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Gäste aus New York

Montag, 01. November 2004, 13:23 Uhr
Nordhausen Das 21. Nordhäuser Jazzfest macht es möglich, dass neben Künstlern aus Afrika, Asien und Europa auch amerikanische Musiker aufspielen. Und die versprechen am Donnerstag im Tabakspeicher ein ganz besonderes Konzert.


Die New Yorker Band Gebhard Ullmann Basement Research zeigt am Donnerstag, 4.11. im Nordhäuser Tabakspeicher, dass eine freie Spielweise nach wie vor einen bedeutenden Beitrag zum modernen Jazz leisten kann. Dieses Konzert markiert einen Höhepunkt des 21. Nordhäuser Jazzfestes und verspricht hoch interessant zu werden.

Basement Research – Grundlagenforschung: Der Berliner Ullmann will aber nicht nur sein derzeit bevorzugtes Instrument, die Bassklarinette, erforschen. Offensichtlich geht es um mehr: die Frage nach verbleibenden Regeln und Grenzen der Musik am Ende des 20. Jahrhunderts. Mit Tony Malaby steht ihm am Tenorsaxophon ein Mitstreiter zur Seite, mit dem er gemeinsam forscht, wie weit es möglich ist, Spannungen so zu gestalten, dass sie ein höchstmögliches Maß an Freiheit mit einem ebensolchen Maß an Harmonie verbinden.

Das läuft ineinander, auseinander, scheint zuweilen in Einzelmeditationen zu verbleiben, findet sich wieder zusammen. Bei aller Freiheit bleiben Harmonie und rhythmische Geschlossenheit immer erhalten, intensiv aufeinander abgestimmt, so dass nie ein Zweifel an der Folgerichtigkeit aufkommt. Da verwischen sich Grenzen zwischen Jazz und Neuer Musik, zwischen Ost und West, Innen und Außen, Klang und Geräusch in der Magie des Augenblicks.

Für die große JazzRabazz-Nacht am 13.11. im Stadttheater läuft der Kartenvorverkauf im Theater auf Hochtouren. Jenny Gröllmann und Gunter Schoß bestreiten um 19.30 Uhr ein Peter-Hacks-Programm auf der Bühne, ehe wieder das ganze Haus bespielt wird.
Autor: osch

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