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„Frauen lauf[en] gegen Gewalt“

3.000 Euro für Interventionsstellen

Mittwoch, 20. September 2017, 18:39 Uhr
Rund 3.000 Einsätze wegen häuslicher Gewalt wurden 2015 von der Polizei in Thüringen erfasst. Zum zweiten Mal hat der Landessportbund Thüringen in diesem Jahr das Projekt „Frauen - lauf[en] gegen Gewalt" initiiert, um auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen...

3.000 Euro für Interventionsstellen (Foto: LSB Thüringen) Casea-Prokurist Andreas Hübner übergibt einen Scheck über 3.000 Euro an die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Thüringer Interventionsstellen, Kathrin Nordhaus.

Dazu war der Landessportbund (LSB) Thüringen Mitveranstalter bei fünf Laufveranstaltungen an den vier Standorten der Landesarbeitsgemeinschaft der Thüringer Interventionsstellen in Gera, Erfurt, Meiningen und Nordhausen.

Dank einer Kooperation mit den Südharzer Gips-Unternehmen Knauf, Casea und Formula sponserten diese 3.000 Euro an die Landesarbeitsgemeinschaft der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt. Der symbolische Scheck dazu wurde am heutigen 20. September im Haus des Thüringer Sports in Erfurt durch Casea-Prokurist Andreas Hübner und den Geschäftsführer des Kreissportbundes Nordhausen, Andreas Meyer, an die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Thüringer Interventionsstellen, Kathrin Nordhaus, überreicht.

„Wir wollen dieses in der Vergangenheit tabuisierte Thema mithilfe des Sports aufgreifen und dafür sensibilisieren. Wenn wir die mediale Berichterstattung über das Projekt und die fünf Veranstaltungen gegen Gewalt sehen, ist uns das auch gut gelungen“, findet Michaela Tielsch, Präsidiumsmitglied Frauen und Gleichstellung im Landessportbund Thüringen. Der LSB Thüringen hatte seine Mitwirkung im Projekt im Jahr 2017 von zwei auf fünf Laufveranstaltungen ausgebaut. Insgesamt nahmen an den fünf Laufveranstaltungen (Harztor-Lauf und City-Lauf in Nordhausen, Herzog-Georg-Lauf in Meiningen, Thüringer Frauenlauf in Erfurt, Elstertal-Marathon in Gera) 631 Frauen teil und legten gemeinsam 3.625 Kilometer zurück.

„Es ist kein Tabu mehr, über häusliche Gewalt zu reden und etwas dagegen zu tun. Wir arbeiten eng mit dem Landessportbund Thüringen zusammen. Bei den Veranstaltungen in Gera und Erfurt habe ich selbst erlebt, wie viele Menschen explizit zu den Frauenläufen kommen, um sich klar zum Thema zu positionieren“, freute sich die Schirmfrau des Projektes und Thüringer Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann, Katrin Christ-Eisenwinder. Auch Kathrin Nordhaus ist dem Landessportbund Thüringen dankbar für das Engagement: „Es ist nicht einfach, jemanden zu finden, der sich klar zum Thema positioniert. Das gelingt dem LSB Thüringen sehr gut!“.

Auch für 2018 sind Laufveranstaltungen an allen vier Standorten der Landesarbeitsgemeinschaft der Thüringer Interventionsstellen vorgesehen. Andreas Hübner hat seine Unterstützung auch für das kommende Jahr bereits signalisiert. „In Gera sind mehr Personen zu dem Thema mitgelaufen als in Nordhausen. Das muss sich im nächsten Jahr ändern“, forderte der Casea-Prokurist augenzwinkernd.
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