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Viele wollten hoch hinaus

Freitag, 15. Oktober 2004, 15:03 Uhr
Viele wollten hoch hinaus (Foto: nnz) Viele wollten hoch hinaus (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Sicher haben Veranstalter ebenso wie Besucher nun nach Ende der Landesgartenschau Bilanz gezogen. Genau dies hat auch das Team „Mobilé“ des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. getan. Und da gab es jetzt interessante Zahlen zu erfahren.


Die Mitarbeiter des „Mobilé“ haben während der vergangenen Monate den Kletterturm und den Hochseilgarten auf dem Landesgartenschaugelände betreut. „Die letzten Wochen und Monate waren unglaublich, mehr als 20.000 Besucher haben ihr Können bei uns unter Beweis gestellt“, erklärte Dirk Seifert, Mitarbeiter des Team „Mobilé“. „Wir möchten uns bei allen bedanken, ganz besonders aber bei den Kindern und Jugendlichen die regelmäßig zum Klettern zu uns gekommen sind“, so Dirk Seifert weiter.

Das Publikum am Kletterturm war bunt gemischt. Jung und Alt fanden die Herausforderung in gleichem Maße reizvoll, so war die jüngste Kletterin gerade einmal fünf und der älteste Kletterer bereits 73 Jahre alt. So unterschiedlich wie das Alter waren auch die Länder aus denen die Kletterwilligen kamen, darunter zum Beispiel Spanien, Polen, Norwegen, Litauen und Argentinien. Besonders viel Andrang herrschte Mitte September beim großen Kletterkontest, bei dem es für den Sieger einen Pokal in Form des „PeterStein 20“ zu gewinnen gab.

Einen besonders bleibenden Eindruck hat eine Gruppe jugendlicher Seebehinderte bei den Mitarbeitern des Team „Mobilé“ hinterlassen. Die Schüler aus Weimar waren extra zum Klettern auf die Landesgartenschau gekommen waren. „Es war beeindruckend mit welcher Begeisterung und Freude gerade diese Gruppe die Herausforderung gemeistert hat“, staunte Dirk Seifert.

Auch „Landesgartenschauintern“ war der Kletterturm sehr beliebt, so versuchten zum Beispiel auch die anderen Mitarbeiter wie Sanitäter, Feuerwehrleute, Landschaftsgärtner und Polizisten ihr Glück am 20m hohen Felsen. Die verschiedenen Aktionen am Hochseilgarten waren speziell auf Gruppen abgestimmt. Insgesamt 97 Gruppen, davon viele Schulklassen, nahmen die Angebote wahr. „Der Hochseilgarten ist besonders für die Entstehung positiver gruppendynamischer Prozesse wichtig. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mussten als Gruppe zusammenarbeiten, sich gegenseitig sichern und Hilfestellung geben, das fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl“, so Dirk Seifert.

Im besonderen wurde der Hochseilgarten beispielsweise auch für einen Betriebsausflug einer Zahnarztpraxis, eine Feier anlässlich eines 60. Geburtstages und viel Kindergeburtstage in luftiger Höhe genutzt. Mit dem Ende der Landesgartenschau wurden auch Kletterturm und Hochseilgarten für die Öffentlichkeit erst einmal geschlossen. Voraussichtlich ab dem nächsten Frühjahr können alle Kletterbegeisterten den „PeterStein 20“ unter Anleitung des Team „Mobilé“ regelmäßig dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr nutzen. Auch der Hochseilgarten steht dann wieder allen interessierten Gruppen nach Anmeldung und Terminabsprache mit dem „Mobilé“ (NDH 98 21 87) zur Verfügung.
Autor: nnz

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