nnz-Rückspiegel: 22. Oktober 2003
Freitag, 22. Oktober 2004, 06:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen von damals für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute: Blumen, Auftakt, vergreist, Verbund
Warum immer nur Blumen?
Warum müssen es denn immer Blumen sein, die man zum Geburtstag schenkt? Der erste Beigeordnete der Nordhäuser Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) hat da einen ganz anderen Vorschlag – nicht nur für Männer. Statt Blumen könne man doch auch einmal einen Rauchmelder zum Geburtstag verschenken, wirbt Matthias Jendricke. Rauchmelder retten Leben und sind leider in Deutschland im privaten Bereich nur wenig verbreitet. Die Statistik besagt, dass in unserem Land nur rund 7 Prozent der Haushalte mit einem Rauchmelder ausgerüstet sind. In anderen Ländern Europas ist diese Zahl viel höher, da dort für die Installation dieser Geräte eine gesetzliche Pflicht besteht. Etwa zwei Brandtote in Deutschland am Tag und allein zwei Tote durch Rauchvergiftung in der letzten Woche in Thüringen machen das Problem deutlich. Ein lebensgefährlicher Irrtum ist es, dass eine Mehrzahl der Bundesbürger glaubt, bei einem Brandfall mehr als zehn Minuten Zeit zu haben, um das Haus oder die Wohnung zu verlassen, machte der 1. Beigeordnete deutlich...ausführlich im nnz-Archiv
Musikalischer Auftakt
Die Eröffnung der heutigen Stadtratssitzung hatte eine musikalische Begleitnote. Ein Thema aus Sergio Leones Western-Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod machte die Runde im provisorischen Sitzungssaal des Stadtrates. Was damit politisch gemeint war, das hat die nnz aufgeschnappt. Es war ihm sichtlich peinlich, dem Volker Fütterer (SPD), als sich sein Handy meldete. Doch für Erheiterung sorgte die musikalische Einlage trotzdem. Dann allerdings ging’s zur Sache. Da wurde ein Beteiligungsbericht den Stadträten vorgestellt, der außer dem Zusammenstellen von Bilanzzahlen der sieben Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist, keinerlei Einschätzung oder Empfehlung enthielt. Da wurde ein Haushaltssicherungskonzept in einer veränderten Form beschlossen, in dem ein Fehlbetrag im vergangenen Jahr von 5,8 Millionen Euro ausgewiesen ist...ausführlich im nnz-Archiv
Der Anfang eines Städtebundes
Heute beschäftigte sich der Stadtrat mit dem künftigen Städtebund zwischen Nord- und Sondershausen. Wer dachte, dass da im Vorfeld schon alles geklärt sei, der hatte sich geirrt. Eine neue Variante lag den Ausschüssen des Stadtrates schon einige Tage vor. Darin sollten die Änderungen des ersten Entwurfes eingearbeitet sein. Man war sich einig, die Zusammenarbeit mit Sondershausen soll auf eine qualitativ höhere Stufe gestellt werden. Das hört sich ja alles gut an, begann Christine Wagner (CDU) ihr fraktionelles Statement, doch eigentlich könne man das ja auch in einer ersten Lesung behandeln. Zu großzügig seien da einige Punkte gestrickt, wie zum Beispiel die Zusammensetzung gemeinsamer Ausschüsse...ausführlich im nnz-Archiv
Arbeitsplätze in Sicht
Nordhausen bewegt sich was. Nach Feuer-Powertrain könnte noch in diesem Jahr mit der Ansiedlung eines weiteren Unternehmens begonnen werden. Ein neuer Investor könne sich auf dem Gelände des IFA-Industrieparks ansiedeln. Genau dort, wo noch vor Jahren die großen Montagehallen standen. Mehr wollte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) heute nicht verraten. Doch die nnz hat ein bisschen recherchiert und ist bei einem Unternehmen der Automobilzulieferbranche hängen geblieben...ausführlich im nnz-Archiv
1.894 Jahre
Ach ja, im nächsten Jahr muß gewählt werden. Es ist fast ein Seufzen, das da in den Parteien in Nordhausen zu vernehmen ist. Warum man die Kommunalwahlen lieber noch ein oder zwei Jahre verschieben möchte, darum hat sich die nnz gekümmert. Die Wähler im Land Thüringen sollen im kommenden Jahr nicht nur über die Besetzung eines neuen Landtages befinden, sondern sollen sich wahltechnisch auch im Gemeinderäte, Stadträte und den Kreistag kümmern. Und wenn sie dann vielleicht schon im Anfang des nächsten Jahres auf die Kandidatenlisten der Parteien schauen, dann werden sie möglicherweise höchst erstaunt sein.
Den Parteien, die gegenwärtig im Nordhäuser Stadtrat das politische Sagen haben, denen fehlt schlicht und ergreifend der eigene Nachwuchs. Und so wird es kein Wunder sein, wenn viele bekannte Namen wieder auftauchen. Ob das allerdings das Durchschnittsalter der Fraktionen deutlich nach unten korrigieren wird, das bezweifeln politisch interessierte Beobachter. Betrachten wir doch einmal die Altersstruktur...ausführlich im nnz-Archiv
Wer zu früh kommt...
Was müssen wir im Landkreis Nordhausen künftig für das Trinkwasser zahlen? Diese Frage beschäftigt derzeit den Wasserverband Nordhausen. Dem werden, wie allen anderen Wasserversorgern in Thüringen, politische Daumenschrauben angesetzt. Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben. Mit diesem abgewandelten Gorbi-Zitat ist Verbandsvorsitzender Martin Höche schon oft recht gut gefahren. Seine These hat sich in diesen Tagen wieder einmal bewahrheitet. Beispiel Weimar: In der Klassikerstadt hatte der dortige Wasserversorger dem Beitrags-Erhebungs-Druck aus Erfurt bereits nachgegeben und rund 20.000 Feststellungsbescheide an seine Kunden verschickt. Als Antwort erhielten die Wasserfachleute der Kunststadt eine Flut von Widersprüchen. Die müssen nun alle bearbeitet werden, verbunden mit einem ungeheuren Aufwand. Der muß bezahlt werden, letztlich über den Wasserpreis. Und so wollen sie sich das zusätzliche Geld lieber vom Land Thüringen zurückholen. Sie bereiten gegenwärtig eine Regressklage gegen Erfurt vor...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHeute: Blumen, Auftakt, vergreist, Verbund
Warum immer nur Blumen?
Warum müssen es denn immer Blumen sein, die man zum Geburtstag schenkt? Der erste Beigeordnete der Nordhäuser Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) hat da einen ganz anderen Vorschlag – nicht nur für Männer. Statt Blumen könne man doch auch einmal einen Rauchmelder zum Geburtstag verschenken, wirbt Matthias Jendricke. Rauchmelder retten Leben und sind leider in Deutschland im privaten Bereich nur wenig verbreitet. Die Statistik besagt, dass in unserem Land nur rund 7 Prozent der Haushalte mit einem Rauchmelder ausgerüstet sind. In anderen Ländern Europas ist diese Zahl viel höher, da dort für die Installation dieser Geräte eine gesetzliche Pflicht besteht. Etwa zwei Brandtote in Deutschland am Tag und allein zwei Tote durch Rauchvergiftung in der letzten Woche in Thüringen machen das Problem deutlich. Ein lebensgefährlicher Irrtum ist es, dass eine Mehrzahl der Bundesbürger glaubt, bei einem Brandfall mehr als zehn Minuten Zeit zu haben, um das Haus oder die Wohnung zu verlassen, machte der 1. Beigeordnete deutlich...ausführlich im nnz-Archiv
Musikalischer Auftakt
Die Eröffnung der heutigen Stadtratssitzung hatte eine musikalische Begleitnote. Ein Thema aus Sergio Leones Western-Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod machte die Runde im provisorischen Sitzungssaal des Stadtrates. Was damit politisch gemeint war, das hat die nnz aufgeschnappt. Es war ihm sichtlich peinlich, dem Volker Fütterer (SPD), als sich sein Handy meldete. Doch für Erheiterung sorgte die musikalische Einlage trotzdem. Dann allerdings ging’s zur Sache. Da wurde ein Beteiligungsbericht den Stadträten vorgestellt, der außer dem Zusammenstellen von Bilanzzahlen der sieben Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist, keinerlei Einschätzung oder Empfehlung enthielt. Da wurde ein Haushaltssicherungskonzept in einer veränderten Form beschlossen, in dem ein Fehlbetrag im vergangenen Jahr von 5,8 Millionen Euro ausgewiesen ist...ausführlich im nnz-Archiv
Der Anfang eines Städtebundes
Heute beschäftigte sich der Stadtrat mit dem künftigen Städtebund zwischen Nord- und Sondershausen. Wer dachte, dass da im Vorfeld schon alles geklärt sei, der hatte sich geirrt. Eine neue Variante lag den Ausschüssen des Stadtrates schon einige Tage vor. Darin sollten die Änderungen des ersten Entwurfes eingearbeitet sein. Man war sich einig, die Zusammenarbeit mit Sondershausen soll auf eine qualitativ höhere Stufe gestellt werden. Das hört sich ja alles gut an, begann Christine Wagner (CDU) ihr fraktionelles Statement, doch eigentlich könne man das ja auch in einer ersten Lesung behandeln. Zu großzügig seien da einige Punkte gestrickt, wie zum Beispiel die Zusammensetzung gemeinsamer Ausschüsse...ausführlich im nnz-Archiv
Arbeitsplätze in Sicht
Nordhausen bewegt sich was. Nach Feuer-Powertrain könnte noch in diesem Jahr mit der Ansiedlung eines weiteren Unternehmens begonnen werden. Ein neuer Investor könne sich auf dem Gelände des IFA-Industrieparks ansiedeln. Genau dort, wo noch vor Jahren die großen Montagehallen standen. Mehr wollte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) heute nicht verraten. Doch die nnz hat ein bisschen recherchiert und ist bei einem Unternehmen der Automobilzulieferbranche hängen geblieben...ausführlich im nnz-Archiv
1.894 Jahre
Ach ja, im nächsten Jahr muß gewählt werden. Es ist fast ein Seufzen, das da in den Parteien in Nordhausen zu vernehmen ist. Warum man die Kommunalwahlen lieber noch ein oder zwei Jahre verschieben möchte, darum hat sich die nnz gekümmert. Die Wähler im Land Thüringen sollen im kommenden Jahr nicht nur über die Besetzung eines neuen Landtages befinden, sondern sollen sich wahltechnisch auch im Gemeinderäte, Stadträte und den Kreistag kümmern. Und wenn sie dann vielleicht schon im Anfang des nächsten Jahres auf die Kandidatenlisten der Parteien schauen, dann werden sie möglicherweise höchst erstaunt sein.
Den Parteien, die gegenwärtig im Nordhäuser Stadtrat das politische Sagen haben, denen fehlt schlicht und ergreifend der eigene Nachwuchs. Und so wird es kein Wunder sein, wenn viele bekannte Namen wieder auftauchen. Ob das allerdings das Durchschnittsalter der Fraktionen deutlich nach unten korrigieren wird, das bezweifeln politisch interessierte Beobachter. Betrachten wir doch einmal die Altersstruktur...ausführlich im nnz-Archiv
Wer zu früh kommt...
Was müssen wir im Landkreis Nordhausen künftig für das Trinkwasser zahlen? Diese Frage beschäftigt derzeit den Wasserverband Nordhausen. Dem werden, wie allen anderen Wasserversorgern in Thüringen, politische Daumenschrauben angesetzt. Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben. Mit diesem abgewandelten Gorbi-Zitat ist Verbandsvorsitzender Martin Höche schon oft recht gut gefahren. Seine These hat sich in diesen Tagen wieder einmal bewahrheitet. Beispiel Weimar: In der Klassikerstadt hatte der dortige Wasserversorger dem Beitrags-Erhebungs-Druck aus Erfurt bereits nachgegeben und rund 20.000 Feststellungsbescheide an seine Kunden verschickt. Als Antwort erhielten die Wasserfachleute der Kunststadt eine Flut von Widersprüchen. Die müssen nun alle bearbeitet werden, verbunden mit einem ungeheuren Aufwand. Der muß bezahlt werden, letztlich über den Wasserpreis. Und so wollen sie sich das zusätzliche Geld lieber vom Land Thüringen zurückholen. Sie bereiten gegenwärtig eine Regressklage gegen Erfurt vor...ausführlich im nnz-Archiv
