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Eine halbe Milliarde

Montag, 18. Oktober 2004, 13:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Kommunen, Landkreise und das Land Thüringen haben im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro für die Jugendhilfe ausgegeben. Die Details und Einzelheiten wie immer mit einem Klick auf MEHR.


Im Jahr 2003 wurden in Thüringen 547,0 Millionen Euro für öffentliche Jugendhilfe ausgegeben. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 4,6 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund drei Viertel der Ausgaben (406,8 Millionen Euro bzw. 74,4 Prozent) flossen in Einrichtungen der Jugendhilfe. Diese Ausgaben sanken gegenüber dem Jahr zuvor um 2,7 Millionen Euro bzw. 0,7 Prozent.

Der Ausgabeschwerpunkt lag hier bei den Tageseinrichtungen für Kinder, wie z.B. Kinderkrippen und Kindergärten. Die Ausgaben dafür betrugen 346,7 Millionen Euro und stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 3,8 Millionen Euro bzw. 1,1 Prozent.

Ein weiteres Viertel der Ausgaben (140,2 Millionen Euro bzw. 25,6 Prozent) wurden für Einzel- und Gruppenhilfen benötigt, wie z.B. Heimerziehung, Vollzeitpflege oder sozialpädagogische Familienhilfe.

Mit 85,9 Millionen Euro bzw. fast zwei Dritteln (61,3 Prozent) bildete hier die Hilfe zur Erziehung den Ausgabenschwerpunkt. Die Ausgaben für diese Hilfeart gingen gegenüber dem Jahr zuvor um 2,7 Millionen Euro bzw. 3,0 Prozent zurück. Den Ausgaben des Jahres 2003 standen 64,3 Millionen Euro Einnahmen, wie z.B. Gebühren, Entgelte oder Teilnehmerbeiträge gegenüber. Im Jahr 2002 betrugen die Einnahmen 65,1 Millionen Euro.

Nach Abzug der Einnahmen betrugen die reinen Ausgaben der öffentlichen Jugendhilfeträger im vergangenen Jahr 482,7 Millionen Euro. Das waren 3,8 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch wurden im Jahr 2003 je Einwohner des Freistaates durchschnittlich 202,61 Euro für entsprechende Hilfen und Einrichtungen für Jugendliche gezahlt. Im Jahr 2002 waren es 202,57 Euro.
Autor: nnz

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