Ansteckungsgefahr für Hunde
Impfung gegen Staupe bei Hunden wichtig
Dienstag, 04. Juli 2017, 09:07 Uhr
In den letzten Monaten kam es auch im Landkreis Nordhausen vermehrt zu Fällen von Staupe bei Wildtieren. Die Erkrankung Staupe kann bei hundeartigen Wildtieren wie Füchsen, Waschbären, Mardern oder Dachsen auftreten und ist auch auf Hunde übertragbar...
Das Staupevirus wurde in diesem Jahr bereits bei vier Füchsen nachgewiesen, die in Rotheshütte, Mauderode, Woffleben und Auleben gefunden wurden. Es könne also von einer Verbreitung über den gesamten Landkreis und darüber hinaus ausgegangen werden, so das Veterinäramt des Landkreises Nordhausen. Im vergangenen Jahr wurden vier Füchse und fünf Waschbären positiv getestet. Die Dunkelziffer der Erkrankungen liegt weit über diesen Werten. Eine zentrale Erfassung der Krankheitsfälle erfolgt nicht, da die Staupe keine anzeige- oder meldepflichtige Erkrankung ist.
Hunde können sich bei erkrankten Wildtieren anstecken. Die Staupe wird über Sekrete und Exkrete übertragen, eine Virusausscheidung kann über Wochen andauern. Am meisten empfänglich sind aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems Jungtiere. Um Hunde vor einer Ansteckung zu schützen, empfiehlt sich die Impfung gegen Staupe. Dabei ist es wichtig, den Impfschutz kontinuierlich aufrecht zu erhalten, wie das Veterinäramt hinweist. Ein geimpfter Hund ist beim Kontakt mit einem infizierten Wildtier geschützt. Besteht jedoch kein ausreichender Impfschutz, ist eine Infektion mit den beschriebenen Symptomen möglich. Auch Hauskatzen können sich mit dem Virus infizieren, sie zeigen aber keine klinischen Krankheitsanzeichen. Für den Menschen besteht keine Gefahr, sich mit dem Staupevirus zu infizieren.
Infizierte Wildtiere fallen durch den Verlust ihres Distanzverhaltens auf, sie scheinen zahm zu sein, lassen die Nähe zum Menschen zu, sind apathisch und schwach. Die Staupe kann verschiedenartig verlaufen und mit Durchfall, Erbrechen, schleimig-eitrigem Nasenausfluss bzw. Husten und Bindehautentzündungen einhergehen. Es kann auch zu einer Entzündung des zentralen Nervensystems kommen. Infizierte Tiere zeigen zum Teil starke Verhaltensauffälligkeiten, sowie Zwangsbewegungen, Muskelkrämpfe bis hin zu epilepsieartigen Anfällen. Die Sterberate der infizierten Tiere kann bis zu 80 Prozent betragen, es gibt aber auch chronische Verlaufsformen. Bei auffällig erkrankten Wildtieren sollten Jäger die Untere Jagdbehörde oder das Veterinäramt im Landratsamt informieren.
Autor: redDas Staupevirus wurde in diesem Jahr bereits bei vier Füchsen nachgewiesen, die in Rotheshütte, Mauderode, Woffleben und Auleben gefunden wurden. Es könne also von einer Verbreitung über den gesamten Landkreis und darüber hinaus ausgegangen werden, so das Veterinäramt des Landkreises Nordhausen. Im vergangenen Jahr wurden vier Füchse und fünf Waschbären positiv getestet. Die Dunkelziffer der Erkrankungen liegt weit über diesen Werten. Eine zentrale Erfassung der Krankheitsfälle erfolgt nicht, da die Staupe keine anzeige- oder meldepflichtige Erkrankung ist.
Hunde können sich bei erkrankten Wildtieren anstecken. Die Staupe wird über Sekrete und Exkrete übertragen, eine Virusausscheidung kann über Wochen andauern. Am meisten empfänglich sind aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems Jungtiere. Um Hunde vor einer Ansteckung zu schützen, empfiehlt sich die Impfung gegen Staupe. Dabei ist es wichtig, den Impfschutz kontinuierlich aufrecht zu erhalten, wie das Veterinäramt hinweist. Ein geimpfter Hund ist beim Kontakt mit einem infizierten Wildtier geschützt. Besteht jedoch kein ausreichender Impfschutz, ist eine Infektion mit den beschriebenen Symptomen möglich. Auch Hauskatzen können sich mit dem Virus infizieren, sie zeigen aber keine klinischen Krankheitsanzeichen. Für den Menschen besteht keine Gefahr, sich mit dem Staupevirus zu infizieren.
Infizierte Wildtiere fallen durch den Verlust ihres Distanzverhaltens auf, sie scheinen zahm zu sein, lassen die Nähe zum Menschen zu, sind apathisch und schwach. Die Staupe kann verschiedenartig verlaufen und mit Durchfall, Erbrechen, schleimig-eitrigem Nasenausfluss bzw. Husten und Bindehautentzündungen einhergehen. Es kann auch zu einer Entzündung des zentralen Nervensystems kommen. Infizierte Tiere zeigen zum Teil starke Verhaltensauffälligkeiten, sowie Zwangsbewegungen, Muskelkrämpfe bis hin zu epilepsieartigen Anfällen. Die Sterberate der infizierten Tiere kann bis zu 80 Prozent betragen, es gibt aber auch chronische Verlaufsformen. Bei auffällig erkrankten Wildtieren sollten Jäger die Untere Jagdbehörde oder das Veterinäramt im Landratsamt informieren.
