Hat Familie eine Zukunft?
Mittwoch, 06. Oktober 2004, 10:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Der landesweite Agenda 21-Wettbewerb erlebte in diesem Jahr bereits seine 5. Auflage. Heute wurden auf dem Gelände der Landesgartenschau in Nordhausen die Preisträger geehrt. Dabei stand die Familie im Mittelpunkt des Wettbewerbs.
Nachdem die vorangegangenen Wettbewerbe immer mit Umwelt - und Verbraucherthemen besetzt waren, wurde in diesem Jahr von den Initiatoren bewusst das soziale Agenda 21- Thema "Zukunft: Familie!?" in den Mittelpunkt gerückt. Erstmals wurde dieser Wettbewerb in Kooperation zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt durchgeführt.
"Die Familie stellt das Fundament unserer Gesellschaft dar. Hier werden Kinder geboren, hier werden ihnen orientierende Werte vermittelt. In der Familie finden Menschen Halt und Geborgenheit, hier nimmt die Solidarität zwischen den Generationen konkrete Gestalt an: Eltern sorgen für ihre Kinder und diese dann wieder für ihre ins Seniorenalter eingetretenen Eltern. Familien sind Orte, an denen Kinder Liebe und Beständigkeit erfahren können. Ohne Familien ist im wahrsten Sinne des Wortes 'kein Staat zu machen'", so Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) bei der Preisverleihung.
Die Zukunft der Familie sei eine Frage der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Die Bevölkerungsentwicklung mit niedriger
Geburtenrate und steigendem Altersdurchschnitt sei eine tickende Zeitbombe. Ohne Familien und Kinder wäre Thüringen ein Land ohne Zukunft und ohne Kreativität. Es sei Zeit für einen neuen gesellschaftlichen Aufbruch, Zeh weiter: Wir
brauchen ein überzeugtes ‚Ja’ zur Familie und zum Kind. Wenn Kinder zu bekommen und zu erziehen auch zuallererst in der eigenen Verantwortung der Eltern liegt, so muss diese Entscheidung doch von der Gesellschaft mitgetragen und unterstützt werden." Eine besonders gute Resonanz zeigte der Wettbewerbsaufruf in den Kommunen, Vereinen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen. Die Auswahl zwischen den vielen guten Projekten war nicht einfach zu treffen".
In der Kategorie Kommunen und öffentliche
Einrichtungen wurden durch das Kinderhaus Weimar alltägliche familiäre Probleme spielerisch in einem Kinder-Elterntheater bewältigt, das Reggio-Kinderhaus in Gotha-Siebleben integriert unter dem Motto "Familie willkommen!" Jung und Alt und die Vereine des Ortsteils zu gemeinsamen sozialen Projekten und die Kindertagesstätten "Spatzennest" Gotha und "Pusteblume" Arnstadt haben sich dem frühzeitigen Heranführen der Vorschulkinder an einen gesunden Lebensstil verschrieben.
In der Kategorie Vereine/Verbände leisteten die Elterninitiative zur Förderung hyperaktiver Kinder e.V. Eisenach mit dem Projekt "Beratungs- und
Förderstellen" und die Lebenshilfe für geistig Behinderte Kreisvereinigung Worbis e.V. mit dem "Familienentlastenden Dienst" eine für Thüringen und darüber hinaus beispielhafte Arbeit. Mit "Bewegt Euch" ist das Projekt des Vereins für Sport und Erlebnis orientierte integrative Sozialarbeit e.V. Ilmenau überschrieben. Hierbei steht die sinnvolle sportliche Betätigung vor Ort in den einzelnen Wohngebieten im Mittelpunkt. Dass das ehrenamtliche Engagement in der Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern wertvolle Früchte tragen kann, zeigt das Beispiel des Fördervereins der Geschwister-Scholl Schule e.V. Arnstadt mit seinem gelungenen Ansatz zur Schulhofneugestaltung.
In der Kategorie Unternehmen bewies die Firma MAZeT GmbH aus Jena beispielhaft, dass durch eine familienfreundliche Personalpolitik, insbesondere familienfreundliche Arbeitszeiten, Telearbeitsplätze und die betriebliche Unterstützung für Familien und Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung, Arbeitsbedingungen zum beiderseitigen Vorteil geschaffen werden können. Die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit durch Sicherung der Kinderbetreuung hat sich die Kreiskrankenhaus Altenburg GmbH durch die Errichtung eines eigenen Betriebskindergartens mit flexiblen Öffnungszeiten zum Ziel gesetzt.
In der Kategorie Privatpersonen wurde durch die Familie Kamke aus Tambach-Dietharz mit dem Vorhaben "Natur pur - denn eine Zukunft ohne Natur geht nicht!" am eigenen Beispiel demonstriert, wie Kindererziehung mit Natur und Umwelt nachhaltig in Einklang gebracht werden können.
Autor: nnzNachdem die vorangegangenen Wettbewerbe immer mit Umwelt - und Verbraucherthemen besetzt waren, wurde in diesem Jahr von den Initiatoren bewusst das soziale Agenda 21- Thema "Zukunft: Familie!?" in den Mittelpunkt gerückt. Erstmals wurde dieser Wettbewerb in Kooperation zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt durchgeführt.
"Die Familie stellt das Fundament unserer Gesellschaft dar. Hier werden Kinder geboren, hier werden ihnen orientierende Werte vermittelt. In der Familie finden Menschen Halt und Geborgenheit, hier nimmt die Solidarität zwischen den Generationen konkrete Gestalt an: Eltern sorgen für ihre Kinder und diese dann wieder für ihre ins Seniorenalter eingetretenen Eltern. Familien sind Orte, an denen Kinder Liebe und Beständigkeit erfahren können. Ohne Familien ist im wahrsten Sinne des Wortes 'kein Staat zu machen'", so Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) bei der Preisverleihung.
Die Zukunft der Familie sei eine Frage der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Die Bevölkerungsentwicklung mit niedriger
Geburtenrate und steigendem Altersdurchschnitt sei eine tickende Zeitbombe. Ohne Familien und Kinder wäre Thüringen ein Land ohne Zukunft und ohne Kreativität. Es sei Zeit für einen neuen gesellschaftlichen Aufbruch, Zeh weiter: Wir
brauchen ein überzeugtes ‚Ja’ zur Familie und zum Kind. Wenn Kinder zu bekommen und zu erziehen auch zuallererst in der eigenen Verantwortung der Eltern liegt, so muss diese Entscheidung doch von der Gesellschaft mitgetragen und unterstützt werden." Eine besonders gute Resonanz zeigte der Wettbewerbsaufruf in den Kommunen, Vereinen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen. Die Auswahl zwischen den vielen guten Projekten war nicht einfach zu treffen".
In der Kategorie Kommunen und öffentliche
Einrichtungen wurden durch das Kinderhaus Weimar alltägliche familiäre Probleme spielerisch in einem Kinder-Elterntheater bewältigt, das Reggio-Kinderhaus in Gotha-Siebleben integriert unter dem Motto "Familie willkommen!" Jung und Alt und die Vereine des Ortsteils zu gemeinsamen sozialen Projekten und die Kindertagesstätten "Spatzennest" Gotha und "Pusteblume" Arnstadt haben sich dem frühzeitigen Heranführen der Vorschulkinder an einen gesunden Lebensstil verschrieben.
In der Kategorie Vereine/Verbände leisteten die Elterninitiative zur Förderung hyperaktiver Kinder e.V. Eisenach mit dem Projekt "Beratungs- und
Förderstellen" und die Lebenshilfe für geistig Behinderte Kreisvereinigung Worbis e.V. mit dem "Familienentlastenden Dienst" eine für Thüringen und darüber hinaus beispielhafte Arbeit. Mit "Bewegt Euch" ist das Projekt des Vereins für Sport und Erlebnis orientierte integrative Sozialarbeit e.V. Ilmenau überschrieben. Hierbei steht die sinnvolle sportliche Betätigung vor Ort in den einzelnen Wohngebieten im Mittelpunkt. Dass das ehrenamtliche Engagement in der Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern wertvolle Früchte tragen kann, zeigt das Beispiel des Fördervereins der Geschwister-Scholl Schule e.V. Arnstadt mit seinem gelungenen Ansatz zur Schulhofneugestaltung.
In der Kategorie Unternehmen bewies die Firma MAZeT GmbH aus Jena beispielhaft, dass durch eine familienfreundliche Personalpolitik, insbesondere familienfreundliche Arbeitszeiten, Telearbeitsplätze und die betriebliche Unterstützung für Familien und Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung, Arbeitsbedingungen zum beiderseitigen Vorteil geschaffen werden können. Die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit durch Sicherung der Kinderbetreuung hat sich die Kreiskrankenhaus Altenburg GmbH durch die Errichtung eines eigenen Betriebskindergartens mit flexiblen Öffnungszeiten zum Ziel gesetzt.
In der Kategorie Privatpersonen wurde durch die Familie Kamke aus Tambach-Dietharz mit dem Vorhaben "Natur pur - denn eine Zukunft ohne Natur geht nicht!" am eigenen Beispiel demonstriert, wie Kindererziehung mit Natur und Umwelt nachhaltig in Einklang gebracht werden können.
