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Nicht alles erreicht

Dienstag, 19. Oktober 2004, 06:40 Uhr
Nicht alles erreicht (Foto: nnz) Nicht alles erreicht (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Der 26. IRONMAN Hawaii ist vorüber, und er wird als einer der härtesten in die Geschichte eingehen. Unbändige Hitze und ein unglaublich heftiger Wind auf der Radstrecke machte in diesem Jahr den Athleten zu schaffen. Auch Katja Wollschläger aus Nordhausen.


Der Wind kam diesmal ungewöhnlicherweise bereits auf dem ersten Teilstück der Wendepunktstrecke von vorne, so daß bereits nach der ersten Hälfte der Radstrecke viele Körner verbraucht waren. Auch Katja Wollschläger (SV Nordhausen 90) hatte starke Probleme mit den „Mumuku-Winden“, hinzu kamen Probleme bei der Verdauung, so daß sie nicht soviel Energie zu sich nehmen konnte wie sie gebraucht hätte. Zunächst als schnellste Altersklassen-Athletin nach dem Schwimmen (54:20min) aus dem Wasser, brauchte sie für die 180 km 6:26 h, was die Schwere der Bedingungen wiederspiegelt. Anschließend begann sie den Marathon, auf Platz 5 in ihrer Altersklasse liegend, sehr couragiert und verkürzte den Abstand zur Führenden ihrer Kategorie, Kristianna Gough (USA), beständig. Hatte sie zu Beginn des Laufens noch 18 min Rückstand, waren es nach 25 km lediglich noch 8min.

Dann jedoch machte sich das Energiedefizit vollends bemerkbar, und die letzten Kilometer wurden unheimlich schwer. Letztlich wiederholte Katja Wollschläger ihren Vorjahreserfolg und belegte in 11:01:52 h Platz 2 der Altersklasse 25-29 und den 34. Rang insgesamt. Die erste kleine Enttäuschung über den verpaßten Altersklassensieg ist nun der Freude über das Erreichte und der Tatsache gewichen, auch einen nicht optimalen Wettkampfverlauf mit einem guten Resultat zu beenden.
Autor: nnz

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