsitzende ist auch der neue: Christoph Zyrus, der mit 97 Prozent in seinem Amt bestätigt wurde.
Die neue 1. Stellvertreterin ist der christdemokratische Shootingstar Carolin Gerbothe. Danach sei es spannend geworden, denn Egon Primas verzichtete auf seine Kandidatur und machte per eigenem Vorschlag den Weg frei für Karola Kleofas, die jedoch gegen einen Kandidaten aus Ellrich knapp unterlag.
Also musste Stefan Nüßle auf seine Kandidatur verzichten und den Weg für Frau Kleofas freimachen. Die bekam mit Tobias Ostmann von der Jungen Union wieder einen Gegenkandidaten, konnte sich aber im Wahlgang durchsetzen.
In den Diskussionen soll - so berichten Beobachter - eine massive Kritik an der Bundespolitik der eigenen Partei deutlich geworden sein. Vor allem in der Flüchtlingspolitik. Insgesamt habe sich die Politik von Angela Merkel sehr weit von der eigenen Basis entfernt. Die Politik in Berlin habe die Zeichen der Parteibasis nicht erhört oder nicht erhören wollen, sagten mehrere Redner. Die Quittung für diese Politik habe der 24. September geliefert.
Als Gast beteiligte sich Jens Krautwurst, der eine Unvereinbarkeit in vielen Positionen zwischen der CDU und den Grünen im Bund sieht. In Richtung Flüchtlingspolitik hatte sich der Vorsitzender des CDU des Kyffhäuserkreises erst in dieser Woche deutlich geäußert: "Insbesondere die Festlegung der Gesamtzahl der Aufnahmen auf max. 200.000 Personen/Jahr ist ein wichtiges Signal. Dieses soll insbesondere durch die weitere Aussetzung des Familiennachzuges, der Aufrechterhaltung der Grenzkontrollen sowie einer Verstärkung der Anstrengungen zur Zurückführung vollziehbarer Ausreisepflichtiger erfolgen. Für alle Neu Ankommenden werden Entscheidungs- und Rückführungszentren eingerichtet. Die Asylbewerber verbleiben dort bis zur Entscheidung Ihres Antrages. Aus Sicht der CDU Kyffhäuserkreis sind dies Mindestbedingungen, die sich in einem zukünftigen Koalitionsvertrag wiederfinden müssen."
Peter-Stefan Greiner
Wir haben hier meist den Konjunktiv verwendet, da es - zumindest für die nnz - keine Einladung zu diesem Parteitag gab. Die Informationen beruhen auf Gesprächen mit Delegierten.
