Die Unverwüstlichen
Dienstag, 02. November 2004, 08:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf dem Nordhäuser Rathausplatz trafen sich auch gestern Abend wieder NordhäuserInnen zum Protest gegen Hartz IV und der Agenda 2010. Es war eine jener Montagsdemos, die der unvereingenommene Beobachter in den letzten Wochen stets vor Augen hatte.
Längst ist der Flair der Aufbruchstimmung dem Trotz gewichen, nicht aufgeben zu wollen. Redlich mühte sich auch diesmal wieder das Organisationskomitee mit Diskussionsbeiträgen die Stimmung der Teilnehmer aufzubrechen, wo selbst Frontmann Nagel vom Organisationskomitee zunehmend Schwierigkeiten hatte, Schwung in die Teilnehmer zu bringen.
In den vergangenen 15 Wochen wurde vieles zum Thema gesagt, haben sich Menschen unterschiedlichster Lebenserfahrungen und Ängsten zu Wort gemeldet. Es scheint der Punkt erreicht zu sein, wo Worte, tausendmal wiederholt, keine Effekte mehr erheischen. Aber, ein Aufgeben wäre an dieser Stelle für die Macher wohl auch ein wenig wie Verrat. Verrat am eigenen und am Anspruch der Teilnehmer. 160 Menschen, wie heute, würden noch enttäuschter von Dannen ziehen, wenn Montags das Organisationskomitee nicht mit den Vorbereitungen der Demonstration beginnen würde.
Im Mittelpunkt seiner Wochenchronik stellte Nagel die Auswertung der am Wochenende stattgefundenen Parteitage der PDS, der Thüringer SPD und der NPD. Die PDS verabschiedete zwar auf der einen Seite eine Agenda 2006, betonte aber auf der anderen Seite, dass sie dort, wo sie mit regiere, an der Umsetzung der Hartz IV Gesetze gebunden sei. Sie wolle aber diesen Weg aber sozial verdräglich
gestalten.
Diesen Widerspruch, so Nagel, könne diese Partei nicht lösen. In Magdeburg gründete sich eine Partei "Freie Bürger für soziale Gerechtigkeit". Für Nagel nochmals Anlass mit scharfen Worten die Teilung linker Kräfte in Parteien und Gruppierungen zu kritisieren. "Während sich die Nazis fomieren, haben linke Kräfte keine anderen Ideen, als sich zu spalten", so sein Fazit.
Autor: nnzLängst ist der Flair der Aufbruchstimmung dem Trotz gewichen, nicht aufgeben zu wollen. Redlich mühte sich auch diesmal wieder das Organisationskomitee mit Diskussionsbeiträgen die Stimmung der Teilnehmer aufzubrechen, wo selbst Frontmann Nagel vom Organisationskomitee zunehmend Schwierigkeiten hatte, Schwung in die Teilnehmer zu bringen.
In den vergangenen 15 Wochen wurde vieles zum Thema gesagt, haben sich Menschen unterschiedlichster Lebenserfahrungen und Ängsten zu Wort gemeldet. Es scheint der Punkt erreicht zu sein, wo Worte, tausendmal wiederholt, keine Effekte mehr erheischen. Aber, ein Aufgeben wäre an dieser Stelle für die Macher wohl auch ein wenig wie Verrat. Verrat am eigenen und am Anspruch der Teilnehmer. 160 Menschen, wie heute, würden noch enttäuschter von Dannen ziehen, wenn Montags das Organisationskomitee nicht mit den Vorbereitungen der Demonstration beginnen würde.
Im Mittelpunkt seiner Wochenchronik stellte Nagel die Auswertung der am Wochenende stattgefundenen Parteitage der PDS, der Thüringer SPD und der NPD. Die PDS verabschiedete zwar auf der einen Seite eine Agenda 2006, betonte aber auf der anderen Seite, dass sie dort, wo sie mit regiere, an der Umsetzung der Hartz IV Gesetze gebunden sei. Sie wolle aber diesen Weg aber sozial verdräglich
gestalten.
Diesen Widerspruch, so Nagel, könne diese Partei nicht lösen. In Magdeburg gründete sich eine Partei "Freie Bürger für soziale Gerechtigkeit". Für Nagel nochmals Anlass mit scharfen Worten die Teilung linker Kräfte in Parteien und Gruppierungen zu kritisieren. "Während sich die Nazis fomieren, haben linke Kräfte keine anderen Ideen, als sich zu spalten", so sein Fazit.
