Arbeits-Plätzchen
Dienstag, 12. Oktober 2004, 08:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Unermüdlichen trafen sich erneut auf den Nordhäuser Rathausplatz, um das zu sagen, was seit 12 Wochen gesagt wurde, und auch an den nächsten Montagabenden auf diesem Platz gesagt werden wird. Ein Bericht in Ihrer nnz.
Arbeits-Plätzchen (Foto: nnz)
120 BürgerInnen aus der Region nahmen Anteil an den Inhalten von vier Redebeiträgen. Sie wussten und spürten erneut, dass, was sie hörten, hatte sich bereits bei ihnen verinnerlicht: Weg mit Hartz IV, neue, andere soziale Reformen braucht das Land. Doch reichen 100 oder 120 Menschen aus, um dieses Ziel zu erreichen? Und da war wieder die Frage nach den Sinn der Demonstrationen, Fragen nach dem wie weiter.
Jürgen Nagel, moderierender Frontmann des Organisationskomitees, machte ihnen erneut deutlich, das es schon als eine Ehre anzusehen ist, zu den Unverbesserlichen Nordhäuser Demonstranten zu gehören. Tun sei immer noch besser als Unterlassen. Eigentlich aber, so sagte er ihnen, stehen wir hier am falschen Platz und Ort. Die Demonstrierer gehören dort hin, wo die Schaltstellen von Hatz IV befinden. Zum BDI, nach Hannover zum VW-Konzern, an die Werktore von Daimler/Chrysler, nach Rüsselsheim zu Opel, aber auch nach Ohrdruf zum Zwiebackfabrikant Brandt. In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Artikel 14, Absatz 2 des Grundgesetzes, wo nach Eigentum verpflichtet und dem Allgemeinwohl dienen sollte.
Aktionen vor regionalen Agenturen für Arbeit treffen die falschen. Hinter diesen Mauern sitzen Verbündete und keine Feinde, so Nagel. Interesse bestand am Erwerb von Losen, wenn auch darin nicht der sehnlichst erhoffte Arbeitsplatz zu finden war. Die angebotenen Arbeits-Plätzchen fanden schnell solidarischen Absatz. Und zum Schluß wurde wieder gesungen.
Autor: nnz
Arbeits-Plätzchen (Foto: nnz)
120 BürgerInnen aus der Region nahmen Anteil an den Inhalten von vier Redebeiträgen. Sie wussten und spürten erneut, dass, was sie hörten, hatte sich bereits bei ihnen verinnerlicht: Weg mit Hartz IV, neue, andere soziale Reformen braucht das Land. Doch reichen 100 oder 120 Menschen aus, um dieses Ziel zu erreichen? Und da war wieder die Frage nach den Sinn der Demonstrationen, Fragen nach dem wie weiter.
Jürgen Nagel, moderierender Frontmann des Organisationskomitees, machte ihnen erneut deutlich, das es schon als eine Ehre anzusehen ist, zu den Unverbesserlichen Nordhäuser Demonstranten zu gehören. Tun sei immer noch besser als Unterlassen. Eigentlich aber, so sagte er ihnen, stehen wir hier am falschen Platz und Ort. Die Demonstrierer gehören dort hin, wo die Schaltstellen von Hatz IV befinden. Zum BDI, nach Hannover zum VW-Konzern, an die Werktore von Daimler/Chrysler, nach Rüsselsheim zu Opel, aber auch nach Ohrdruf zum Zwiebackfabrikant Brandt. In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Artikel 14, Absatz 2 des Grundgesetzes, wo nach Eigentum verpflichtet und dem Allgemeinwohl dienen sollte.
Aktionen vor regionalen Agenturen für Arbeit treffen die falschen. Hinter diesen Mauern sitzen Verbündete und keine Feinde, so Nagel. Interesse bestand am Erwerb von Losen, wenn auch darin nicht der sehnlichst erhoffte Arbeitsplatz zu finden war. Die angebotenen Arbeits-Plätzchen fanden schnell solidarischen Absatz. Und zum Schluß wurde wieder gesungen.
