DER BUSCHFUNK UND DIE FRIEDENSEICHE
Geht die Wirtin bald von Bord?
Sonntag, 27. August 2017, 12:01 Uhr
Aus dem Buschfunk ist es zu vernehmen: Die Gaststätte Friedenseiche mache dicht. Die Wirtin habe andere Absichten. Was ist dran an der Sache? Kurt Frank hat für die nnz nach Antworten gesucht...
Geht es in der Friedenseiche weiter? (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen/Walkenried. Die Friedenseiche ist beliebt. Feiern jeder Art. Vor allem am Samstag. Gestern eine Hochzeitsgesellschaft im Saal oben. Auch unten waren Tische eingedeckt. Vereine geben sich die Klinke in die Hand: Männerchor, die Landsenioren, Kleingarten -und Sportvereine, Skatfreunde. All die, die schon in Ottos Steakhouse in der Geseniusstraße zugange waren, hielten Steffi Holzheuer die Treue und zogen mit der Wirtin in ihr neues Domizil nach Salza.
Wirtin Holzheuer hat dennoch eine Vision. In Walkenried betreibt Meisterkoch Ingo Cybok ein Freizeitzentrum. Er fungierte einst als Küchenchef im IFA-Klubhaus am Sportplatz in der Rolandstadt. Cybok aber hat die Rente im Blick. Das Objekt sucht einen Nachfolger, ist ausgeschrieben. Steffi Holzheuer hat sich beworben. Man kennt sich. Die Chancen sind gegeben.
Das Objekt reizt. Auch die Arbeit, die damit verbunden wäre. Sollte sie den Zuschlag unter anderen Mitbewerbern erhalten, übernehme sie das Gemeinschaftshaus in Walkenried. Ohne Wenn und Aber. Es werde dann ihr Hauptstandbein. Dort hätte es ein Gastwirt ihrer Meinung nach leichter, könnte beruflich alt werden. Der Abschied von der Friedenseiche bedeute aber nicht ihr Aus. Sie hinterlasse in Salza eine gute Mannschaft, zu der auch ihr Sohn gehöre. Die garantiere den Weiterbetrieb des traditionsreichen Hauses.
Hier ging es nicht mehr weiter (Foto: Kurt Frank)
Steffi Holzheuer verhehlt indes nicht die Probleme, die ihr hierzulande zu schaffen machen: Steigende Strom-
und Heizkosten einschließlich die, die für Unterhaltung des gesamten Objektes anfallen. Die Wirtin nennt vorrangig die hohe Miete. Fleischer Klaus Polle, dem das Haus gehöre, werde sie einladen, um mit ihm über diese Problematik zu beraten. Sachlich, aber konsequent. Die Miete, sagt sie, sei eindeutig zu hoch. Sie hoffe auf ein Entgegenkommen Polles.
Voller Enthusiasmus hatte Steffi Holzheuer die Lokalität ihres Vaters, das allseits beliebte Ottos Steakhouse, übernommen. Sie ist Gastwirtin mit Leib, Liebe und Verstand. Wie es der Vater war. Bis zuletzt führte sie das Steakhouse. Dann kam der 21. Dezember 2009. Zeitlebens bleibt er ihr in Erinnerung. Ein Wasserrohrbruch in der oberen Etage ließ das Lokal schwimmen. Die Versicherer anderer Nutzer des Hauses stellten sich quer. Auf einem Schuldenberg blieb die Wirtin letztlich sitzen.
Dr. Dieter Bartholomäus, der nebenan die Praxis hat, kaufte das Objekt aus der Insolvenzmasse. Er, ist Steffi Holzheuer überzeugt, hätte ihr helfen können, wenn er gewollt hätte. Wegen unüberwindbarer Schwierigkeiten kam es zum Bruch zwischen ihr und dem Arzt. Schweren Herzen gab sie auf, suchte eine neue Herausforderung.
Kurt Frank
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: red
Geht es in der Friedenseiche weiter? (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen/Walkenried. Die Friedenseiche ist beliebt. Feiern jeder Art. Vor allem am Samstag. Gestern eine Hochzeitsgesellschaft im Saal oben. Auch unten waren Tische eingedeckt. Vereine geben sich die Klinke in die Hand: Männerchor, die Landsenioren, Kleingarten -und Sportvereine, Skatfreunde. All die, die schon in Ottos Steakhouse in der Geseniusstraße zugange waren, hielten Steffi Holzheuer die Treue und zogen mit der Wirtin in ihr neues Domizil nach Salza.
Wirtin Holzheuer hat dennoch eine Vision. In Walkenried betreibt Meisterkoch Ingo Cybok ein Freizeitzentrum. Er fungierte einst als Küchenchef im IFA-Klubhaus am Sportplatz in der Rolandstadt. Cybok aber hat die Rente im Blick. Das Objekt sucht einen Nachfolger, ist ausgeschrieben. Steffi Holzheuer hat sich beworben. Man kennt sich. Die Chancen sind gegeben.
Das Objekt reizt. Auch die Arbeit, die damit verbunden wäre. Sollte sie den Zuschlag unter anderen Mitbewerbern erhalten, übernehme sie das Gemeinschaftshaus in Walkenried. Ohne Wenn und Aber. Es werde dann ihr Hauptstandbein. Dort hätte es ein Gastwirt ihrer Meinung nach leichter, könnte beruflich alt werden. Der Abschied von der Friedenseiche bedeute aber nicht ihr Aus. Sie hinterlasse in Salza eine gute Mannschaft, zu der auch ihr Sohn gehöre. Die garantiere den Weiterbetrieb des traditionsreichen Hauses.
Hier ging es nicht mehr weiter (Foto: Kurt Frank)
Steffi Holzheuer verhehlt indes nicht die Probleme, die ihr hierzulande zu schaffen machen: Steigende Strom-
und Heizkosten einschließlich die, die für Unterhaltung des gesamten Objektes anfallen. Die Wirtin nennt vorrangig die hohe Miete. Fleischer Klaus Polle, dem das Haus gehöre, werde sie einladen, um mit ihm über diese Problematik zu beraten. Sachlich, aber konsequent. Die Miete, sagt sie, sei eindeutig zu hoch. Sie hoffe auf ein Entgegenkommen Polles.
Voller Enthusiasmus hatte Steffi Holzheuer die Lokalität ihres Vaters, das allseits beliebte Ottos Steakhouse, übernommen. Sie ist Gastwirtin mit Leib, Liebe und Verstand. Wie es der Vater war. Bis zuletzt führte sie das Steakhouse. Dann kam der 21. Dezember 2009. Zeitlebens bleibt er ihr in Erinnerung. Ein Wasserrohrbruch in der oberen Etage ließ das Lokal schwimmen. Die Versicherer anderer Nutzer des Hauses stellten sich quer. Auf einem Schuldenberg blieb die Wirtin letztlich sitzen.
Dr. Dieter Bartholomäus, der nebenan die Praxis hat, kaufte das Objekt aus der Insolvenzmasse. Er, ist Steffi Holzheuer überzeugt, hätte ihr helfen können, wenn er gewollt hätte. Wegen unüberwindbarer Schwierigkeiten kam es zum Bruch zwischen ihr und dem Arzt. Schweren Herzen gab sie auf, suchte eine neue Herausforderung.
Kurt Frank
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