Fragen aus dem Landkreis Nordhausen
Montag, 13. August 2001, 14:11 Uhr
Nordhausen/Mühlhausen (nnz). Noch im September soll die Ausschreibung zur weiteren Behandlung der Restabfälle in Nordthüringen veröffentlich werden. Das hätte allerdings schon eher geschehen können...
Noch immer soll es einige Ungereimtheiten innerhalb des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) geben. Wir müssen da intern noch einige kleine Dinge regeln, beschreibt ZAN-Geschäftsführer Dieter Sachse den jetzigen Zustand. Es gebe vor allem aus dem Landkreis Nordhausen noch einige An- und Nachfragen zum Ausschreibungstext. Bis zum September sei zwar keine Verbandssitzung mehr vorgesehen, die Differenzen könnten jedoch auch über andere Kanäle geklärt werden, war aus Mühlhausen zu hören. Das jedoch sieht der Landrat des Landkreises Nordhausen, Joachim Claus (CDU), anders. Gegenüber nnz sagte er: Ich interpretiere die Verbandssatzung so, dass vor einer Ausschreibung die Mitglieder des Verbandes noch einmal zusammenkommen. Schließlich geht es hierbei um Entscheidungen, die den Bürger als Gebührenzahler über einen langen Zeitraum treffen werden. Und da erwarte ich einfach eine Spur mehr Transparenz. Zweimal habe Claus den Verbandsvorsitzenden, Landrat Werner Henning, diesbezüglich angeschrieben, zweimal habe er eine Absage erhalten. Nun hat Claus das Landesverwaltungsamt in Weimar angerufen, damit sich diese Aufsichtsbehörde dazu eine Meinung bilde.
In den Ausschreibungsunterlagen sollen sowohl Nentzelsrode als auch Menteroda als Standorte für eine Restabfallbehandlungsanlage ausgewiesen werden (siehe auch nnz-Archiv). Darüber hinaus könne man sich beim ZAN auch eine Behandlung der Restabfälle außerhalb des Verbandsgebietes vorstellen. Letztlich werde der Anbieter des Zuschlag bekommen, der sowohl das wirtschaftlichste als auch das sicherste Angebot unterbreitet. Sicher ist hierbei mit Entsorgungssicherheit gleichzusetzen. Es müsse weitestgehend ausgeschlossen werden, dass ein Anbieter mit einem Super-Preis des Zuschlag erhält, der ein paar Jahre später vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen könnte. Der Verband benötigt eine Entsorgungssicherheit von zehn bis zwanzig Jahren.
Der Verband wird auch weiterhin eine Entsorgung des Restabfalls ab dem Jahr 2005 innerhalb seines Verbandsgebietes bevorzugen. Im Vordergrund einer Entscheidung steht dabei natürlich die Gebührenfreundlichkeit des jeweiligen Angebotes. Anders ausgedrückt, es erhalte der Anbieter den Zuschlag, dessen Offerte sowohl die Sicherheit als auch beste Preis-Leistungsverhältnis beinhaltet. Auf Gebührenerhöhungen müssen sich die Bürger in Nordthüringen ab 2005 auf jeden Fall einstellen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Restabfallbehandlung in oder außerhalb des Verbandsgebietes vorgenommen wird, auch das jeweilige Verfahren (thermisch oder mechanisch-biologisch) wird sich nicht unbedingt auf eine Reduzierung der Gebühren auswirken, prophezeien jetzt schon Kenner der Szene.
Autor: nnzNoch immer soll es einige Ungereimtheiten innerhalb des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) geben. Wir müssen da intern noch einige kleine Dinge regeln, beschreibt ZAN-Geschäftsführer Dieter Sachse den jetzigen Zustand. Es gebe vor allem aus dem Landkreis Nordhausen noch einige An- und Nachfragen zum Ausschreibungstext. Bis zum September sei zwar keine Verbandssitzung mehr vorgesehen, die Differenzen könnten jedoch auch über andere Kanäle geklärt werden, war aus Mühlhausen zu hören. Das jedoch sieht der Landrat des Landkreises Nordhausen, Joachim Claus (CDU), anders. Gegenüber nnz sagte er: Ich interpretiere die Verbandssatzung so, dass vor einer Ausschreibung die Mitglieder des Verbandes noch einmal zusammenkommen. Schließlich geht es hierbei um Entscheidungen, die den Bürger als Gebührenzahler über einen langen Zeitraum treffen werden. Und da erwarte ich einfach eine Spur mehr Transparenz. Zweimal habe Claus den Verbandsvorsitzenden, Landrat Werner Henning, diesbezüglich angeschrieben, zweimal habe er eine Absage erhalten. Nun hat Claus das Landesverwaltungsamt in Weimar angerufen, damit sich diese Aufsichtsbehörde dazu eine Meinung bilde.
In den Ausschreibungsunterlagen sollen sowohl Nentzelsrode als auch Menteroda als Standorte für eine Restabfallbehandlungsanlage ausgewiesen werden (siehe auch nnz-Archiv). Darüber hinaus könne man sich beim ZAN auch eine Behandlung der Restabfälle außerhalb des Verbandsgebietes vorstellen. Letztlich werde der Anbieter des Zuschlag bekommen, der sowohl das wirtschaftlichste als auch das sicherste Angebot unterbreitet. Sicher ist hierbei mit Entsorgungssicherheit gleichzusetzen. Es müsse weitestgehend ausgeschlossen werden, dass ein Anbieter mit einem Super-Preis des Zuschlag erhält, der ein paar Jahre später vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen könnte. Der Verband benötigt eine Entsorgungssicherheit von zehn bis zwanzig Jahren.
Der Verband wird auch weiterhin eine Entsorgung des Restabfalls ab dem Jahr 2005 innerhalb seines Verbandsgebietes bevorzugen. Im Vordergrund einer Entscheidung steht dabei natürlich die Gebührenfreundlichkeit des jeweiligen Angebotes. Anders ausgedrückt, es erhalte der Anbieter den Zuschlag, dessen Offerte sowohl die Sicherheit als auch beste Preis-Leistungsverhältnis beinhaltet. Auf Gebührenerhöhungen müssen sich die Bürger in Nordthüringen ab 2005 auf jeden Fall einstellen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Restabfallbehandlung in oder außerhalb des Verbandsgebietes vorgenommen wird, auch das jeweilige Verfahren (thermisch oder mechanisch-biologisch) wird sich nicht unbedingt auf eine Reduzierung der Gebühren auswirken, prophezeien jetzt schon Kenner der Szene.
