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Erfolgsserie fortsetzen

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 07:51 Uhr
Nordhausen/Braunlage (nnz). In der Meisterschaftsrunde landeten die Wölfe zuletzt vier Siege in Folge, diese Serie wollen die Harzer nun natürlich im Pokal fortsetzten. Dabei sind die Aufgaben allerdings bedeutend schwerer als noch vor Wochenfrist bei den beiden zweistelligen Erfolgen gegen die Hamburger Vereine. Ein Vorbericht von Robert Koch.


So erwartet der BSC/Harz am Freitag im heimischen Wurmbergstadion um 20 Uhr den Adendorfer EC, am Sonntag müssen die Harzer dann zum EC Wilhelmshaven. „Wir wollen natürlich versuchen, beide Spiele zu gewinnen, um den Pokal wieder interessant zu machen“, gibt sich BSC-Coach Jan Furo optimistisch.

Das Spiel gegen Adendorf ist inzwischen schon der dritte Vergleich in dieser Saison. Die beiden bisherigen Spiele konnte der BSC jeweils knapp für sich entscheiden. Beim ersten Spiel ging es letztlich in das Penaltyschießen, beim zweiten Vergleich sorgte erst der Treffer von Alexander Deibert zwanzig Sekunden vor Schluss für Klarheit. Nun kommt es also zum nächsten Duell mit dem neuen Club von Henry Heyduk. Die Heidjer haben in der Zwischenzeit ihren Kader nochmals verstärkt.

Aus Solingen kehrte der Oberliga-erfahrene Verteidiger Antal Hudak zum AEC zurück, auch der junge Schwede Marcus Pettersson stärkt die Defensive. Bei ihm ist der Einsatz allerdings unklar, da er beim Gastspiel der Heidschnucken in Wilhelmshaven eine schwere Gehirnerschütterung erlitt. Mit Jim Brown ist zudem ein letztjähriger Harzer frisch aus Kanada zu den Adendorfern gestoßen. Offensiv glänzen beim AEC vor allem der eigentliche Defender Frank Richardt, sowie die erste Reihe um Denny Böttger, Dennis Loschkin und Spartak Olenberg. Doch auch der Rest des Angriffs kann Spiele entscheiden.

Beim EC Wilhelmshaven, dem Topfavoriten in der Nord-Staffel, hängen die Trauben für den BSC erfahrungsgemäß sehr hoch. Qualitativ ist die Mannschaft der Jadehaie auf allen Positionen hochklassig besetzt. Trotzdem ist der ECW nicht unschlagbar, wie kürzlich der EC Timmendorf bewies. Und auch beim 5:3-Auswärtssieg im Harz tat sich der Favorit lange schwer, zwei Drittel lang waren die Wölfe das bessere Team. „Zu dieser Leistung müssen wir noch 20 gute Minuten dazu tun, dann können wir auch in Wilhelmshaven punkten“, hofft BSC-Trainer Furo.

Mehr Probleme als auf dem Eis haben die Jadehaie momentan allerdings abseits des sportlichen Geschehens. Auf Grund der engen finanziellen Situation musste man den Spielern des ECW kürzlich Verträge mit reduzierten Gehältern anbieten. So soll das Eishockey an der Jade vor dem Aus bewahrt und wieder in gesundes Fahrwasser gebracht werden.

Für die Braunlager gilt in beiden Spielen, die starken Leistungen der vergangenen Wochen zu bestätigen. Die Harzer überzeugten dabei nicht nur kämpferisch, sondern waren auch was das Kombinationsspiel betrifft auf einem sehr guten Weg. Nicht mehr unterstützen wird den BSC bei der Jagd nach Punkten allerdings Patrick Pröschild. Er fehlte bereits die letzten drei Spiele unentschuldigt. Von Seiten des Vereins wurde mehrfach versucht, ihn zu erreichen. Doch sämtliche Anrufe und Nachrichten auf der Mailbox, unter anderem auch von Trainer Jan Furo, blieben unbeantwortet. Als Konsequenz werden die Harzer Wölfe somit in Zukunft auf den Stürmer verzichten.
Autor: nnz

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