ältestes SPD Mitglied feierte Geburtstag
Ein Jahrhundert Leben
Montag, 10. Juli 2017, 12:30 Uhr
Am. 8. Juli hatte es Frau Emmi Tittmann geschafft, die große Doppelnull, der einhundertste Geburtstag. Heute gratulierten auch die Nordhäuser Sozialdemokraten ihrem ältesten Mitglied...
100 Jahre in Nordhausen - Emmi Tittmann's Geburtstag wurde heute ordentlich gefeiert (Foto: Angelo Glashagel)
Wie sie das geschafft hat, einhundert Jahre alt zu werden, dass weiß sie auch nicht so genau. Ein bewegtes Leben hat Emmi Tittmann gehabt und eines, an das sie sich immer noch lebhaft erinnert. Erst seit etwa anderthalb Jahren ist sie Bewohnerin der Rolandhauses in der Geseniusstraße, vorher war sie in der "Häuslichkeit", wie es hier heißt und ihr Geist ist noch äußerst lebhaft, auch wenn das Gehör nicht mehr ganz so mitmachen will.
1917 wurde sie in der Wiedigsburg geboren. Die zwei Zimmer der kleinen Wohnung, in der sie mit ihrer Familie lebte, die gibt es heute noch, erzählt sie. Bei Kerzenschein und Petroleumlicht hatten sie hier gelebt, erinnerte sich die Hundertjährige. Heute ist das Gebäude eine Schule, einmal hat sie ihre alte Wohnung noch besuchen können, im Herder-Gymnasium sei sie dabei wärmstens willkommen worden.
In den Reigen der Gratulanten reihten sich heute auch Bürgermeisterin Jutta Krauth und Landrat Matthias Jendricke ein. Die Politiker waren dabei nicht nur von Amts wegen gekommen, sondern auch um dem ältesten Mitglied der Nordhäuser Sozialdemokratie ihre Aufwartung zu machen. Schon 1931 war Emmi Tittmann der SPD beigetreten, folgte den Fußstapfen ihres Vaters. Der hatte wie die Mutter auch beim Kautabakfabrikanten Hahnewacker gearbeitet, war Betriebsratsvorsitzender und ein "gerader SPD'ler". Doch der Vater, mit dem sie einige ihrer liebsten Erinnerungen verbindet, verstarb selbst in noch jungen Jahren, im Alter von gerade einmal 30 Lenzen.
Jede Menge Großer und Kleiner Gratulanten besuchten heute die Hundertjährige (Foto: Angelo Glashagel)
Den Halt habe sie damals verloren, erzählt Frau Tittmann, "er war mein Ein und Alles". Und trotzdem hat sie weitergemacht, immer weiter, durch die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts. Eine Tochter hat sie, heute selbst schon 78 Jahre alt, einen Enkel und eine "wunderschöne" Urenkelin.
Ihren Frohsinn habe sie sich erhalten, sagt Helga Uhl, die Frau Tittmann noch aus Kindertagen kennt und den Kontakt zu ihr hält, auch über die 60+ Initiative der SPD. Und fröhlich war die alte Dame der Nordhäuser Sozialdemokraten auch bei all dem Trubel, der sie heute umgab. Denn neben Landrat, Bürgermeisterin, der Presse, der besten Freundin und dem Pflegepersonal war auch noch die junge Generation gekommen, um zu gratulieren und ihr ein Geburtstagsständchen zu singen: die Kinder des Kindergartens Lohmarkt ließen die Hundertjährige hochleben. Den Toast des Tages brachte schließlich Freundin und Mitbewohnerin Frau Bornemann, immerhin selber schon 103 Jahre alt: "Auf die nächsten hundert Jahre!"
Angelo Glashagel
Autor: red
100 Jahre in Nordhausen - Emmi Tittmann's Geburtstag wurde heute ordentlich gefeiert (Foto: Angelo Glashagel)
Wie sie das geschafft hat, einhundert Jahre alt zu werden, dass weiß sie auch nicht so genau. Ein bewegtes Leben hat Emmi Tittmann gehabt und eines, an das sie sich immer noch lebhaft erinnert. Erst seit etwa anderthalb Jahren ist sie Bewohnerin der Rolandhauses in der Geseniusstraße, vorher war sie in der "Häuslichkeit", wie es hier heißt und ihr Geist ist noch äußerst lebhaft, auch wenn das Gehör nicht mehr ganz so mitmachen will.
1917 wurde sie in der Wiedigsburg geboren. Die zwei Zimmer der kleinen Wohnung, in der sie mit ihrer Familie lebte, die gibt es heute noch, erzählt sie. Bei Kerzenschein und Petroleumlicht hatten sie hier gelebt, erinnerte sich die Hundertjährige. Heute ist das Gebäude eine Schule, einmal hat sie ihre alte Wohnung noch besuchen können, im Herder-Gymnasium sei sie dabei wärmstens willkommen worden.
In den Reigen der Gratulanten reihten sich heute auch Bürgermeisterin Jutta Krauth und Landrat Matthias Jendricke ein. Die Politiker waren dabei nicht nur von Amts wegen gekommen, sondern auch um dem ältesten Mitglied der Nordhäuser Sozialdemokratie ihre Aufwartung zu machen. Schon 1931 war Emmi Tittmann der SPD beigetreten, folgte den Fußstapfen ihres Vaters. Der hatte wie die Mutter auch beim Kautabakfabrikanten Hahnewacker gearbeitet, war Betriebsratsvorsitzender und ein "gerader SPD'ler". Doch der Vater, mit dem sie einige ihrer liebsten Erinnerungen verbindet, verstarb selbst in noch jungen Jahren, im Alter von gerade einmal 30 Lenzen.
Jede Menge Großer und Kleiner Gratulanten besuchten heute die Hundertjährige (Foto: Angelo Glashagel)
Den Halt habe sie damals verloren, erzählt Frau Tittmann, "er war mein Ein und Alles". Und trotzdem hat sie weitergemacht, immer weiter, durch die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts. Eine Tochter hat sie, heute selbst schon 78 Jahre alt, einen Enkel und eine "wunderschöne" Urenkelin.
Ihren Frohsinn habe sie sich erhalten, sagt Helga Uhl, die Frau Tittmann noch aus Kindertagen kennt und den Kontakt zu ihr hält, auch über die 60+ Initiative der SPD. Und fröhlich war die alte Dame der Nordhäuser Sozialdemokraten auch bei all dem Trubel, der sie heute umgab. Denn neben Landrat, Bürgermeisterin, der Presse, der besten Freundin und dem Pflegepersonal war auch noch die junge Generation gekommen, um zu gratulieren und ihr ein Geburtstagsständchen zu singen: die Kinder des Kindergartens Lohmarkt ließen die Hundertjährige hochleben. Den Toast des Tages brachte schließlich Freundin und Mitbewohnerin Frau Bornemann, immerhin selber schon 103 Jahre alt: "Auf die nächsten hundert Jahre!"
Angelo Glashagel








