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Linden sollen erneuert werden

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 15:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Lindenallee in der Stolberger Straße sieht schon längere Zeit nicht mehr besonders gut aus. Interessierte Bürger hatten vor kurzem die Möglichkeit mit Experten darüber zu diskutieren, was aus den Bäumen werden kann. Die Vorschläge können Sie hier nachlesen.

Linden sollen erneuert werden (Foto: nnz) Linden sollen erneuert werden (Foto: nnz) Am Dienstagnachmittag lud das Amt für Umwelt und Grünordnung der Stadt Nordhausen zu einer öffentlichen Begutachtung der Linden in der Stolberger Straße ein. Ab Aldi-Parkplatz bis zur Dr.-Hasse-Straße schritten Amtsleiter Reiner Kirsch, Uwe Patzig und Axel Axt gemeinsam mit einigen interessierten Bürgern die Strecke ab. Die Umweltexperten raten zu einer kompletten Erneuerung der Allee.

Schon am Beginn der Strecke sahen alle Beteiligten vertrocknete Kronen an fast allen Linden. Die Bäume seien zum Teil sowohl ökologisch als auch optisch bereits tot oder leiden an extremen Vitalitätsverlusten und stellen somit eine Gefährdung dar. Als Eigentümer stehe die Stadt damit in der Verssicherungspflicht, erklärte Reiner Kirsch, Leiter des Amts für Umwelt und Grünordnung, die Entscheidung.

Die gesamte Allee in diesem Bereich habe schon durch die umfangreichen Baumaßnahmen zur Erschließung des Wohngebietes Nord extrem starke Wurzelbeschädigungen erlitten. Als Folge des Ernährungsmangels seien dann die Kronen stark zurückgetrocknet. Noch zu DDR-Zeiten sei daraufhin eine zu starke Kappung der Linden angeordnet wurden, die nicht fachgerecht ausgeführt worden sei. Große Schnittquerschnitte boten dann eine große Angriffsfläche für die Fäulnis, erläuterte Stadtförster Axel Axt.


Weitere baumpflegerische Maßnahmen seien in der Folge unterblieben, was den Vitalitätsverlust stark beschleunigt hat und die Bäume nicht mehr in der Lage waren, eine neue Krone auszubilden.

Aus diesem Grund empfehlen die Umweltexperten nun die Komplettentnahme von ungefähr 60 Bäumen – ausgenommen sind hier jedoch die ca. 10 vorhandenen Neuanpflanzungen - bei gleichzeitigem Baumersatz. Doch bevor das Vorhaben im kommenden Frühjahr umgesetzt werden kann, muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung diesem Vorschlag zustimmen.
Autor: nnz

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