1. Tag der offenen Tür am Straßenbahndepot
Wo die Straßenbahnen schlafen
Freitag, 25. August 2017, 18:18 Uhr
Einmal selber im Cockpit eines Combino sitzen, eine Fahrt mit der alten "23", oder doch lieber den Modellbahnen zuschauen wie sie ihre Runden drehen? Für Große und Kleine Straßenbahnfreunde öffnete heute das Straßenbahndepot erstmals seine Tore...
Der kleine Stand mit den hübschen Modellbahnen war ständig belagert, die Sonderfahrten mit der historischen Straßenbahn waren Publikumsmagneten und auch Technik-Interessierte konnten auf ihre Kosten kommen und einen Blick in und unter die Combinos werfen.
Die Grüne "23" war mit Baujahr 1934 die älteste Bahn im Depot, gefolgt von ihrem gelben DDR-Pendant aus den 50er Jahren, dem Schienenbistro, gebaut 1961 und umgewidmet zum 100. Geburtstag im Jahr 2000, und schließlich dem historischen Linienbus, Baujahr 1982.
Es sei schon etwas besonderes das sich eine Stadt wie Nordhausen noch eine Straßenbahn leiste, sagte Thorsten Schwartz, Betriebsleiter für den Busverkehr bei den Verkehrsbetrieben und Vorsitzender der Nordhäuser Straßenbahnfreunde.
Die Unterstützung die man von den Nordhäusern immer noch erfahre motiviere die Kollegen ungemein, sagte Schwartz der nnz. Sicher, Busverkehr sei insgesamt günstiger, die Straßenbahn habe sich in Nordhausen aber bewährt und biete auch Vorteile. Immerhin hat man mit der "Elektrischen" schon jede Menge Elektromobilität in der Stadt.
Gabriele Schuchardt ist nicht nur Geschäftsführerin der Verkehrsbetriebe sondern gehört auch zu den Straßenbahnfreunden. "Wir sparen wo es geht aber öffentlichen Personennahverkehr gibt es nicht zum Nulltarif", sagte Schuchardt, während die Auslastung im Stadtgebiet gut sei, müssten im Landkreis für vergleichsweise wenige Fahrgäste viele Kilometer gefahren werden. "Trotzdem muss das Angebot natürlich da sein, auch wenn es sich nicht rechnet", so Schuchardt weiter, Ideen zu alternativen Finanzierungsmodellen sehe sie gerne, zumindest müsste man neue Ansätze ernsthaft untersuchen.
Diskussionen um die Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn standen heute nicht auf der Agenda, es sollte um den Spaß an den alten und neuen Bahnen gehen. Der Verein der Straßenbahnfreunde, knapp 20 Mitglieder stark, hatte das Fest mit der Unterstützung der Verkehrsbetriebe auf die Beine gestellt. Geht man nach dem, was am Ende vom Grillgut noch übrig blieb, so muss der erste Tag der offenen Tür im Straßenbahndepot wohl ein voller Erfolg gewesen sein.
Angelo Glashagel
Autor: redDer kleine Stand mit den hübschen Modellbahnen war ständig belagert, die Sonderfahrten mit der historischen Straßenbahn waren Publikumsmagneten und auch Technik-Interessierte konnten auf ihre Kosten kommen und einen Blick in und unter die Combinos werfen.
Die Grüne "23" war mit Baujahr 1934 die älteste Bahn im Depot, gefolgt von ihrem gelben DDR-Pendant aus den 50er Jahren, dem Schienenbistro, gebaut 1961 und umgewidmet zum 100. Geburtstag im Jahr 2000, und schließlich dem historischen Linienbus, Baujahr 1982.
Es sei schon etwas besonderes das sich eine Stadt wie Nordhausen noch eine Straßenbahn leiste, sagte Thorsten Schwartz, Betriebsleiter für den Busverkehr bei den Verkehrsbetrieben und Vorsitzender der Nordhäuser Straßenbahnfreunde.
Die Unterstützung die man von den Nordhäusern immer noch erfahre motiviere die Kollegen ungemein, sagte Schwartz der nnz. Sicher, Busverkehr sei insgesamt günstiger, die Straßenbahn habe sich in Nordhausen aber bewährt und biete auch Vorteile. Immerhin hat man mit der "Elektrischen" schon jede Menge Elektromobilität in der Stadt.
Gabriele Schuchardt ist nicht nur Geschäftsführerin der Verkehrsbetriebe sondern gehört auch zu den Straßenbahnfreunden. "Wir sparen wo es geht aber öffentlichen Personennahverkehr gibt es nicht zum Nulltarif", sagte Schuchardt, während die Auslastung im Stadtgebiet gut sei, müssten im Landkreis für vergleichsweise wenige Fahrgäste viele Kilometer gefahren werden. "Trotzdem muss das Angebot natürlich da sein, auch wenn es sich nicht rechnet", so Schuchardt weiter, Ideen zu alternativen Finanzierungsmodellen sehe sie gerne, zumindest müsste man neue Ansätze ernsthaft untersuchen.
Diskussionen um die Zukunft der Nordhäuser Straßenbahn standen heute nicht auf der Agenda, es sollte um den Spaß an den alten und neuen Bahnen gehen. Der Verein der Straßenbahnfreunde, knapp 20 Mitglieder stark, hatte das Fest mit der Unterstützung der Verkehrsbetriebe auf die Beine gestellt. Geht man nach dem, was am Ende vom Grillgut noch übrig blieb, so muss der erste Tag der offenen Tür im Straßenbahndepot wohl ein voller Erfolg gewesen sein.
Angelo Glashagel




















