Länger als eine Autobahn
Donnerstag, 14. Oktober 2004, 13:02 Uhr
Nordhausen/Sülzhayn (nnz). Da denkt man als normaler Bürger, daß der Bau einer Autobahn schon recht lange dauert. Doch im Landkreis Nordhausen gibt es Straßenbauprojekte, die ziehen sich noch länger hin. Die nnz hat sich auf Spurensuche begeben.
Zum ersten Mal hatte die nnz im Oktober 2000, also vor vier Jahren, über das Bauvorhaben einer Straße zwischen Sülzhayn und der Bundesstraße 4 berichtet. Stichwort Jägerfleck. Damals stand fest, daß die 3,5 Kilometer lange Straße rund 2,1 Millionen DM kosten sollte. Schon damals war das Nordthüringer Straßenbauamt in Leinefelde mit der Planung befaßt. Doch eigentlich ist man – vier Jahre danach – immer noch mit Planungen beschäftigt. Die sollen nach nnz-Informationen zwar fast fertig sein, aber eben nur fast.
Nach dem einige Steine des Wasserrechts und des Umweltschutzes aus dem Weg geräumt wurden geht es momentan darum, welchen Status die zu planenden Straße haben wird. In Ellrich geht man definitiv davon aus, das die Anbindung zur B 4 eine Landesstraße ist. Sie könnte aber auch zur Kreisstraße mutieren, denn schließlich stuft das Land Thüringen vieler seiner Straßen herunter, zu Kreisstraßen zum Beispiel.
Wenn die Straße eine Kreisstraße werden soll, dann wird sie der Landkreis auch bezahlen müssen. Doch für den Straßenbau können Fördermittel beantragt werden. Das soll auch geschehen, denn schon im kommenden Kreistag sollen dessen Mitglieder einen entsprechenden Beschluß fassen. Vize-Landrat Matthias Jendricke (SPD) geht davon aus, daß die Planungen seitens des Straßenbauamtes in Leinefelde im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Dann würden sich die Kosten für die dreieinhalb Kilometer auf 2,6 bis 3 Millionen Euro belaufen. Und der Baubeginn wird jetzt auf das Jahr 2006 datiert.
Vorausgesetzt, die Fördermittel werden genehmigt. Und so könnten noch einige Jahre ins Land gehen, bis Sülzhayn vernünftig an Bundesstraßennetz abgeschlossen ist. Der touristischen Entwicklung würde dieser Anschluß jedoch gut tun. Ist die Straße erst einmal gebaut und bezahlt, dann müßte sich vermutlich die Stadt Ellrich um deren Unterhaltung kümmern, schließlich verbindet sie mit Sülzhayn und Rothesütte zwei Ortsteile der Einheitsgemeinde.
Die ersten Überlegungen und Planungen für den Bau dieser Straße gehen bereits auf den Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Und so erweist es sich, daß der Bau einer 3,5 Kilometer langen Straße im Landkreis Nordhausen länger dauern kann als der Bau einer 180 Kilometer langen Autobahn, wie der A 38. Planungen inklusive.
Autor: nnzZum ersten Mal hatte die nnz im Oktober 2000, also vor vier Jahren, über das Bauvorhaben einer Straße zwischen Sülzhayn und der Bundesstraße 4 berichtet. Stichwort Jägerfleck. Damals stand fest, daß die 3,5 Kilometer lange Straße rund 2,1 Millionen DM kosten sollte. Schon damals war das Nordthüringer Straßenbauamt in Leinefelde mit der Planung befaßt. Doch eigentlich ist man – vier Jahre danach – immer noch mit Planungen beschäftigt. Die sollen nach nnz-Informationen zwar fast fertig sein, aber eben nur fast.
Nach dem einige Steine des Wasserrechts und des Umweltschutzes aus dem Weg geräumt wurden geht es momentan darum, welchen Status die zu planenden Straße haben wird. In Ellrich geht man definitiv davon aus, das die Anbindung zur B 4 eine Landesstraße ist. Sie könnte aber auch zur Kreisstraße mutieren, denn schließlich stuft das Land Thüringen vieler seiner Straßen herunter, zu Kreisstraßen zum Beispiel.
Wenn die Straße eine Kreisstraße werden soll, dann wird sie der Landkreis auch bezahlen müssen. Doch für den Straßenbau können Fördermittel beantragt werden. Das soll auch geschehen, denn schon im kommenden Kreistag sollen dessen Mitglieder einen entsprechenden Beschluß fassen. Vize-Landrat Matthias Jendricke (SPD) geht davon aus, daß die Planungen seitens des Straßenbauamtes in Leinefelde im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Dann würden sich die Kosten für die dreieinhalb Kilometer auf 2,6 bis 3 Millionen Euro belaufen. Und der Baubeginn wird jetzt auf das Jahr 2006 datiert.
Vorausgesetzt, die Fördermittel werden genehmigt. Und so könnten noch einige Jahre ins Land gehen, bis Sülzhayn vernünftig an Bundesstraßennetz abgeschlossen ist. Der touristischen Entwicklung würde dieser Anschluß jedoch gut tun. Ist die Straße erst einmal gebaut und bezahlt, dann müßte sich vermutlich die Stadt Ellrich um deren Unterhaltung kümmern, schließlich verbindet sie mit Sülzhayn und Rothesütte zwei Ortsteile der Einheitsgemeinde.
Die ersten Überlegungen und Planungen für den Bau dieser Straße gehen bereits auf den Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Und so erweist es sich, daß der Bau einer 3,5 Kilometer langen Straße im Landkreis Nordhausen länger dauern kann als der Bau einer 180 Kilometer langen Autobahn, wie der A 38. Planungen inklusive.
