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nnz nachgehakt

Gut Ding will Weile haben

Donnerstag, 10. August 2017, 16:30 Uhr
Wer nach Krimderode hinein fährt, kommt an einem alten Ziegelkoloss vorbei, der Ellermühle. Vor knapp drei Jahren hatte Klaus-Dieter Heber angekündigt die alte Mühle in ein Wohnobjekt umzuwandeln, verbunden mit einem ambitionierten sozialem Rahmenprojekt. Für den Betrachter scheint seitdem nichts geschehen zu sein, die nnz hat einmal nachgehakt...

Baustelle seit 2014: die Ellermühle in Krimderode (Foto: Angelo Glashagel) Baustelle seit 2014: die Ellermühle in Krimderode (Foto: Angelo Glashagel)


Insgesamt 42 Wohnungen würden auf dem 11.000 qm großen Gelände entstehen, hatte Klaus-Dieter Heber im März 2014 angekündigt. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes ist Leiter des Kinderheims Frohe Zukunft, Geschäftsführer des gleichnamigen Vereins und ehrenamtlich auch Vorsitzender des Kinderhospiz Tambach-Dietharz.

Das Projekt Ellermühle ging ambitioniert an den Start, neben erschwinglichen Wohnungen für Senioren und junge Familien sollten auf dem Gelände auch ein Spielplatz, eine Terrasse, eine Werkstatt, ein Gemeinschaftsgarten und sogar eine Sauna entstehen. Für den hauseigenen Strom würde die Wasserkraft des angrenzenden Mühlgrabens sorgen.

Das Turbinenhaus läuft auch gut drei Jahre später noch und produziert Strom. Die Bauarbeiten aber liegen seit November 2015 auf Eis, erzählte Klaus-Dieter Heber. Sich der Vermarktung des Projektes voll und ganz zu widmen, dafür habe zuletzt schlicht die Zeit gefehlt. Man habe die Energie im Moment nicht investieren können die Ellermühle weiter voranzutreiben, aber es werde weitergehen, meinte Heber. "Wir haben als sozialer Träger da einen etwas anderen Ansatz als ein privater Bauherr", so Heber, "wir haben keine riesige Gewinnmarge im Blick und wollen das unsere Wohnungen auch in fünf Jahren noch bezahlbar bleiben."

Baustelle seit 2014: die Ellermühle in Krimderode (Foto: Angelo Glashagel) Baustelle seit 2014: die Ellermühle in Krimderode (Foto: Angelo Glashagel)


Ein Hindernis ist im Moment noch der Bau einer Fischtreppe im angrenzenden Gewässer, keine kleine Röhre soll es werden, erklärte Heber, sondern eine größere Anlage mit Auf- und Abstiegsmöglichkeiten für Fische, es gilt EU-Verordnungen einzuhalten. Allein hier hätten sich Diskussion und Planung gut anderthalb Jahre hingezogen, erläuterte der Leiter der "Frohen Zukunft", im kommenden Frühjahr soll hier Baubeginn sein, danach werde man auch mehr Klarheit haben, wie es mit den weiteren Bauarbeiten weiter gehen kann, vielleicht werde man sogar schon zum Herbst konkrete Aussagen treffen können.
Angelo Glashagel
Autor: red

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