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Mit der Volkshochschule auf Tour
Freitag, 29. September 2017, 11:39 Uhr
So wie im Programmheft verankert führte die diesjährige viertägige Bildungsreise der Kreisvolkshochschule Nordhausen mit unternehmungslustigen und wissbegierigen Seniorinnen und Senioren in den äußersten Norden Deutschlands. Helmuth Marold berichtet...
Mit der VHS auf Tour (Foto: privat)
Auf der Agenda stehen bei diesen Touren immer Ziele, die andere Reiseunternehmen in der Regel nicht anbieten. Für drei Übernachtungen checkte die Reisegruppe in einem modernen Hotel in Kiel ein. Auf dem Weg dorthin wurde aber erst einmal in Bad Segeberg Station gemacht.
Der berühmte Kalkberg wurde bestiegen und in der Höhle erhielten wir eine Einführung in die Welt der Fledermäuse. Vom Gipfel hatten wir einen schönen Blick in das angrenzende Freilichttheater, nur Winnetou war nicht zu entdecken.
Die Landeshauptstadt Kiel an der gleichnamigen Förde war nun Ausgangspunkt für die Tagestouren nach Rendsburg und Flensburg. Hiesige Stadtführer vermittelten uns anschaulich die Historie, die besondere Architektur und auch das gesellschaftliche Leben in allen drei Städten. Von im letzten Krieg stark zerstörtem Kiel erfuhren wir, dass schon früher auf Betreiben Lübecks für fünfhundert Jahre der Status einer Hansestadt aberkannt wurde. Im nächsten Jahr wäre diese Zeit verstrichen und dann müssten auch die Autokennzeichen auf HKI umgeschrieben werden.
Natürlich führte die Bustour auch nach Laboe an die Mündung der Förde in die Ostsee. Emotional berührte uns der Besuch des Marine-Ehrenmals, der Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren. Zu tiefst bewegte uns die unübersehbare Zahl plastisch dargestellter gesunkener Schiffe beider Weltkriege in Gedenken der hunderttausenden gefallenen meist jungen Matrosen.
Eine Schifffahrt entlang der gesamten Förde gehörte natürlich auch zum Programm und an der meist befahrenen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, wurde die gewaltige Eisenbahnbrücke in Rendsburg mit den vorbeifahrenden Ozeanriesen bestaunt. Die in Deutschland einmalige Schwebefähre konnten wir leider nicht benutzen, da sie im vorigen Jahr bei einer Schiffskollision stark beschädigt wurde.
Auf der Rückfahrt von Flensburg wurde in Gottdorf ein Zwischenstopp eingelegt. Das hiesige Schloss entwickelte sich im 17. Jh. unter Schleswigs Herzog Friedrich III. zu einem der bedeutendsten Fürstenhöfe der Epoche. Es galt als eines der kulturellen Zentren Nordeuropas und der Gottorfer Riesenglobus mit einem Durchmesser von drei Metern war europaweit berühmt. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, durch eine kleine Luke zu steigen und die Weltkugel mit den Sternbildern am Firmament einmal von Innen zu betrachten.
Bald nahte schon die Heimreise, natürlich mit einem Zwischenstopp in der Königin der Hanse in Lübeck. Bei einer Führung durch die historische Innenstadt bekamen wir einen Einblick in die grandiose Geschichte der Handelsmetropole des Mittelalters.
Bei einem anschließenden Besuch im Café Niederegger wurde uns der Tag versüßt und wir bekamen noch eine anschauliche Einführung in die Marzipanherstellung.
Diese schöne und erlebnisreiche Bildungsreise ging viel zu schnell zu Ende, zumal die guten und reichlichen Speisen in besonders ausgesuchten Gaststätten zusätzlich für gute Stimmung sorgten und das Wetter auch hielt, was es versprach.
So gilt ein besonderer Dank der ganzen Truppe an den Direktor der Volkshochschule, Herrn Tölle, für die ausgezeichnete Organisation und an Herrn Keitel für eine stets sichere Fahrweise.
Helmuth Marold, Nordhausen
Mit der VHS auf Tour (Foto: privat)
Auf der Agenda stehen bei diesen Touren immer Ziele, die andere Reiseunternehmen in der Regel nicht anbieten. Für drei Übernachtungen checkte die Reisegruppe in einem modernen Hotel in Kiel ein. Auf dem Weg dorthin wurde aber erst einmal in Bad Segeberg Station gemacht.
Der berühmte Kalkberg wurde bestiegen und in der Höhle erhielten wir eine Einführung in die Welt der Fledermäuse. Vom Gipfel hatten wir einen schönen Blick in das angrenzende Freilichttheater, nur Winnetou war nicht zu entdecken.
Die Landeshauptstadt Kiel an der gleichnamigen Förde war nun Ausgangspunkt für die Tagestouren nach Rendsburg und Flensburg. Hiesige Stadtführer vermittelten uns anschaulich die Historie, die besondere Architektur und auch das gesellschaftliche Leben in allen drei Städten. Von im letzten Krieg stark zerstörtem Kiel erfuhren wir, dass schon früher auf Betreiben Lübecks für fünfhundert Jahre der Status einer Hansestadt aberkannt wurde. Im nächsten Jahr wäre diese Zeit verstrichen und dann müssten auch die Autokennzeichen auf HKI umgeschrieben werden.
Natürlich führte die Bustour auch nach Laboe an die Mündung der Förde in die Ostsee. Emotional berührte uns der Besuch des Marine-Ehrenmals, der Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren. Zu tiefst bewegte uns die unübersehbare Zahl plastisch dargestellter gesunkener Schiffe beider Weltkriege in Gedenken der hunderttausenden gefallenen meist jungen Matrosen.
Eine Schifffahrt entlang der gesamten Förde gehörte natürlich auch zum Programm und an der meist befahrenen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, wurde die gewaltige Eisenbahnbrücke in Rendsburg mit den vorbeifahrenden Ozeanriesen bestaunt. Die in Deutschland einmalige Schwebefähre konnten wir leider nicht benutzen, da sie im vorigen Jahr bei einer Schiffskollision stark beschädigt wurde.
Auf der Rückfahrt von Flensburg wurde in Gottdorf ein Zwischenstopp eingelegt. Das hiesige Schloss entwickelte sich im 17. Jh. unter Schleswigs Herzog Friedrich III. zu einem der bedeutendsten Fürstenhöfe der Epoche. Es galt als eines der kulturellen Zentren Nordeuropas und der Gottorfer Riesenglobus mit einem Durchmesser von drei Metern war europaweit berühmt. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, durch eine kleine Luke zu steigen und die Weltkugel mit den Sternbildern am Firmament einmal von Innen zu betrachten.
Bald nahte schon die Heimreise, natürlich mit einem Zwischenstopp in der Königin der Hanse in Lübeck. Bei einer Führung durch die historische Innenstadt bekamen wir einen Einblick in die grandiose Geschichte der Handelsmetropole des Mittelalters.
Bei einem anschließenden Besuch im Café Niederegger wurde uns der Tag versüßt und wir bekamen noch eine anschauliche Einführung in die Marzipanherstellung.
Diese schöne und erlebnisreiche Bildungsreise ging viel zu schnell zu Ende, zumal die guten und reichlichen Speisen in besonders ausgesuchten Gaststätten zusätzlich für gute Stimmung sorgten und das Wetter auch hielt, was es versprach.
So gilt ein besonderer Dank der ganzen Truppe an den Direktor der Volkshochschule, Herrn Tölle, für die ausgezeichnete Organisation und an Herrn Keitel für eine stets sichere Fahrweise.
Helmuth Marold, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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