nnz-online
Neues Heimatbuch von Silvia und Tim Schäfer,

„Am wilden Harztor- im hohen Norden Thüringens“

Sonntag, 01. Oktober 2017, 14:29 Uhr
Es ist ein neues Buch der Heimat am Harztor. Eine Hommage der Autoren an die Region Südharz. Erschienen, mit dem Titel: „Am wilden Harztor- im hohen Norden Thüringens“ (Verlag tredition, Hamburg) Gemeinschaftliche Autoren sind Silvia und Tim Schäfer aus Harztor...


Beide Autoren sind Harztorwanderfreunde. Beruflich sind Silvia freiberuflich als Steuerberaterin in Nordhausen und Tim unternehmerisch tätig. Das Buch ist besonders für Senioren gedacht, die die tollen Wanderziele am Harztor nicht mehr erreichen können.

Die Autoren beschreiben auf 64 Seiten mit 74 Abbildungen und inklusive 2 alten, historischen Plänen von 1890 das weithin unbekannte, wilde Harztor. Als noch einen letzten touristischen Geheimtipp in Deutschland. Hier gibt es beste Möglichkeiten zum Wandern, Biken oder einfach nur zum Genießen der Landschaft oder der Wälder. Hier gibt es wilde Natur. Gipskarst.

Baumriesen. Harz- und südliches Harzvorland, Burgruinen, Tagebaue, Stollen und Lange Wand. Das sind großartige Kontraste und Reize, die heutzutage wiederentdeckt werden. Bevorzugt im Kurzurlaub und individuell, was eindrucksvoll bebildert gezeigt werden soll. Dazu wurden alte Originalaufnahmen und Ortsuntersuchungen von 1890 zum Faciusgraben bei Niedersachswerfen sowie zu den beiden Harzburgen bei Ilfeld/Braunsteinhaus aufgenommen. Nicht zuletzt, mit 4 Bildern von Andreas Levi aus Nordhausen.

Bei Niedersachwerfen finden sich Almen und Köpfe am Kohnstein, dann der Mühlberg mit Faciusgraben und dem Bezug zu Bonifatius, dem Apostel der Deutschen. Der Überlieferung nach war Bonifatius sehr agil. Er predigte nachweislich um 720 auch im heutigen Harztor in Thüringen. Es ist nach Meinung des Autors gar nicht so sehr unwahrscheinlich, dass dieser tatsächlich mit seinem Gefolge auf der alten Wallburg Schutz suchte.

Bemerkenswert wäre, dass Bonifatius ja mit der Gründung des Bistum Erfurt in Verbindung steht, was auf 740 datiert wird. War also Ilfeld und Niedersachswerfen 20 Jahre Erfurt voraus? Anhand eines alten Planes von 1890 wird die Anlage Wallburg Faciusgraben beschriebe.

Cover (Foto: Verlag) Der Tanzteich am Fuße desselben ist sagenumwoben und traumhaft schön. Auch mündet das Harztor prägende Harzflüsschen Bere bei Niedersachswerfen idyllisch in die Zorge. Niedersachswerfen ist auch in Amerika bekannt für die Raketen wie die A4 oder die Fieseler V1, als ein. Beitrag zur Raumfahrt, die im Kohnstein unter massivem Zwangsarbeitereinsatz in Fliessserie produziert und entwickelt worden sind (KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora).

Ilfeld mit Wiegersdorf, Sophienhof und Netzkater. Die Bielsteine sind ein herrlicher Aussichtspunkt und ein uralter, heidnischer Glaubensort der Vorfahren. Fischbach- und Kleines Bodetal sind beliebte Wanderziele oder Durchgangswege mit Erlebnispotenzial. Die natürliche und durch den Menschen beeinflusste Umgebung ist reizvoll und beliebt.

Nähe Braunsteinhaus werden die beiden alten Harzburgen anhand auch eines alten Grundrisses von 1890 beschrieben. Eindrucksvoll zeigt das Bergwerk Lange Wand wie schmal die Übergänge zum Zechstein sind, im nahen Ochsenloch findet sich bereits Gips. Natürlich ist die Harzquerbahn (HSB Harzer Schmalspurbahn) ein touristisches Kleinod.

Insbesondere für Harztor, denn mit 10 Haltestellen wird einerseits im Nahverkehr und andererseits mit Dampflokomotiven bis zum Brocken ein breites Angebot unterhalten. Netzkater mit dem Rabensteiner Stollen, das Naturschutzgebiet Brandesbachtal und das Hufhaus sind weithin bekannt. Spektakulär ist der Dreiländerblick. Vom Harzklub prima gepflegt, mit Beretal, Brandesbachtal, Schuppenbach/Kaltes Tal.

Ein besonderes Highlight ist der Panoramablick vom Poppenturm. Bahnhof Eisfelder Talmühle selbst ist Übergang zur Selketalbahn, hier kann man also auch schon einmal zwei unterschiedliche Dampflokomotiven in Ihrer An- oder Ausfahrt „schnaufen“ sehen.

Sophienhof ist vielleicht der harztypischste Ort in Harztor, der noch dazu besondere lukullische Genüsse wie Ziegeneis oder Bier vom Braugasthof bietet. Hier kann man sich prima vom Wandern erholen oder einfach auch nur erleben und die Ruhe im Wald genießen.
Über die alte Heerstraße, den König- und Kaiserweg und teils auch über die Alte Poststraße kann man die Dreiherrensteine oder gleich mehrere Dreiländerecke erwandern. Gut auch vom Hufhaus (Gastronomie, Angebot Kutschfahrten) aus. So wie die Geschichte fortging, gab es zudem mehrere Drei-Länder-Ecke, zum Herzogtum Braunschweig oder Anhalt, den Königreichen Hannover oder Preußen. Viele Wanderwege führen am Harztor auch in das benachbarte Neustadt. Dem Kurort mit der überragenden Burgruine. Nicht zuletzt auch mit guter Gastlichkeit und Einkehr beim Burgwirt oder im Ort mit seinen Hotels und dem Ratskeller.

Das Buch ist auch für diejenigen gedacht, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, um die teils ordentlich ansteigenden Wege zu erwandern, um die atemberaubend schönen Plätze am Harztor selbst noch einmal sehen zu können. Aber auch als Heimaterinnerung und für unsere Senioren. Hauptsächlich aber als Geheimtipp für einen Kurzurlaub, wie er in Deutschland seinesgleichen suchen wird.

Das Buch (ISBN) ist als Paperpack (978-3-7439-6413-6), Hardcover (978-3-7439-6414-3) auch digital als e-book (978-3-7439-6415-0) im Buchhandel oder über Amazon erhältlich.
Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2019 nnz-online.de