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Waliser machen Dampf im Südharz

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 10:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Ab morgen sind 30 Lokführer, Heizer und Zugbegleiter der ältesten Eisenbahngesellschaft der Welt – der „Ffestiniog an Welsh Highland Railways „ (FR/WHR) in Wales – zu Gast bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Was die Waliser in den folgenden Tagen so drauf haben, das erfahren Sie in Ihrer nnz.


Unter sachkundiger Begleitung der Personale der HSB werden sie auf dem gesamten Streckennetz der HSB – überhaupt erstmalig auf einem kontinentalen dampfbetriebenen Schmalspurstreckennetz - am Samstag, den 16., und Sonntag, den 17. Oktober, in ihrer typischen walisischen Eisenbahnerkleidung unterwegs sein.

Dieser Besuch aus Wales resultiert aus guten Kontakten zwischen Mitarbeitern der HSB und den walisischen Eisenbahnern, die vor einigen Jahren im Rahmen einer privaten Reise geknüpft worden. Danach folgte im Jahr 2003 eine offizielle Einladung an die Harzer Eisenbahner nach Wales. 10 Harzer waren im Rahmen eines „German Weekends“ ein Wochenende lang ebenfalls als Lokführer, Heizer und Zugbegleiter auf schmaler Spur in Wales tätig. Natürlich boten sich auch viele Gelegenheiten zum Fachsimpeln und zur weiteren Vertiefung persönlicher Kontakte.

Im „Mutterland der Eisenbahn“ Großbritannien fuhren vor 200 (!) Jahren nicht nur die ersten Eisenbahnen sondern sehr frühzeitig entwickelte sich dort ein bewußter Umgang mit dem technischen Erbe, indem wertvolle Sachzeuge der Eisenbahnentwicklung vor dem Schneidbrenner bewahrt wurden. So findet man heute auf den britischen Inseln eine Vielzahl interessanter Museumeisenbahnen. Eine der ältesten und von der Streckenlänge die größte Museumseisenbahn ist die in Wales verkehrende Ffestiniog Railway von Porthmadog nach Blaneau Ffestiniog, die auf den Gleisen einer ehemals dem Schieferbergbau dienenden Bahn verkehrt. Derzeit wird diese Bahn mit der Welsh Highland Railway verbunden und erfährt damit fast eine Verdoppelung der bisherigen Streckenlänge.

Sicherlich werden nach diesem Wochenende viele interessante und neue Eindrücke zum Gepäck der Rückreise gehören. Letztendlich tragen diese Kontakte dazu bei, daß die jeweilige Bahn im Partnerland an Bekanntheit gewinnt und somit neue Besucherpotentiale erschlossen werden.

Dieses Aufeinandertreffen der „Ältesten der Welt aus Großbritannien“ auf die „Größte unter den Kleinen aus Deutschland“ ist sicherlich nicht der letzte gegenseitige Besuch. Jeder, der als Fahrgast Interesse an einem ersten Kennenlernen der britischen Freunde hat, ist natürlich bei den Harzer Schmalspurbahnen herzlich willkommen.
Autor: nnz

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