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Mehr Doktoren

Montag, 25. Oktober 2004, 10:09 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Der Ärztemangel ist nicht behoben. Nicht alle, die promovieren, werden schließlich Mediziner, dennoch sind es 41,2 Prozent der frisch gebackenen Doktoren. Auf welche Fächer der Rest entfällt und wer die erste Doktorantin überhaupt war, das verrät Ihnen die nnz.

Die fünf Thüringer Hochschulen mit Promotionsrecht haben im Prüfungsjahr 2003 insgesamt 520 Doktortitel verliehen, darunter 198 an Frauen. Im Vergleich zum Jahr zuvor erhöhte sich die Zahl der Männer um 32 (11,0 Prozent) und die der Frauen um 18 (10,0 Prozent).

Allein 214 (41,2 Prozent) Kandidaten legten im vergangenen Jahr die Promotionsprüfung in der Humanmedizin, 129 (24,8 Prozent) im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften und 67 (12,9 Prozent) im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ab.

Mit einem Thema aus der Humanmedizin beschäftigte sich die Hälfte der Frauen in ihren Promotionsschriften.

Mit Abstand die meisten Doktortitel, und zwar 445, wurden an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vergeben. Es folgen die TU Ilmenau mit 39 und die Universität Erfurt mit 24 Doktoranten.

Das Durchschnittsalter der frisch gebackenen Doktoren lag bei 32,8 Jahren.

Übrigens:
Im Jahr 1904, also vor 100 Jahren, war die Amerikanerin Rowena Morse (1872-1958) die erste Doktorantin der Universität Jena. Sie war eine Verwandte des Erfinders des Morse-Alphabets.
Autor: nnz

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