Nachgefragt
Seelano wächst - die ersten Kräne drehen sich
Montag, 03. Juli 2017, 16:00 Uhr
Es tut sich was im Projekt Seelano. Weithin sichtbar drehen sich die Kräne, die ersten Rohbauten stehen. Wie soll es jetzt weitergehen. Die nnz sprach mit Axel Heck, einem der beiden Investoren...
Bald wird hier das erste Richtfest gefeiert (Foto: Seelano Südharz GmbH)
Noch in diesem Jahr sollen die ersten 20 Häuser entlang der Ufer der beiden Seen (Sundhäuser und Forellensee) fertiggestellt sein, bald wird ein erstes Richtfest gefeiert. Auch die Sanierung des Verwaltungsgebäudes in der Nähe der Betonstraße habe begonnen. Dort sollen Ferienwohnungen sowie eine ansprechende Gastronomie etabliert werden, erklärt Axel Heck.
Weiterhin sind in diesem Bereich ein öffentlichen Badestrand geplant und eine Tauchbasis mit großzügigen Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge der Taucher soll entstehen. Soweit so gut. Aber bis zur vollständigen Vermarktung der geplanten 80 Häuser am See als Flachbauten ist es noch ein weiter Weg.
Und siehe da, die LINKE im Stadtrat hat plötzlich auch die Seenlandschaft um Nordhausen herum entdeckt. Sie fordert im Stadtrat die Erstellung eines Konzeptes für die Kiesgewässen, schließlich sei die "Seenlandschaft ein nicht zu vernachlässigendes Naherholungsgebiet für alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser und muss zwingend für die nächsten Generationen erhalten bleiben". Und: Ein großer Teil der Kiesgewässer als öffentlich zugängliches Naherholungsgebiet soll berücksichtigt werden.
Diesem Konzept stehen auch Axel Heck und Silvio Wagner aufgeschlossen gegenüber. Heck merkt an, dass das Projekt Seelano nicht einmal zehn Prozent der gesamten Fläche der Seenlandschaft ausmache. Fünf Seen sind es insgesamt, davon befanden sich vier im Besitz von Rohstoff abbauenden Unternehmen, eines im kommunalen Bestand. Zwei Seen haben die beiden Investoren erworben. Bleiben mit dem See, an dem sich das öffentliche Bad befindet, noch zwei weitere Gewässer übrig, über die ein Konzept gelegt werden kann.
Aus eigener Erfahrung weiß Axel Heck wie komplex und kompliziert die Realisierung eines derartigen Konzeptes ist. "Sicher gibt es Potential, doch die Umgestaltung der See, die Errichtung von Grillplätzen und Radwegen kosten sehr viel Geld und nicht billiger wird deren Betreibung und Unterhaltung. Heck und Wagner könnten hier durchaus Partner sein, wenn es um das Weitergeben von Erfahrungen und um Ratschläge geht. Nur wirtschaftlich lassen die beiden davon die Finger, schließlich müssen sich private Investitionen irgendwann einmal rentieren.
Bei der Kommune ist das ein wenig anders, weil das öffentliche Interesse vorhanden ist. Das allgemeine Interesse an den Kiesteichen ist seit Jahren vorhanden. Allerdings durch eine - gesetzlich gesehen - illegale Nutzung der Gewässer von Campern und Badenden. Außer dem Bereich den öffentlichen Bades besteht hier für alle Seen ein offizielles Badeverbot. Selbst die Besitzer eines Hauses im Seelano-Revier dürfen nur von ihrem eigenen Grundstück aus ins Wasser. Nicht umsonst sind an den meisten Uferbereichen Warnhinweise angebracht. Nur beachtet werden sie nicht.
Hinzu kommt das leidige Müllproblem, über das die nnz bereits mehrfach berichtete. Und so wird der Förderverein Seenplatte der Goldenen Aue am 15. Juli wieder eine Müllsammelaktion durchführen, um die Uferbereiche der Seen zu säubern.
Peter-Stefan Greiner
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: red
Bald wird hier das erste Richtfest gefeiert (Foto: Seelano Südharz GmbH)
Noch in diesem Jahr sollen die ersten 20 Häuser entlang der Ufer der beiden Seen (Sundhäuser und Forellensee) fertiggestellt sein, bald wird ein erstes Richtfest gefeiert. Auch die Sanierung des Verwaltungsgebäudes in der Nähe der Betonstraße habe begonnen. Dort sollen Ferienwohnungen sowie eine ansprechende Gastronomie etabliert werden, erklärt Axel Heck.
Weiterhin sind in diesem Bereich ein öffentlichen Badestrand geplant und eine Tauchbasis mit großzügigen Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge der Taucher soll entstehen. Soweit so gut. Aber bis zur vollständigen Vermarktung der geplanten 80 Häuser am See als Flachbauten ist es noch ein weiter Weg.
Und siehe da, die LINKE im Stadtrat hat plötzlich auch die Seenlandschaft um Nordhausen herum entdeckt. Sie fordert im Stadtrat die Erstellung eines Konzeptes für die Kiesgewässen, schließlich sei die "Seenlandschaft ein nicht zu vernachlässigendes Naherholungsgebiet für alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser und muss zwingend für die nächsten Generationen erhalten bleiben". Und: Ein großer Teil der Kiesgewässer als öffentlich zugängliches Naherholungsgebiet soll berücksichtigt werden.
Diesem Konzept stehen auch Axel Heck und Silvio Wagner aufgeschlossen gegenüber. Heck merkt an, dass das Projekt Seelano nicht einmal zehn Prozent der gesamten Fläche der Seenlandschaft ausmache. Fünf Seen sind es insgesamt, davon befanden sich vier im Besitz von Rohstoff abbauenden Unternehmen, eines im kommunalen Bestand. Zwei Seen haben die beiden Investoren erworben. Bleiben mit dem See, an dem sich das öffentliche Bad befindet, noch zwei weitere Gewässer übrig, über die ein Konzept gelegt werden kann.
Aus eigener Erfahrung weiß Axel Heck wie komplex und kompliziert die Realisierung eines derartigen Konzeptes ist. "Sicher gibt es Potential, doch die Umgestaltung der See, die Errichtung von Grillplätzen und Radwegen kosten sehr viel Geld und nicht billiger wird deren Betreibung und Unterhaltung. Heck und Wagner könnten hier durchaus Partner sein, wenn es um das Weitergeben von Erfahrungen und um Ratschläge geht. Nur wirtschaftlich lassen die beiden davon die Finger, schließlich müssen sich private Investitionen irgendwann einmal rentieren.
Bei der Kommune ist das ein wenig anders, weil das öffentliche Interesse vorhanden ist. Das allgemeine Interesse an den Kiesteichen ist seit Jahren vorhanden. Allerdings durch eine - gesetzlich gesehen - illegale Nutzung der Gewässer von Campern und Badenden. Außer dem Bereich den öffentlichen Bades besteht hier für alle Seen ein offizielles Badeverbot. Selbst die Besitzer eines Hauses im Seelano-Revier dürfen nur von ihrem eigenen Grundstück aus ins Wasser. Nicht umsonst sind an den meisten Uferbereichen Warnhinweise angebracht. Nur beachtet werden sie nicht.
Hinzu kommt das leidige Müllproblem, über das die nnz bereits mehrfach berichtete. Und so wird der Förderverein Seenplatte der Goldenen Aue am 15. Juli wieder eine Müllsammelaktion durchführen, um die Uferbereiche der Seen zu säubern.
Peter-Stefan Greiner
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