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SVC: Aus für 2. Bundesliga

Donnerstag, 16. August 2001, 11:00 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wird es in der kommenden Saison keine Volleyballspiele in der 2. Bundesliga geben. Der SVC zieht seine Mannschaft zurück.


„Trotz vielfältiger Bemühungen ist es nicht gelungen, eine bundesligataugliche Mannschaft aufzustellen. Insgesamt acht Spielerabgänge nach einer äußerst erfolgreichen Saison - hiervon allein sechs berufsbedingte Wechsel in andere Regionen - konnten bis zum heutigen Zeitpunkt nicht kompensiert werden.“ So beginnt eine Pressemitteilung des Südharzer Volleyballclub Nordhausen, die der nnz in der Nacht auf den Tisch flatterte.

Bereits am Montag hatte nach nnz-Informationen der Vorstand des SVC einstimmig beschlossen, für das Spieljahr 2001/2002 seine Mannschaft aus der 2. Bundesliga abzumelden. Die zum Probetraining weilenden deutschen Spieler haben sich nicht für den SVC Nordhausen entscheiden können. Dagegen sprachen sowohl persönliche als auch wirtschaftliche Gründe. Als einzige Alternative stand zur Disposition, ausländische Spieler zu verpflichten. Die hätten jedoch den finanziellen Rahmen und die Verantwortung des Vorstandes überschritten. Eine Verantwortung gegenüber dem Verein und der Region insgesamt.

Der SVC wird also in der nächsten Saison in der dritthöchsten Spielklasse vertreten sein. Das Ziel soll jetzt lauten: Mittelfristig wieder eine Mannschaft für die Bundesliga aufzubauen. Am Dienstag sei die Entscheidung der Mannschaft sowie den Sponsoren mitgeteilt worden. Der Hauptsponsor des SVC, die Hasseröder Brauerei, hat seine weitere Unterstützung für die Nordhäuser Volleyballer zugesagt.

Für weitere Statements waren Mitglieder des Vereins nicht zu bewegen. Der Nordhäuser Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) war geschockt, als er von der nnz mit dieser Nachricht konfrontiert wurde. „Ich bedauere diese Entscheidung natürlich, kann sie jedoch auch nachvollziehen. Die große Volleyballgemeinde in und um Nordhausen wird sich sicherlich bemühen, den SVC auch weiterhin mit allen Kräften zu unterstützen. Für Gespräche steht die Stadtverwaltung Nordhausen jederzeit zur Verfügung“, so Wahlbuhl gegenüber nnz.
Autor: nnz

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