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ZIEL EINER TAGESFAHRT MIT BRAUER REISEN: MAGDEBURG

Grüne Zitadelle - ein Besuch ist Pflicht

Sonntag, 02. Juli 2017, 14:21 Uhr
Reisen ins Blaue hinein sind beliebt. Eine solche hatte Brauer Reisen für den 27. Juni angekündigt. Mit voller Busbesatzung ging es zunächst ins Ungewisse. Kurt Frank fuhr für die Leser der Nordthüringer Online-Zeitungen mit...


Nordhausen/Magdeburg. Unterwegs, nachdem viel gerätselt wurde, lüftete Matthias Schmeltzer das Geheimnis. Er saß anstelle von Thomas Erbsmehl, dem Brauer-Fahrer-Urgestein, am Steuer. Kurzfristig habe er für ihn einspringen müssen. Er sei erst vier Jahre bei dem Reiseunternehmen und dort so etwas wie ein Mädchen für alles: überall einsetzbar. Schmeltzer machte seine Sache gut. Auch Julia Brauer, jung, hübsch, schlank, hoch gewachsen, meisterte ihre Aufgabe als Stewardess bravourös.

Magdeburg war das Ziel. Erste Station: Grüne Zitadelle. Pflicht für jeden, der Magdeburg besucht. Seit 2005 bereichert sie das Stadtbild der Landeshauptstadt. Neben dem Dom die größte Touristenattraktion. Hundertswassers schönster und bester Bau ist ein Paradies, ist individueller Lebens –und Erlebnisraum: Attraktive Ladenlokale, Restaurants, das Arthotel mit 40 Zimmern und einem Verwaltungsraum über den Dächern der Stadt in dem auch geheiratet werden kann.

Ein Theater, Büros, Arztpraxen und ein Kindergarten sind in dem Architekturprojekt untergebracht. Gästeführerin Ursula Hartmann schwärmte über den Künstler. In einem seiner letzten Bauwerke habe sich Hundertwasser ein besonderes Denkmal gesetzt. Auf den Türmen leuchten goldene Kugeln, schauen „Baummieter“ aus „tanzenden Fenstern“, duften Blumenwiesen auf den Dächern, tragen „Melodien für die Füße“ die Besucher beschwingt durch die Innenhöfe mit ihren Brunnen und Geschäften.

Die Wohnungen im Komplex sind vermietet. Doch wer Lust und Interesse hat, kann sie auch anmieten. Hartmann führte die Reisegruppe in eine 91-Quadratmeter-Wohnung. Ansehnliche Räume, buntes Bad, schöner Blick auf Türme, Säulen, den Kinderspielplatz, Bänke und dem Grün, zwischen den die Vögel zwitschern. Weniger schön der Preis: 1000 Euro Monatsmiete.

Beim Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee bestiegen die Reiselustigen den „Elbkaiser“. Mit Kapitän Fred Leff schipperten sie auf dem Mittellandkanal Richtung Doppelschleuse Hohenwarthe, wo sie die Funktion einer Schleuse eindrucksvoll erlebten. Mit 325 Kilometern sei der Kanal die längste künstliche Wasserstraße Europas, erläuterte Fred.

Bald wird Gisela Hildebrandt 80 Jahre. Vor zwei Jahren zog sie aus der Hardenbergstraße in die Seniorenwohngemeinschaften Grimmelhof. Hier sei sie selbstständig, aber nicht allein. Alles, was man so brauche, finde sie im Haus oder gleich nebenan: Apotheke, Bäcker, Fleischer, Ärzte, Kaufhalle. Tagesfahrten mache sie gern mit. Der Tagesablauf habe ihr gefallen. Mal sehen, was Brauer da für das Jahr noch biete.

Erika und Günter Sieger aus Salza sind Mitglied in der Vereinigung der Landsenioren. Gern sind sie mit diesen unterwegs, was auch künftig so sein wird. Die Vereinigung biete ein Programm, das nicht besser sein könnte, ist das Ehepaar überzeugt. Doch diesmal buchte es bei Brauer Reisen. Und war zufrieden. „Das Hundertwasser-Bauwerk ist faszinierend“, zeigte sich Erika begeistert. Sie bereuten die Tagesfahrt nicht.

Auch das kleine Malheur mit der Bus-Toilettentür tat dem keinen Abbruch. Aus den Angeln war sie geraten und auf der Rückreise bei jeder Kurve gegen die Treppenstufen geschleudert. Die Bemühungen eines Gastes und Julias, sie wieder ins Lot zu bringen, scheiterten. Schließlich stoppte der Fahrer. Nach wenigen Handgriffen war der Fall erledigt.
Kurt Frank
Autor: red

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