Wie geht es weiter mit Theuerkauf?
Freitag, 17. August 2001, 13:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Am nächsten Dienstag stehen im Kreistag die Wahlen der beiden Beigeordneten an. Klar scheint zu sein, dass die Sozialdemokraten Matthias Jendricke (SPD) für den ersten Beigeordneten vorschlagen werden und die PDS für den
zweiten Loni Grünwald (PDS) ins Rennen schicken wird. Was passiert mit einem der anderen SPD-Kandidaten, mit Winfried Theuerkauf?
Beide Kandidaten haben aufgrund der Stimmenverhältnisse im Kreistag, gute Chancen gewählt zu werden. Ebenfalls im Gespräch war noch Winfried Theuerkauf (SPD), allerdings hat dieser seine Bewerbung zurückgezogen. Er freut sich als ehrenamtlicher Beigeordneter auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen, sagte Theuerkauf auf Nachfrage.
Die SPD hat in ihrer gestrigen Fraktionssitzung schon mal zur Probe abgestimmt. Dabei erhielt Jendricke einstimmig die Unterstützung seiner Fraktionskollegen. "Neben der Leitung der entsprechenden Dezernate sollen die kommenden Beigeordneten auch die Informationspolitik in Richtung Kreistag verbessern", wünschte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Becker. Landrat Joachim Claus (CDU) hatte es in der vergangenen Zeit zu wenig verstanden, sich bei wichtigen Vorhaben mit den drei Fraktionen des Kreistages abzustimmen und war dadurch immer wieder in Kritik geraten.
Becker sieht die Wahlen der Beigeordneten auch als Neuanfang für die Zusammenarbeit mit der CDU an, da dann schließlich alle Parteien des Kreistages an den Entscheidungsstrukturen beteiligt werden. "Ich denke, dies sehen mittlerweile auch die meisten in der CDU-Fraktion so", erklärte Becker. "Nur ein paar unverbesserliche Christdemokraten haben wohl in der vergangenen Zeit noch einmal den Versuch unternommen, einzelne Mitarbeiter der Kreisverwaltung anzusprechen, um diese zur Konkurrentenklage zu bewegen. Die Rede ist von Bernd Liesegang und Mathias Ehrhold. Aber da diese Möglichkeit vom Richter des Oberverwaltungsgerichtes als aussichtslos abgetan wurde, sieht Becker derzeit keine Probleme im Nachgang der Wahlen aufziehen.
Mit einem Wisch hat sich nach der Fraktionssitzung nun die Kandidatur von Winfried Theuerkauf erledigt. In der nnz wurde der Sozialdemokrat seit langem als Ersatzmann für Jendricke gehandelt (siehe hierzu auch im Archiv). Ob Landrat Joachim Claus (CDU) seinen ehrenamtlichen Beigeordneten nun noch vorschlagen wird, bleibt abzuwarten. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden ist dieser Schritt keine Überraschung. Egon Primas, frisch erholt aus seinem Türkei-Urlaub zurück, sagte bereits gestern der nnz, dass Theuerkauf bei einen derartigen Rückzug politischen Schaden nehmen werde. Man könne sich als ehrenamtlicher Beigeordneter nicht mal nur so einfach bewerben, und dann wieder zurückziehen. Primas sieht der Wahl am kommenden Dienstag mit großer Gelassenheit entgegen (wie schon vor einem Jahr), rechnet aber mit Konkurrentenklagen.
Autor: nnzzweiten Loni Grünwald (PDS) ins Rennen schicken wird. Was passiert mit einem der anderen SPD-Kandidaten, mit Winfried Theuerkauf?
Beide Kandidaten haben aufgrund der Stimmenverhältnisse im Kreistag, gute Chancen gewählt zu werden. Ebenfalls im Gespräch war noch Winfried Theuerkauf (SPD), allerdings hat dieser seine Bewerbung zurückgezogen. Er freut sich als ehrenamtlicher Beigeordneter auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen, sagte Theuerkauf auf Nachfrage.
Die SPD hat in ihrer gestrigen Fraktionssitzung schon mal zur Probe abgestimmt. Dabei erhielt Jendricke einstimmig die Unterstützung seiner Fraktionskollegen. "Neben der Leitung der entsprechenden Dezernate sollen die kommenden Beigeordneten auch die Informationspolitik in Richtung Kreistag verbessern", wünschte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Becker. Landrat Joachim Claus (CDU) hatte es in der vergangenen Zeit zu wenig verstanden, sich bei wichtigen Vorhaben mit den drei Fraktionen des Kreistages abzustimmen und war dadurch immer wieder in Kritik geraten.
Becker sieht die Wahlen der Beigeordneten auch als Neuanfang für die Zusammenarbeit mit der CDU an, da dann schließlich alle Parteien des Kreistages an den Entscheidungsstrukturen beteiligt werden. "Ich denke, dies sehen mittlerweile auch die meisten in der CDU-Fraktion so", erklärte Becker. "Nur ein paar unverbesserliche Christdemokraten haben wohl in der vergangenen Zeit noch einmal den Versuch unternommen, einzelne Mitarbeiter der Kreisverwaltung anzusprechen, um diese zur Konkurrentenklage zu bewegen. Die Rede ist von Bernd Liesegang und Mathias Ehrhold. Aber da diese Möglichkeit vom Richter des Oberverwaltungsgerichtes als aussichtslos abgetan wurde, sieht Becker derzeit keine Probleme im Nachgang der Wahlen aufziehen.
Mit einem Wisch hat sich nach der Fraktionssitzung nun die Kandidatur von Winfried Theuerkauf erledigt. In der nnz wurde der Sozialdemokrat seit langem als Ersatzmann für Jendricke gehandelt (siehe hierzu auch im Archiv). Ob Landrat Joachim Claus (CDU) seinen ehrenamtlichen Beigeordneten nun noch vorschlagen wird, bleibt abzuwarten. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden ist dieser Schritt keine Überraschung. Egon Primas, frisch erholt aus seinem Türkei-Urlaub zurück, sagte bereits gestern der nnz, dass Theuerkauf bei einen derartigen Rückzug politischen Schaden nehmen werde. Man könne sich als ehrenamtlicher Beigeordneter nicht mal nur so einfach bewerben, und dann wieder zurückziehen. Primas sieht der Wahl am kommenden Dienstag mit großer Gelassenheit entgegen (wie schon vor einem Jahr), rechnet aber mit Konkurrentenklagen.
