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Weniger weniger

Montag, 01. November 2004, 10:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Immer noch schrumpft die Zahl der Thüringer. Doch dieser Schrumpfungsprozess schwächt sich ab. Das meinen jedenfalls die Statistiker und haben nachgerechnet...


Zum Stichtag 30. Juni 2004 hatte Thüringen 2 364 956 Einwohner, 1 162 847 Personen männlichen und 1 202 109 weiblichen Geschlechts. Damit verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Halbjahr 2004 Thüringens Bevölkerungszahl absolut um 8 201 Personen bzw. 0,35 Prozent. Es war aber ein um 813 Personen geringerer Verlust als im 1. Halbjahr 2003.

Der Einwohnerrückgang resultierte aus einem Wanderungsdefizit von ca. 3,7 Tausend Personen sowie einem Sterbefallüberschuss von fast 4,5 Tausend Personen. Im 1. Halbjahr 2003 waren es knapp 3,6 Tausend bzw. über 5,4 Tausend Personen. Im 1. Halbjahr 2004 gab es 8 141 Lebendgeborene sowie 12 602 Sterbefälle und den 14 523 Zuzügen nach Thüringen standen 18 258 Fortzüge über die Landesgrenzen gegenüber.

Bemerkenswert ist, dass im Vergleich zum 1. Halbjahr 2003 einerseits 200 Thüringer Babys mehr zur Welt kamen und andererseits 780 Personen weniger starben. Deshalb fiel der negative Saldo der natürlichen Bevölkerungsentwicklung, das Geburtendefizit bzw. der Sterbefallüberschuss, in den ersten sechs Monaten 2004 um 980 Personen geringer aus. Der Wanderungsverlust hat im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2003 mit 165 Personen nur geringfügig zugenommen.

Einen Wanderungsgewinn konnte in den ersten 6 Monaten vor allem die Landeshauptstadt Erfurt (+ 530) verbuchen. Leicht positiv fiel der Wanderungssaldo auch für Weimar (+ 68) und Eisenach (+ 75) aus. Die übrigen kreisfreien Städte sowie alle Landkreise meldeten in unterschiedlicher Höhe mehr Fort- als Zuzüge. Innerhalb Thüringens gab es 27 020 Umzüge.

Der Bevölkerungsschwund Thüringens betrug im 1. Halbjahr 2004 insgesamt 0,35 Prozent. Die kreisfreien Städte vereinten in ihrer Einwohnerentwicklung die positiven und die negativen Extreme des Landes (Erfurt + 0,2 Prozent, Suhl - 0,7 Prozent). Unter den Landkreisen lagen der Eichsfeldkreis mit - 0,1 Prozent und der Landkreis Gotha mit - 0,2 Prozent erwähnenswert über dem Thüringer Durchschnitt, im Gegensatz zum Altenburger Land mit unterdurchschnittlichen - 0,7 Prozent und dem Kyffhäuserkreis mit weniger als - 0,5 Prozent.
Autor: nnz

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