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Handball-U21-Weltmeisterschaft 2017

Deutschland ungeschlagener Gruppensieger

Dienstag, 25. Juli 2017, 18:31 Uhr
Die deutsche Juniorennationalmannschaft hat die Vorrundengruppe A bei der Handballweltmeisterschaft 2017 in Algerien als ungeschlagener Gruppensieger beendet und trifft nun im Achtelfinale am morgigen Mittwoch 17.15 Uhr auf die Auswahl Schwedens, den Vierten der Gruppe B...

Deutschland ist ungeschlagener Gruppensieger (Foto: privat) Deutschland ist ungeschlagener Gruppensieger (Foto: privat)


Nach dem hart erkämpften Auftaktsieg über Ungarn standen für das Deutsche Team mit dem Ex-Nordhäuser Kevin Struck gegen die drei Außenseiterteams der Gruppe, Chile, Südkorea und Färöer-Inseln, drei Pflichtspielsiege auf dem Programm. Konzentriert aber auch sehr entspannt verlief die mit 51:25 gewonnene Partie gegen Chile. Auch gegen Südkorea (48:33) gab es nie Zweifel am klaren Erfolg.

Allerdings leistete sich da die Abwehr zu viele Nachlässigkeiten. 33 Gegentore waren einfach zu viel des Guten. Das darf sich gegen die Färöer, die sich mit Siegen über Chile und Südkorea ebenfalls schon fürs Achtelfinale qualifiziert hatten, nicht wiederholen mahnte Budestrainer Erik Wudtke an. Und Deutschland begann dann auch sehr konzentriert, führte nach knapp zehn Minuten sicher mit 6:3. Was soll uns da noch passieren, dachten sich da aber wohl einige.

Vorn wurden nun serienweise auch klarste Chancen vergeben und gegen die lauf- und spielfreudigen Jungs aus dem Nordathlantik sah auch die nun sehr inaktive Abwehr zunehmend alt aus. Zehn Minuten lang kein eigener Treffer mehr und der Außenseiter ging völlig verdient in Führung, lag auch nach dem Seitenwechsel bis zur 40. Minute weiter in Front. Nur langsam fanden die Deutschen aus ihrer Lethargie heraus, wobei der längst eingewechselte ehemalige Nordhäuser Kevin Struck der Abwehr zunehmend Stabilität verlieh. Und endlich wurde auch im Angriff nun wieder konstruktiv und vor allem konzentriert gespielt.

In den letzten zehn Minuten hatte die Mannschaft dann endgültig alles wieder im Griff und kam noch zu einem nach dem bisherigen Spielverlauf überraschend klaren 29:21. Damit kam es am Montagabend gegen die bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien Norweger zum Endspiel um den Gruppensieg. Hier waren die Deutschen von der ersten Minute an hellwach und hatten den Gegner zwanzig Minuten lang voll im Griff.

Bis plötzlich die Linie im Angriff verloren ging. Fehler und schlecht vorbereitete Würfe spielten dem Gegner in die Hand. Und Norwegen glänzte fortan mit extrem schnellen und sehr druckvollen Spiel, was Deutschland zunehmend vor große Probleme stellte. Wieder lag man zur Pause zurück. Und wieder waren es in erster Linie eigene Unzulänglichkeiten.

Aber die Mannschaft fand diesmal schnell wieder zu sich selber. Die Abwehr stellte sich gegen die weiter schnell spielenden Norweger viel besser ein und auch der Angriff steigerte sich gewaltig und so drehte sich das Spiel langsam aber doch kontinuierlich zu Gunsten Deutschlands. Am Ende gab es mit 32:28 auch im fünften Spiel einen verdienten Sieg.
Uwe Tittel
Autor: red

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