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IN DER MARIENTEICH BAUDE SOLL ES SIE GEBEN:

Die beste Wurst des Harzes

Montag, 26. Juni 2017, 13:36 Uhr
Im Harz da ist es wunderschön, da steht ein Köhlerhaus – dieses alte Volkslied ist der älteren Generation bekannt, wurde es doch in ihren jungen Jahren in der Schule noch gesungen. Im Harz steht auch die Marienteich Baude. Kurt Frank hat sie besucht...

Großer Parkplatz (Foto: Kurt Frank) Großer Parkplatz (Foto: Kurt Frank)

Nordhausen/ Harz. Unweit des Torfhauses entdeckt der Autofahrer oder Wanderer ein Schild mit der Aufschrift „Wildfütterung“. Links eingeschwenkt erblickt er vor sich das Gasthaus mit dem weitläufigen Parkplatz (Bild) davor. Weithin sichtbar kündet ein Turm (Bild) von dem Anwesen.

Hochzeitsgesellschaft (Foto: Kurt Frank) Hochzeitsgesellschaft (Foto: Kurt Frank)

Hier, umgebend von hohen Fichten, die noch grünen, kann der Bauden-Besucher gemütlich verweilen, kann gefeiert oder geheiratet werden. Sagt Harald Leiste, der Fleischermeister. Er ist der Wirt der Baude. Sie sei, meint er, die schönste Waldgaststätte westlich des Urals. Die Harzer Landschlachterei Leiste betreibt sie.

Harald möchte auch mal ein Kochbuch schreiben. Wie so viele andere vor ihm. Zwar sei er nur ein halbprofessioneller Hobbykoch. Aber er liebe gutes Essen. Bei ihm gibt es nur ein klassisches Rezept pro Monat. Der Jahreszeit angepasst. Alle Schnörkel und Verzierungen lässt er weg.

Chef des Hauses ist er aber nicht. Regie führt seine Frau Stefanie. Wir erwischten sie mit Tochter Josefin im Verkaufladen. Vor der Wursttheke. Bei ihnen, dem Familienunternehmen, gebe es die beste Wurst des Harzes. Der Autor dieses Beitrages widerstand dem Slogan nicht und kaufte gleich zwei Blutwürste. Lecker.

Auf 100 Quadratmeter findet der Gast eine große Auswahl an Harzer Produkten: neben Fleisch -und Wurstwaren Whisky, Kuscheltiere, Wanderkarten, diverse Getränke, Harzhexen und viele andere Souvenirs.

Auch ein Spielplatz gehört dazu (Foto: Kurt Frank) Auch ein Spielplatz gehört dazu (Foto: Kurt Frank)

Die nnz traf neben eine Hochzeitgesellschaft (Bild) Friedel und Gertrud Föllmer aus Arnstadt. Mit ihrem Ford Mondeo fuhren sie vor. Marlies Gleim war aus Hannover gekommen, Hiltrud Wernicke aus dem heimischen Klettenberg, Rosalinde Frank aus Nordhausen. Zum Geschwistertreffen fanden sie sich ein. Den Tipp gab Karl Meyer. Der wohnt ebenfalls in Hannover, ist mit Marlies liiert und kennt Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge gut. So fand man sich auf halben Weg in der Baude ein. Und ließ es sich gut gehen.

„Bei uns wird auch Wild gefüttert“, versichert der Bauden-Wirt. Wer sehr leise sei, könne besonders in den Monaten November bis März Rot -und Schwarzwild, Waschbären und Füchse beobachten. Es sei die einzige Wildfütterung im Harz, die Motorisierte direkt bis vor Ort erreichen.

Marienteich (Foto: Kurt Frank) Marienteich (Foto: Kurt Frank)

Ob mit Bus, Auto, auf Schusters Rappen, mit Kind und Kegel, jeder sei in der Marienteich Baude willkommen, betont Leiste. Ein Spielplatz (Bild) sorgt bei Kindern nicht für Langeweile. „Wir kümmern uns um das leibliche Wohl“, schwört der Wirt.



Wer gut auf den Beinen ist, wandert nach dem Mahle zum Marienteich (Bild). In fünf Minuten erreichbar. Oder zum Torfhaus. Oder hinauf zum Brocken.
Kurt Frank
Autor: red

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