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Termin in Berlin

Montag, 04. Oktober 2004, 10:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Gisela Hartmann ist heute in Nordhausen schon früh in den Zug gestiegen. Ihr Ziel war Berlin. Um 11 Uhr hat sie in der Orangerie von Schloß Charlottenburg einen wichtigen Termin mit dem Bundespräsidenten.


Termin in Berlin (Foto: nnz) Termin in Berlin (Foto: nnz) Aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler wird Gisela Hartmann den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Es war schon einmal in der 90er Jahren, da wurde Hartmann für diese Auszeichnung vorgeschlagen. Sie hatte damals abgelehnt. Jetzt nahm sie den Vorschlag an.

Mit der heutigen Auszeichnung soll sowohl das Wirken der Nordhäuserin als Bürgerrechtlerin als auch als Umwelt-Aktivstin gewürdigt werden. „Gisela Hartmann engagierte sich schon lange vor der Wende für politisch verfolgte Familien und für die Umwelt. Unter dem Schirm der Evangelischen Kirche gründete sie das Kirchliche Umweltseminar. Heute arbeitet sie eng mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zusammen“, heißt es in der Begründung der Auszeichnung. Als Mitglied des Exekutivkomitees des Internationalen Rates für kommunale Umweltinititaiven nahm sie an Konferenzen in New York, Toronto und Lissabon teil. Außerdem war sie Mitglied im Beirat des Umweltbeauftragten der EKD.

Als Mitbegründerin des Neuen Forum in Nordhausen verhinderte Gisela Hartmann die Vernichtung der Stasi-Unterlagen. Sie ist ebenfalls Mitinitiatorin von Aktionen zugunsten von Kindern in Tschernobyl. Für Bündnis90/Die Grünen, deren Thüringer Landesvorstand sie angehört, sitzt Gisela Hartmann im Kreistag von Nordhausen.

Insgesamt erhalten heute 46 Personen den Bundesverdienstorden, darunter der Ungar Imre Kertèsz. Aus Thüringen werden neben Gisela Hartmann zwei weitere Bürgerinnen und Bürger geehrt.
Autor: nnz

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