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Positiver Müll für die Region

Freitag, 15. Oktober 2004, 12:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Vorzeigeobjekt des Landkreises Nordhausen ist zweifellos das Abfallwirtschaftszentrum bei Nentzelsrode. Jetzt hatte sich der neue Umweltausschuß des Kreistages einen Überblick verschafft und zugleich auch in die Zukunft geblickt.


Ziel des gestrigen Besuchs war es, sich ein Bild von dem derzeitigen Geschehen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums zu machen. Eingangs erfolgte ein Rundgang und eine Besichtigung der Baustelle des Investitionsvorhabens der Firma Rethmann. Hier sind die Bauarbeiten im vollen Gange. Sachkundige Erläuterungen zum Investitionsvorhaben der Firma Rethmann gab es von deren Vertreter Frank Schneider. Die Bewirtschaftung der derzeit noch genutzten Deponie sowie der Umfang der Aufgaben wurden von Sebastian Huck von der Bergsicherung Ilfeld erörtert.

„Die Ausschussmitglieder zeigten sich erfreut, dass ein Großteil der Investitionen an regional ansässige Untenehmen vergeben wurden. So wird der Bau der Halle für die künftige Restabfallbehandlungsanlage zum Beispiel durch die HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH aus Heringen realisiert.In der anschließenden Beratung im Verwaltungsgebäude wurden noch Fragen zum zeitlichen Ablauf und zu den technischen Details beantwortet“, berichtete Ausschußvorsitzender Maik Schröter (CDU) der nnz.

Weitere Schwerpunkte der gestrigen Sitzung waren das Abfallwirtschaftskonzept sowie angestrebte Änderungen bei der Pflanzenabfallverordnung. Die Ausschussmitglieder waren sich einig darüber, dass die derzeitige Anzeigepflicht für die Verbrennung von Pflanzenabfällen bei den Kommunen inzwischen überflüssig ist. Es wurde aber auch festgestellt, dass die Geruchs- und Rauchbelastung während der Brenntage für viele Bürger, insbesondere Asthmatiker und Bronchialerkrankte, zum Teil eine unzumutbare Belastung darstellt.

An dieser Stelle wird nochmals darauf hingewiesen, dass der Landkreis mit der geordneten Abfuhr des Grünschnittes einen beispielhaften Service anbietet. Im Interesse einer möglichst geringen Belästigung der Mitmenschen sollten so viel Bürger wie möglich von diesem Service Gebrauch machen.

Die Intensivierung der Zusammenarbeit des Ausschusses mit der Fachhochschule Nordhausen wird angestrebt. Es gibt, gerade vor dem Hintergrund der angebotenen Studiengänge Flächen- und Stoffrecycling und Regenerative Energietechnik viele Berührungspunkte, die eine gute Zusammenarbeit von Politik, Hochschulbildung und Wirtschaft verlangen.
Autor: nnz

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