KIRCHENGEMEINDE BIELEN BESUCHTE DIE WARTBURG
Deftig gegabelt wie einst Luther
Donnerstag, 03. August 2017, 16:24 Uhr
Ausschließlich auf Kur -und Erholungsreisen spezialisiert, führte am 3. Juni 2014 Med. Reisen seine erste Tagestour durch und erweitere damit das Angebot. Die Fahrt führte vor drei Jahren an den Süßen See in das Mansfelder Land. An Bord waren Mitglieder des Gemeindekirchenrates Bielen, Freunde und Bekannte....
Christina Mitzlaff (links) und Helga Komischke engagieren sich rege in der Kirchengemeinde Bielen. Phänomenal war dass Lutherfest. (Foto: Kurt Frank)
Bielen/Eisenach. Inzwischen wurde der Kirchenrat des Ortes Stammkunde bei dem Nordhäuser Reiseunternehmen. Gestern ging es wieder auf eine Tages-Tour. Wohin? Im Jubiläumsjahr des großen Reformators natürlich an dessen bedeutsamster Wirkungsstätte: zur Wartburg und in seine liebe Stadt Eisenach.
Helga Komischke vom Gemeindekirchenrat bemühte sich, möglichst viele Leute für die Fahrt zu begeistern und an Bord des Busses zu bringen. Das gelang. 43 Personen, unter ihnen viele Jugendliche, fanden sich zur Abfahrt ein. Darüber freute sich ebenfalls Andy Würth am Steuer, Juniorenchef vom Reiseunternehmen Schweineberg aus Gernrode.
Auch Christina Mitzlaff, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, und Lektor Christopher Bischoff hatten ihren Anteil am Gelingen. Noch auf der Zielgeraden stimmte Bischoff die Nationalhymne der Protestanten, Luthers Lied Eine feste Burg ist unser Gott an und auf das bevorstehende Ereignis ein. Gesanglich bedarf es da wohl noch einiger Übungen.
Martin Luther war kein Kostverächter. Der Mann liebte bekanntlich deftiges und gutes Essen. Ganz in seinem Sinne gabelte dann auch die Reisetruppe in den Eisenacher Lutherstuben in der Katharinenstraße. Der Reformator dominierte Speisekarte wie Ambiente der rustikalen Gastwirtschaft. Und mit flotten Sprüchen:
Busfahrer Andy Würth (links), Juniorchef bei Schweineberg Reisen in Gernrode, und Willi Döring von Med. Reisen kennen sich gut. (Foto: Kurt Frank)
Luther äußerte sich ebenso selbstverständlich über die Ehe, Frauen und die Politik, Musik wie über die Kirche. Was er vor 500 Jahren formulierte, ist allzu oft alltagstauglich: Es ist die größte Torheit, mit vielen Worten nichts zu sagen. Oder: Wenn jemand sich in einer Sache nicht auskennt, soll er seinen Senf nicht dazu geben. Wohl war: Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Schließlich: Pfaffen sollen beten und nicht regieren. Und: Die Weiber schwatzen auf den Straßen, die Männer hocken, spielen, prassen. Im Weine manches Mehr zerrinnt als die Woche hat er verdient.
Für das leibliche Wohl, das Busunternehmen und die gute Organisation rundum hatte Wille Döring von Med. Reisen wieder in bewährter Weise gesorgt. Unter anderem für einen Stadtplan Eisenach erleben und darauf eingezeichnet, wie man wohin gelangt.
Dem deftigen Mahle ging ein Rundgang durch die Wartburg voraus. Mit Audio-Guide am Ohr, verfolgten die Besucher aufmerksam die jeweiligen Erläuterungen der derzeitigen Sonderausstellung. Sie präsentierte sich in verschiedenen Räumen. Mit neuen Forschungsergebnissen über das Leben und Wirken Luthers und seiner historischen Verdienste.
Was die Kirchengemeinde Bielen und ihr Rat unter seinem Dach zu bieten hat, lässt aufhorchen. Es wird gelebt, verinnerlicht. Helga Komischke und Christina Mitzlaff zählen auf: Frauenhilfe, Gemischter Chor, Cafe, Nähkurs. Seinesgleichen im Landkreis aber sucht, wie die Gemeinde 500 Jahre Reformation feierte. Phänomenal das Lutherfest mit seinem von Karin Kisker geschriebenen und von Carolin Röttig in Szene gesetztem Theaterstück.
18 junge und ältere Akteure boten ein Stück, das Historisches, Zeitkritisches, Philosophisches und Aktuelles vereinte und dem Publikum Aspekte im Lichte der Reformation vor dem Hintergrund aktueller Vorhaben des Dorfes versinnbildlichte. Alle Vereine des Ortes engagierten sich. Mit ihrem Luthermarkt. Eingebettet in historischen Kostümen zelebrierte er eine kulinarischer Reise durch die Zeit.
Der Reformator hätte seine helle Freude gehabt und kräftig zugelangt: Spanferkel am Spieß bot der Heimatverein, Würstchen die Kameraden der Feuerwehr, Suppe, Brot und diverse Getränke der Kirmesverein. Der Kirchenbauverein lockte mit einer Weinstube. Kräutergärtchen, Korbflechterstand, Feuershow, Bogenschießen und ein Kinderprogramm rundeten das Ereignis ab.
Kurt Frank
Autor: red
Christina Mitzlaff (links) und Helga Komischke engagieren sich rege in der Kirchengemeinde Bielen. Phänomenal war dass Lutherfest. (Foto: Kurt Frank)
Bielen/Eisenach. Inzwischen wurde der Kirchenrat des Ortes Stammkunde bei dem Nordhäuser Reiseunternehmen. Gestern ging es wieder auf eine Tages-Tour. Wohin? Im Jubiläumsjahr des großen Reformators natürlich an dessen bedeutsamster Wirkungsstätte: zur Wartburg und in seine liebe Stadt Eisenach.
Helga Komischke vom Gemeindekirchenrat bemühte sich, möglichst viele Leute für die Fahrt zu begeistern und an Bord des Busses zu bringen. Das gelang. 43 Personen, unter ihnen viele Jugendliche, fanden sich zur Abfahrt ein. Darüber freute sich ebenfalls Andy Würth am Steuer, Juniorenchef vom Reiseunternehmen Schweineberg aus Gernrode.
Auch Christina Mitzlaff, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, und Lektor Christopher Bischoff hatten ihren Anteil am Gelingen. Noch auf der Zielgeraden stimmte Bischoff die Nationalhymne der Protestanten, Luthers Lied Eine feste Burg ist unser Gott an und auf das bevorstehende Ereignis ein. Gesanglich bedarf es da wohl noch einiger Übungen.
Martin Luther war kein Kostverächter. Der Mann liebte bekanntlich deftiges und gutes Essen. Ganz in seinem Sinne gabelte dann auch die Reisetruppe in den Eisenacher Lutherstuben in der Katharinenstraße. Der Reformator dominierte Speisekarte wie Ambiente der rustikalen Gastwirtschaft. Und mit flotten Sprüchen:
Busfahrer Andy Würth (links), Juniorchef bei Schweineberg Reisen in Gernrode, und Willi Döring von Med. Reisen kennen sich gut. (Foto: Kurt Frank)
Luther äußerte sich ebenso selbstverständlich über die Ehe, Frauen und die Politik, Musik wie über die Kirche. Was er vor 500 Jahren formulierte, ist allzu oft alltagstauglich: Es ist die größte Torheit, mit vielen Worten nichts zu sagen. Oder: Wenn jemand sich in einer Sache nicht auskennt, soll er seinen Senf nicht dazu geben. Wohl war: Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Schließlich: Pfaffen sollen beten und nicht regieren. Und: Die Weiber schwatzen auf den Straßen, die Männer hocken, spielen, prassen. Im Weine manches Mehr zerrinnt als die Woche hat er verdient.
Für das leibliche Wohl, das Busunternehmen und die gute Organisation rundum hatte Wille Döring von Med. Reisen wieder in bewährter Weise gesorgt. Unter anderem für einen Stadtplan Eisenach erleben und darauf eingezeichnet, wie man wohin gelangt.
Dem deftigen Mahle ging ein Rundgang durch die Wartburg voraus. Mit Audio-Guide am Ohr, verfolgten die Besucher aufmerksam die jeweiligen Erläuterungen der derzeitigen Sonderausstellung. Sie präsentierte sich in verschiedenen Räumen. Mit neuen Forschungsergebnissen über das Leben und Wirken Luthers und seiner historischen Verdienste.
Was die Kirchengemeinde Bielen und ihr Rat unter seinem Dach zu bieten hat, lässt aufhorchen. Es wird gelebt, verinnerlicht. Helga Komischke und Christina Mitzlaff zählen auf: Frauenhilfe, Gemischter Chor, Cafe, Nähkurs. Seinesgleichen im Landkreis aber sucht, wie die Gemeinde 500 Jahre Reformation feierte. Phänomenal das Lutherfest mit seinem von Karin Kisker geschriebenen und von Carolin Röttig in Szene gesetztem Theaterstück.
18 junge und ältere Akteure boten ein Stück, das Historisches, Zeitkritisches, Philosophisches und Aktuelles vereinte und dem Publikum Aspekte im Lichte der Reformation vor dem Hintergrund aktueller Vorhaben des Dorfes versinnbildlichte. Alle Vereine des Ortes engagierten sich. Mit ihrem Luthermarkt. Eingebettet in historischen Kostümen zelebrierte er eine kulinarischer Reise durch die Zeit.
Der Reformator hätte seine helle Freude gehabt und kräftig zugelangt: Spanferkel am Spieß bot der Heimatverein, Würstchen die Kameraden der Feuerwehr, Suppe, Brot und diverse Getränke der Kirmesverein. Der Kirchenbauverein lockte mit einer Weinstube. Kräutergärtchen, Korbflechterstand, Feuershow, Bogenschießen und ein Kinderprogramm rundeten das Ereignis ab.
Kurt Frank










