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Ehrung für sportliche Schulen

Sportlichste Schulen ausgezeichnet

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 16:30 Uhr
Anfang September wurde das Nordhäuser Herder Gymnasium in Erfurt als „Bewegungsfreundlichste Schule des Landes Thüringen“ ausgezeichnet. Aber auch andere Schulen aus dem Südhharz gaben sich alle Mühe, ihren Schülerinnen und Schülern ausreichend Bewegung zu verschaffen. Für ihr Engangement und ihre Erfolge sollten heute vier Schulen ausgezeichnet werden, passende Präsente inklusive...

Bewegte Schulen im Landkreis ausgezeichnet (Foto: Lea Vins) Bewegte Schulen im Landkreis ausgezeichnet (Foto: Lea Vins)

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hatte für das Schuljahr 2016/2017 wieder den Wettbewerb „Bewegungsfreundliche Schule“ ausgeschrieben. Wer sich bewarb, der musste zeigen das seine Schülerinnen und Schüler sich nicht nur im Sportunterricht rege bewegen, sondern ihnen auch im weiteren Unterricht und nach Schulschluss nicht die Glieder schlapp werden.

Der Wettbewerb befasse sich mit dem gesamten Prozess an einer Schule, sagte Werner Hütcher, Schulsportkoordinator im Landkreis. Sowohl im Unterricht wie auch in den Pausen, bei Projekttagen und anderen außerschulischen Aktivitäten soll die Bewegung nicht zu kurz kommen. "Sport ist nicht nur physiologisch wichtig für Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer", sagte Hütcher, wer sportlich aktiv sei, der könne auch besser lernen und sei allgemein leistungsfähiger. "Der Sport leistet hier einen ungemein wichtigen Beitrag", meinte der Schulsportkoordinator.

Den Wettbewerb gibt es schon länger, seit zwei Jahren erlebe man aber wieder eine deutliche Intensivierung von Seiten des Ministeriums, erklärte Hütcher, ein positiver Trend den er auch in der Nordhäuser Politik beobachte. Im Wahlkampf hätten die Sportstätten und die Unterstützung der Vereine eine wichtige Rolle gespielt. Positive Signale in Sachen Sport gebe es zudem aus Bleicherode wie auch aus Ellrich und in Nordhausen sollen die Außensportanlagen der Käthe-Kollwitz-Schule nach 20 Jahren wieder hergerichtet werden.

"Da passiert wirklich was", meinte Hütcher, es sind aber nicht allein die Möglichkeiten Sport zu treiben, die wichtig sind, es muss auch der Wille da sein. Außerordentliche Bemühungen um Bewegung und Sport haben auch die vier Schulen des Landkreises gezeigt, die sich mit ihren Ideen für den Wettbewerb "Bewegte Schule" beworben hatten.

Anfang September war klar: die Bewegungsfreundlichste Schule des Freistaates ist in diesem Jahr das Herder Gymnasium Nordhausen. Durchgesetzt hatte man sich gegen zehn andere Schulen aus dem Freistaat, 25 Seiten war die Bewerbung lang, berichtete Christian Hein, Sportlehrer am Herder Gymnasium.

Und verdient hat man sich den Titel alle mal, hört man den Ausführugen des Sportlehrers zu. Elf "Bewegungsfelder" gibt es an der Schule, dazu gehören Arbeitsgruppen zu Trendsportarten wie die "Parcour AG" oder auch klassische Angebote wie Volleyball. Man versuche die Interessensgebiete der Schüler abzudecken, "wenn die Schüler ihre Freizeit opfern und in der Schule bleiben dann ist das ein gutes Zeichen", sagte Hein.

Christoph Hein berichtete von den Elf "Bewegungsstationen" am Herder Gymnasium (Foto: Lea Vins) Christoph Hein berichtete von den Elf "Bewegungsstationen" am Herder Gymnasium (Foto: Lea Vins)

Zudem haben die Schülerinnen und Schüler an insgesamt 35 Wettbewerben im vergangenen Jahr teilgenommen. Manchmal sei man schon auf Kreisebene gescheitert, manchmal habe man es bis ins Landesfinale gebracht, erzählte Hein, bis nach Berlin zum Bundesfinale will er es mit seinen Sportlern noch schaffen. Weiteres "Bewegungsfeld": Sport am anderen Ort. Raus aus der Turnhalle und ausgefallenes ausprobieren heißt es dann, etwa auf dem Surfbrett. Als Wahlpflichtfach können die Herderschüler auch "Aktiv und Gesund" wählen, zwei Jahre lang beschäftigen sich die Kinder dann mit Sport, Bewegung und gesundem Leben. Highlight ist eine einwöchige Fahrt ins Outdoorcamp. Dahin geht es freilich nicht mit Bus oder Bahn, sondern mit dem Fahrrad, auf einer Strecke von 80 Kilometern. Vor Ort stehen Wettkämpfe auf dem Wasser in Kanu oder Kajak an.

Gute sportliche Leistungen müssten zudem auch entsprechend gewürdigt werden. Diejenigen, die in und außerhalb der Schule ihr Haus mit guten Leistungen vertreten haben, die werden am Herder Gymnasium als "Sportsterne" geehrt und an der Decke über dem Eingangsbereich der Schule gewürdigt.

Der Preis sei auch ein Dank an die Schüler, Lehrer und Eltern gewesen, sagte Schulleiter König, aber auch eine Anerkennung für die Arbeit, die über viele jahre geleistet worden sei.

Am Wettbewerb beteiligten sich auch die Grundschule am Förstemannweg, sowie die beiden Bleicheröder Schulen. Im Landeswettbewerb erntet am Ende nur einer die Lorbeeren, die Ehrung der Schulen sollte man aber nicht allein dem Ministerium überlassen, sagte Stefan Nüßle, erster Beigeordneter des Landkreises. Es sei schön das dieses Engangement auch vor Ort gewürdigt werde, so Nüßle weiter, "die Schulen legen aus sich heraus an sich selbst diesen Maßstab an. Da steckt viel Arbeit dahinter."

Bewegte Schulen im Landkreis ausgezeichnet (Foto: Lea Vins) Bewegte Schulen im Landkreis ausgezeichnet (Foto: Lea Vins)

Das Schillergymnasium in Bleicherode etwa halte seine Schülerschaft "Sommers wie Winters" dazu an, sich ordentlich auszutoben. An grauen Wintertagen sorgt, sehr zur Freude der Schüler, eine Schneeballwand auf dem Schulgelände für Abwechslung. Außerdem werden auch hier verschieden AG's angeboten. Materiell gut ausgestattet sei man auch dank der beständigen Unterstützung des Schulfördervereins und der Lehrerschaft, berichteten Antonia Pein und Lennart Czosygka am Nachmittag in den Räumen der Kreissparkasse Nordhausen.

Denn zum Dank für ihr Engagement sollten die Schulen heute auch meh als warme Worte erhalten. Als langjähriger Unterstützer des Schulsports ließ sich das Geldhaus nicht lange bitten und spendete mehrere Sätze Hand- und Volleybälle im Gesamtwert von 1.000 Euro als verdienten Lohn für den Einsatz rund um Sport und Fitness.
Angelo Glashagel
Autor: red

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