Sekretärinnen besiegeln Kooperation
Freitag, 29. Oktober 2004, 23:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Nordhausen und Rudolstadt arbeiten seit diesem Jahr in Sachen Theater zusammen. Heute abend wurde es ernst. Die erste Produktion aus dem Süden Thüringens war zu sehen. Vorher besiegelten die Intendanten ihre Zusammenarbeit.
Sekretärinnen besiegeln Kooperation (Foto: nnz)
Das erste Jahr ohne eigenes Schauspiel, trotzdem gab es heute eine Premiere. Die Sekretärinnen luden in ihr Großraumbüro. Nur duch die Zusammenarbeit mit dem Theater in Rudolstadt ist es möglich einige Schauspielproduktionen ins Programm zu nehmen. Ein Weihnachtsmärchen für Kinder gibt es auch wieder. In diesem Jahr werden Kinder und Eltern bei "Hänsel und Gretel" auf ihre Kosten kommen, verrät Intendant Axel Vornam. Zum heutigen Startschuß für die Kooperation Nordhausen-Rudolstadt traf er sich mit seinem Kollegen Lars Tietje.
Die Rudolstädter haben bereits Erfahrung mit Kooperationen. Sieben Jahre haben sie mit dem Eisenacher Musiktheater zusammengearbeitet. Nun kommen Nordhäuser Inszenierungen nach Südthüringen. Das ist ein wenig komplizierter als der ungekehrte Tausch, da die Bühne in Rudolstadt kleiner als die Nordhäuser ist. Gelegentliche Probleme mit der Dekoration werden in Zukunft kaum noch auftreten, weil man im Theater jetzt so bauen wird, daß alle Kulissen auch beim Kooperationspartner zu nutzen sind. Zwei Musiktheaterproduktionen und ab dem nächsten Spielplan ein Ballett werden angeboten. Die "Zauberflöte" und "Toska" werden es sein auf die sich die Rudolstädter 2005 freuen können.
Nach Nordhausen kommen insgesamt 44 Vorstellungen. Die Zahl ist deshalb so hoch, weil besonders das Weihnachtsmärchen mehrmals täglich aufgeführt wird. Für Erwachsene stehen "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht und "Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller auf dem Programm.
Die Kooperation mit Rudolstadt lohnt sich für beide Theater. Sie bekamen trotz knapper Kassen eine vierjährige Finanzierungssicherheit garantiert. Die Fahrtkosten für die Schauspieler sind weit niedriger als ein eigenes Ensemble im Haus zu haben. Das Loh-Orchester muß nicht reisen, denn in Rudolstadt gibt es ein eigenes, etwas kleineres Orchester.
Die Intendanten sind der Meinung, daß beide Häuser gut zueinander passen. Sie haben einen ähnlichen Zuschauerkreis und bieten beide eine Mischung an Klassikern und modernen Produktionen für Publikum verschiedenen Alters. Die "Sekretärinnen" war ein Kassenschlager in Rudolstadt. Nach der heutigen Vorstellung mit minutenlangem Applaus und Zugaben scheint es sicher, daß diese musikalische Komödie auch in Nordhausen sehr gut ankommen wird. Mit einer Mischung aus Schlagern und modernen Poptiteln spricht es jüngere und ältere Zuschauer gleichermaßen an.
Welche Stücke die Nordhäuser in neuen Spielplan erwarten werden, ließ Intendant Lars Tietje eine Überraschung bleiben. Verständigt über das nächste Jahr habe man sich aber schon. Da darf man gespannt sein.
Autor: nnz
Sekretärinnen besiegeln Kooperation (Foto: nnz)
Das erste Jahr ohne eigenes Schauspiel, trotzdem gab es heute eine Premiere. Die Sekretärinnen luden in ihr Großraumbüro. Nur duch die Zusammenarbeit mit dem Theater in Rudolstadt ist es möglich einige Schauspielproduktionen ins Programm zu nehmen. Ein Weihnachtsmärchen für Kinder gibt es auch wieder. In diesem Jahr werden Kinder und Eltern bei "Hänsel und Gretel" auf ihre Kosten kommen, verrät Intendant Axel Vornam. Zum heutigen Startschuß für die Kooperation Nordhausen-Rudolstadt traf er sich mit seinem Kollegen Lars Tietje.
Die Rudolstädter haben bereits Erfahrung mit Kooperationen. Sieben Jahre haben sie mit dem Eisenacher Musiktheater zusammengearbeitet. Nun kommen Nordhäuser Inszenierungen nach Südthüringen. Das ist ein wenig komplizierter als der ungekehrte Tausch, da die Bühne in Rudolstadt kleiner als die Nordhäuser ist. Gelegentliche Probleme mit der Dekoration werden in Zukunft kaum noch auftreten, weil man im Theater jetzt so bauen wird, daß alle Kulissen auch beim Kooperationspartner zu nutzen sind. Zwei Musiktheaterproduktionen und ab dem nächsten Spielplan ein Ballett werden angeboten. Die "Zauberflöte" und "Toska" werden es sein auf die sich die Rudolstädter 2005 freuen können.
Nach Nordhausen kommen insgesamt 44 Vorstellungen. Die Zahl ist deshalb so hoch, weil besonders das Weihnachtsmärchen mehrmals täglich aufgeführt wird. Für Erwachsene stehen "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht und "Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller auf dem Programm.
Die Kooperation mit Rudolstadt lohnt sich für beide Theater. Sie bekamen trotz knapper Kassen eine vierjährige Finanzierungssicherheit garantiert. Die Fahrtkosten für die Schauspieler sind weit niedriger als ein eigenes Ensemble im Haus zu haben. Das Loh-Orchester muß nicht reisen, denn in Rudolstadt gibt es ein eigenes, etwas kleineres Orchester.
Die Intendanten sind der Meinung, daß beide Häuser gut zueinander passen. Sie haben einen ähnlichen Zuschauerkreis und bieten beide eine Mischung an Klassikern und modernen Produktionen für Publikum verschiedenen Alters. Die "Sekretärinnen" war ein Kassenschlager in Rudolstadt. Nach der heutigen Vorstellung mit minutenlangem Applaus und Zugaben scheint es sicher, daß diese musikalische Komödie auch in Nordhausen sehr gut ankommen wird. Mit einer Mischung aus Schlagern und modernen Poptiteln spricht es jüngere und ältere Zuschauer gleichermaßen an.
Welche Stücke die Nordhäuser in neuen Spielplan erwarten werden, ließ Intendant Lars Tietje eine Überraschung bleiben. Verständigt über das nächste Jahr habe man sich aber schon. Da darf man gespannt sein.
