nnz-Forum: Gedanken und Antworten
Montag, 01. November 2004, 06:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Mitarbeiter der nnz hatte sich am Wochenende seinen Frust über das TV-Programm von der Seele geschrieben (Was verdient ein Volk?). Daraufhin meldeten sich Leser der nnz zu Wort.
Sehr geehrter Herr Greiner,
wieder einmal meldeten Sie sich in einem redaktionellen Artikel (Was verdient ein Volk) zu Wort. Wieder einmal sprechen Sie einen traurigen Fakt, nämlich das unsägliche Geschehen auf unseren Samstags- und Allertagsfernsehbildschirmen an. Und wieder höre ich diesen fast traurigen Unterton, mit dem Sie über unser teatrum mundi und seinen alltäglichen Wahnsinn berichten, heraus. Es war nicht das erste und wird wohl hoffentlich auch nicht das letzte Mal sein.
Meine Studienkommilitone und gute Freundin Simone leitet heute ein Leipziger Dokumentarfilmstudio. Seriöse Sache. Doch wenn sie manchmal berichtete, nach welchen Kriterien sich auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Filme aussuchen, da wurde mir schon ganz anders. Die Quote ist der Gott Baal des Erfolges. Fernsehleute sehen sich, so sagt sie, ihre Produkte nur noch aus professionellem Interesse an. Freiwillig zerstreut sich von denen keiner mehr vor dem Kasten. Sie haben einen guten Grund dafür, denn sie wissen, was sie da auf die Menschheit loslassen. Private oder öffentlich-rechtliche, der Unterschied ist nur noch marginal. Geboten wird hauptsächlich Entertainment, Zerstreuung, mal brunsdämlich, mal intellektueller, je nach Zielgruppe.
Für den Informations- und Bildungsauftrag, den die Medien in der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung besitzen sollten, haben die Fernsehleute nur mehr ein mitleidiges Lächeln übrig. Und warum? Auch auf diese Frage geben die Macher eine Antwort. Der Markt bezahlt die Manipulation der Menschen, grober gesagt, die Volksverdummung. Ich war baff, als ich dies aus den Mündern der Fernsehmacher hörte. Keine noch so ausgeklügelte Ideologie in der DDR und Leute vom Schlager Kurt Hagers, des Ideologiesekretärs des ZK, waren Profis hat das je geschafft, was in der mehr oder weniger spontane Wechselspiel der Marktkräfte an Manipulierbarkeit der Menschen erreicht wird.
Tja, hat das das Volk verdient? Wir haben sicherlich genau die Medien, die wir verdienen (die nnz gehört ja auch dazu). Das gute an dieser Gesellschaft ist, dass sie den Einzelnen in die Pflicht nimmt. Klar, ärgere ich mich, wenn ich Kollegen mit dem großen Boulevardblatt im Arm zur Arbeit kommen sehe, aber an mir liegt es, mich aufzuraffen, anderes zu lesen, auch wenn das richtige Arbeit bedeutet. Und es gibt gute Wochenzeitschriften, auch wenn man die in Nordhausen entweder abonnieren muss oder nur in der, noch gut bestückten, Bahnhofserkaufstelle bekommt. Anstatt mich an Samstagen vor der Glotze berieseln zu lassen, durfte ich lernen, sinnvolleres zu tun. Familie, Freunde aber auch dieses Medium hier mit seinen enormen Möglichkeiten und Informationen. Oder Kino oder DVD.
Natürlich bin ich nicht naiv, Kultur und Bildung kosten Geld und benötigen die Lebenszeit und ein soziales Umfeld, das die Partizipation an ihnen zu erlernen zulässt. Geld und Möglichkeiten werden für viele von uns immer knapper, Armut und Ausgeschlossensein von Information und Wissen liegen eng beieinander. Fernsehen ist schon jetzt eine, wenn nicht sogar die Hauptfreizeittätigkeit sozial minder bemittelter Schichten. Das ist das eigentlich gefährliche Vorzeichen an unserer derzeitigen Fernsehlandschaft. Hier widerspiegelt sich soziale Teilung und hier wird sie auch gefestigt und trainiert in einer Scheinwelt.
Fernsehen kann süchtig machen, sehnsüchtig nach der Illusion von Kommunikation, die einem das Jammertal der Gegenwart, Armut, fehlender Zugang zu Bildung und Kultur, Mangel an sozialen Kontakten und Einsamkeit vergessen und erträglich macht. Ich glaube bei Neil Postman (Wir amüsieren uns zu Tode) diese Erklärung von Fernsehen als Ersatzreligion gelesen zu haben.
Ich bin nicht ganz konsequent, den Fernseher habe ich zwar schon vor geraumer Zeit völlig legal entsorgt, aber immer noch die TV-Card im PC. Noch gibt es ja manchen Glücksgriff in der Sendelandschaft, gibt es z.B. manch Gutes bei ARTE oder 3sat. Aber auch da basteln Leute wie Stoiber ja schon herum. Gut, wenns denn hart kommt, werde ich mir die Rundfunkgebühren und den Kabelanschluss sparen müssen. Aber gute Radioprogramme gibt es mittlerweile schon im Internet und meine Zeit möchte ich auch in Zukunft sinnvoller als vor der Glotze verbringen.
Auch Ihnen, Herr Greiner, wünsche ich, dass Ihnen Ihrer Zeit nicht gereut und viel Spaß und Erfolg noch in Ihrer weiteren Arbeit, auch für uns alle.
Ihr eifriger Leser
Klaus-Uwe Koch, Nordhausen
Sehr geehrter Herr Greiner,
in Ihrem Artikel "Was verdient ein Volk?" fragen Sie, warum immer noch so viele Menschen diesen Fernsehmüll konsumieren. Die folgenden Zeilen stammen (leider) nicht von mir und sind somit wohl auch nicht zur Veröffentlichung geeignet. Der Krimi-Autor Arne Dahl (Jan Arnald) resümiert in einem seiner Bücher ("Böses Blut", Piper-Verlag) den Zustand seiner Heimat Schweden. Sie werden verblüffende Parallelen zu unserer Lebenssituation und den Versuch einer Antwort auf Ihre Frage finden, die Ihnen - da bin ich sicher - wohl selbst schon bewusst ist:
"Was war mit Schweden geschehen? Das kleine Bauernland am Polarkreis, dessen Volksbewegungen einst die erste Demokratie hervorgebracht hatten, die sich wirklich bis tief ins Volk hinein auswirkte, es aber nie befreit hatten, das sich aus den Schrecken des Zweiten Weltkrieges herausgemogelt hatte, kehrte all seine Schandtaten unter den Teppich, bekam fabelhafte Vorteile gegenüber anderen europäischen Ländern und konnte es sich leisten, selbstgerecht als Weltgewissen zu agieren, bis die Länder, die nicht von innerer Trägheit gehemmt waren, es einholten; da war nicht nur Schluss mit dem höchsten Lebensstandard der Welt, sondern auch mit dem Weltgewissen.
Eine merkwürdige, naive, deterministische Überzeugung, dass sich alles dennoch immer zum Besten fügt, führte dazu, dass man sich während der achtziger Jahre mehr als irgendein anderes Land dem internationalen Kapital auslieferte und es freier wüten ließ. Der unvermeidliche Zusammenbruch war eigentlich nur eine Fortsetzung des totalen und zielbewusst herbeigeführten Kollapses jeglicher politischen Führung durch die launischen Winde des elektronisch beflügelten Kapitals. Alle mussten für den Knall bezahlen - nur die Unternehmen nicht. Während sich das Land am Rande des Konkurses bewegte, maximierten die Großunternehmen des Landes ihre Gewinne. Die Finanzierung wurde den Privatleuten aufgebürdet, was zu Lasten des Gesundheitswesens, des Bildungswesens, der Kultur ging - zu Lasten alles auf lange Sicht Unabdingbaren.
Die kleinste Andeutung, dass die Unternehmen sich vielleicht ganz, ganz minimal daran beteiligen sollten, den Schaden zu bezahlen, den sie angerichtet hatten, rief einstimmige Drohungen hervor, ins Ausland abzuwandern. Die Bevölkerung wurde unisono dazu gezwungen, an Finanzprobleme zu denken. Die schwedische Volksseele wurde von allen Seiten bis zum Bersten mit finanziellen Überlegungen angefüllt, bis nur noch sehr, sehr kleine Räume zu füllen blieben - und darin fand sich meistens nichts anderes als Lotterien, Wetten und Scheißunterhaltung im Fernsehen. Die Liebe wurde durch idealisierte Soaps auf der einen und Kabelfernseh-Porno auf der anderen Seite ersetzt, der Hunger nach einer Form von Geistigkeit wurde mit schnell verpackten New-Age-Lösungen gesättigt, alle Musik, die die Öffentlichkeit erreichte, war maßgeschneidert für den Verkauf, die Medien stahlen die Sprache und machten sich selbst zur Norm, die Werbung stahl die Gefühle und lenkte sie von ihren wahren Objekten ab, der Drogenmissbrauch nahm kräftig zu.
Die neunziger Jahre waren für das Kapital ein Probelauf für eine Zukunft, in der Horden von Langzeitarbeitslosen in Schach gehalten werden mussten, damit sie nicht auf die Barrikaden gingen. Betäubende Unterhaltung, Drogen, die die Pflege erübrigen, ethnische Konflikte, um den Zorn in eine andere Richtung zu lenken, Genmanipulation, um zukünftigen Pflegebedarf zu minimieren, ein Ausrichten aller Kräfte auf den allmonatlichen Balanceakt des eigenen Überlebens - bedurfte es noch weiterer Druckmittel, um die durch Jahrtausende entwickelte menschliche Seele zu ruinieren? Gab es noch irgendwo gefährliches Terrain, wo ein freies, kreatives und kritisches Denken aufgehalten und umgelenkt werden konnte, bevor es Blüten trieb?"
Mit freundlichen Grüßen
Mathias Wiegleb
Sehr geehrter Herr Greiner,
wieder einmal meldeten Sie sich in einem redaktionellen Artikel (Was verdient ein Volk) zu Wort. Wieder einmal sprechen Sie einen traurigen Fakt, nämlich das unsägliche Geschehen auf unseren Samstags- und Allertagsfernsehbildschirmen an. Und wieder höre ich diesen fast traurigen Unterton, mit dem Sie über unser teatrum mundi und seinen alltäglichen Wahnsinn berichten, heraus. Es war nicht das erste und wird wohl hoffentlich auch nicht das letzte Mal sein.
Meine Studienkommilitone und gute Freundin Simone leitet heute ein Leipziger Dokumentarfilmstudio. Seriöse Sache. Doch wenn sie manchmal berichtete, nach welchen Kriterien sich auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Filme aussuchen, da wurde mir schon ganz anders. Die Quote ist der Gott Baal des Erfolges. Fernsehleute sehen sich, so sagt sie, ihre Produkte nur noch aus professionellem Interesse an. Freiwillig zerstreut sich von denen keiner mehr vor dem Kasten. Sie haben einen guten Grund dafür, denn sie wissen, was sie da auf die Menschheit loslassen. Private oder öffentlich-rechtliche, der Unterschied ist nur noch marginal. Geboten wird hauptsächlich Entertainment, Zerstreuung, mal brunsdämlich, mal intellektueller, je nach Zielgruppe.
Für den Informations- und Bildungsauftrag, den die Medien in der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung besitzen sollten, haben die Fernsehleute nur mehr ein mitleidiges Lächeln übrig. Und warum? Auch auf diese Frage geben die Macher eine Antwort. Der Markt bezahlt die Manipulation der Menschen, grober gesagt, die Volksverdummung. Ich war baff, als ich dies aus den Mündern der Fernsehmacher hörte. Keine noch so ausgeklügelte Ideologie in der DDR und Leute vom Schlager Kurt Hagers, des Ideologiesekretärs des ZK, waren Profis hat das je geschafft, was in der mehr oder weniger spontane Wechselspiel der Marktkräfte an Manipulierbarkeit der Menschen erreicht wird.
Tja, hat das das Volk verdient? Wir haben sicherlich genau die Medien, die wir verdienen (die nnz gehört ja auch dazu). Das gute an dieser Gesellschaft ist, dass sie den Einzelnen in die Pflicht nimmt. Klar, ärgere ich mich, wenn ich Kollegen mit dem großen Boulevardblatt im Arm zur Arbeit kommen sehe, aber an mir liegt es, mich aufzuraffen, anderes zu lesen, auch wenn das richtige Arbeit bedeutet. Und es gibt gute Wochenzeitschriften, auch wenn man die in Nordhausen entweder abonnieren muss oder nur in der, noch gut bestückten, Bahnhofserkaufstelle bekommt. Anstatt mich an Samstagen vor der Glotze berieseln zu lassen, durfte ich lernen, sinnvolleres zu tun. Familie, Freunde aber auch dieses Medium hier mit seinen enormen Möglichkeiten und Informationen. Oder Kino oder DVD.
Natürlich bin ich nicht naiv, Kultur und Bildung kosten Geld und benötigen die Lebenszeit und ein soziales Umfeld, das die Partizipation an ihnen zu erlernen zulässt. Geld und Möglichkeiten werden für viele von uns immer knapper, Armut und Ausgeschlossensein von Information und Wissen liegen eng beieinander. Fernsehen ist schon jetzt eine, wenn nicht sogar die Hauptfreizeittätigkeit sozial minder bemittelter Schichten. Das ist das eigentlich gefährliche Vorzeichen an unserer derzeitigen Fernsehlandschaft. Hier widerspiegelt sich soziale Teilung und hier wird sie auch gefestigt und trainiert in einer Scheinwelt.
Fernsehen kann süchtig machen, sehnsüchtig nach der Illusion von Kommunikation, die einem das Jammertal der Gegenwart, Armut, fehlender Zugang zu Bildung und Kultur, Mangel an sozialen Kontakten und Einsamkeit vergessen und erträglich macht. Ich glaube bei Neil Postman (Wir amüsieren uns zu Tode) diese Erklärung von Fernsehen als Ersatzreligion gelesen zu haben.
Ich bin nicht ganz konsequent, den Fernseher habe ich zwar schon vor geraumer Zeit völlig legal entsorgt, aber immer noch die TV-Card im PC. Noch gibt es ja manchen Glücksgriff in der Sendelandschaft, gibt es z.B. manch Gutes bei ARTE oder 3sat. Aber auch da basteln Leute wie Stoiber ja schon herum. Gut, wenns denn hart kommt, werde ich mir die Rundfunkgebühren und den Kabelanschluss sparen müssen. Aber gute Radioprogramme gibt es mittlerweile schon im Internet und meine Zeit möchte ich auch in Zukunft sinnvoller als vor der Glotze verbringen.
Auch Ihnen, Herr Greiner, wünsche ich, dass Ihnen Ihrer Zeit nicht gereut und viel Spaß und Erfolg noch in Ihrer weiteren Arbeit, auch für uns alle.
Ihr eifriger Leser
Klaus-Uwe Koch, Nordhausen
Sehr geehrter Herr Greiner,
in Ihrem Artikel "Was verdient ein Volk?" fragen Sie, warum immer noch so viele Menschen diesen Fernsehmüll konsumieren. Die folgenden Zeilen stammen (leider) nicht von mir und sind somit wohl auch nicht zur Veröffentlichung geeignet. Der Krimi-Autor Arne Dahl (Jan Arnald) resümiert in einem seiner Bücher ("Böses Blut", Piper-Verlag) den Zustand seiner Heimat Schweden. Sie werden verblüffende Parallelen zu unserer Lebenssituation und den Versuch einer Antwort auf Ihre Frage finden, die Ihnen - da bin ich sicher - wohl selbst schon bewusst ist:
"Was war mit Schweden geschehen? Das kleine Bauernland am Polarkreis, dessen Volksbewegungen einst die erste Demokratie hervorgebracht hatten, die sich wirklich bis tief ins Volk hinein auswirkte, es aber nie befreit hatten, das sich aus den Schrecken des Zweiten Weltkrieges herausgemogelt hatte, kehrte all seine Schandtaten unter den Teppich, bekam fabelhafte Vorteile gegenüber anderen europäischen Ländern und konnte es sich leisten, selbstgerecht als Weltgewissen zu agieren, bis die Länder, die nicht von innerer Trägheit gehemmt waren, es einholten; da war nicht nur Schluss mit dem höchsten Lebensstandard der Welt, sondern auch mit dem Weltgewissen.
Eine merkwürdige, naive, deterministische Überzeugung, dass sich alles dennoch immer zum Besten fügt, führte dazu, dass man sich während der achtziger Jahre mehr als irgendein anderes Land dem internationalen Kapital auslieferte und es freier wüten ließ. Der unvermeidliche Zusammenbruch war eigentlich nur eine Fortsetzung des totalen und zielbewusst herbeigeführten Kollapses jeglicher politischen Führung durch die launischen Winde des elektronisch beflügelten Kapitals. Alle mussten für den Knall bezahlen - nur die Unternehmen nicht. Während sich das Land am Rande des Konkurses bewegte, maximierten die Großunternehmen des Landes ihre Gewinne. Die Finanzierung wurde den Privatleuten aufgebürdet, was zu Lasten des Gesundheitswesens, des Bildungswesens, der Kultur ging - zu Lasten alles auf lange Sicht Unabdingbaren.
Die kleinste Andeutung, dass die Unternehmen sich vielleicht ganz, ganz minimal daran beteiligen sollten, den Schaden zu bezahlen, den sie angerichtet hatten, rief einstimmige Drohungen hervor, ins Ausland abzuwandern. Die Bevölkerung wurde unisono dazu gezwungen, an Finanzprobleme zu denken. Die schwedische Volksseele wurde von allen Seiten bis zum Bersten mit finanziellen Überlegungen angefüllt, bis nur noch sehr, sehr kleine Räume zu füllen blieben - und darin fand sich meistens nichts anderes als Lotterien, Wetten und Scheißunterhaltung im Fernsehen. Die Liebe wurde durch idealisierte Soaps auf der einen und Kabelfernseh-Porno auf der anderen Seite ersetzt, der Hunger nach einer Form von Geistigkeit wurde mit schnell verpackten New-Age-Lösungen gesättigt, alle Musik, die die Öffentlichkeit erreichte, war maßgeschneidert für den Verkauf, die Medien stahlen die Sprache und machten sich selbst zur Norm, die Werbung stahl die Gefühle und lenkte sie von ihren wahren Objekten ab, der Drogenmissbrauch nahm kräftig zu.
Die neunziger Jahre waren für das Kapital ein Probelauf für eine Zukunft, in der Horden von Langzeitarbeitslosen in Schach gehalten werden mussten, damit sie nicht auf die Barrikaden gingen. Betäubende Unterhaltung, Drogen, die die Pflege erübrigen, ethnische Konflikte, um den Zorn in eine andere Richtung zu lenken, Genmanipulation, um zukünftigen Pflegebedarf zu minimieren, ein Ausrichten aller Kräfte auf den allmonatlichen Balanceakt des eigenen Überlebens - bedurfte es noch weiterer Druckmittel, um die durch Jahrtausende entwickelte menschliche Seele zu ruinieren? Gab es noch irgendwo gefährliches Terrain, wo ein freies, kreatives und kritisches Denken aufgehalten und umgelenkt werden konnte, bevor es Blüten trieb?"
Mit freundlichen Grüßen
Mathias Wiegleb
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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