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Mit "Xpert" in das neue Semester

Freitag, 10. August 2001, 15:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit viel Zuversicht stellte Gerhard Tölle, Direktor der Kreisvolkshochschule Nordhausen, heute das Programm des Herbst-/Wintersemesters vor. 45.800 Exemplare des neuen Katalogs mit der Übersicht aller Kursangebote sind bereits an diesem Wochenende erschienen. nnz-Mitarbeiterin Ines Arnold hat ihn sich angesehen.


Neue Dimension Auch wenn ein leichter Rückgang der Unterrichtsstunden, nämlich auf 7.969, zu verzeichnen ist, stellen Teilnehmerzahl die von 2.532 und ein Angebot von 226 Kursen einen neuen Rekord dar. Neue Modulkonzepte ermöglichen eine Veränderung, die auf kürzere, aber dafür mehr Veranstaltungen zielen. Ebenso die „Nacht der offenen Tür“, die am 31. August 2001 ab 19.00 Uhr beginnen wird. Dazu wurden jedoch nicht nur die 200 „Stammkunden“, die bereits mehr als zehn Kurse belegt haben, sondern auch Dozenten und Verantwortliche der Schule eingeladen. Weiterhin werden selbstverständlich Kursteilnehmer und alle Interessenten mit Freude erwartet, so dass jeder sich herzlich willkommen fühlen darf.

„Die Kreisvolksschule wird in Zukunft mehr in Kundenbindungen investieren und ihr Programm in überschaubarere Blöcke gliedern“, erläuterte Gerhard Tölle. Semesterschwerpunkt wird der „Europäische ComputerPass Xpert“ sein, der wichtige Grundlagen der EDV wie Textverarbeitung, Datenbankanwendung, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentation, Kommunikation und schließlich das Internet beinhaltet.

Weiterhin wird das Ausbildungssystem zum „Finanzbuchhalter“, wofür sich erfahrungsgemäß hauptsächlich 35 bis 45-jährige interessieren, von Bedeutung sein. Stolz ist die Kreisvolkshochschule auch auf die verbesserten Begleitmaterialien sowohl für Kursleiter, als auch -teilnehmer. Interessant ist der Trend, der sich immer schneller im Bereich Gesundheitsbildung einpendelt. Doch Gerhard Tölle versicherte, dass die Schule im Programm darauf angepasst sei und bereits 21 verschiedene Kurse im Bereich Fitness und Aerobic anbiete. Die meisten Volkhochschulen im Westen seien zwar schon gänzlich auf diesen Trend eingestellt, doch fahre man mit dem Sprachenangebot, das hier den größten Bereich darstellt, bisher auch nicht schlecht, hieß es weiter.

Auffallend ist weiterhin der große Anteil an älteren Kursteilnehmern - zumindest bei den meisten, nicht speziellen Kursangeboten. Sicherlich müsse man da gegensteuern, war man sich einig, doch die Frage, ob die Älteren die Jüngeren abschrecken würden, die Schule zu besuchen ist damit nicht eindeutig geklärt. Jedenfalls wird für beide Seiten reichlich getan. In der Seniorenakademie ist die Angebotspalette deutlich erweitert worden. Zum Beispiel findet der EDV-Fortsetzungskurs und der neu eingerichtete „Internetclub“ bei der älteren Generation großes Interesse. Gegen eine umgelegte Benutzungsgebühr wird dafür regelmäßig ein EDV-Kabinett mit Betreuung zur Verfügung gestellt. Besonders in Ellrich, neben Heringen und Bleicherode eine von drei Außenstellen, soll generell neue EDV-Technik angeschafft worden sein. Gleiches gilt für die Hauptstelle in Nordhausen.

Für 14 arbeitslose Jugendliche heißt es in der Zeit zwischen dem 9. September und 1. November „Auf nach Südfrankreich“. In einem Auslandspraktikum werden sie nicht nur die französische Sprache, sondern auch französische Betriebe kennenlernen. Insgesamt werden, auch in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, viele „Ausbildungsbegleitende Hilfen“ und weitere Programme für Jugendliche laufen.

Allgemein kann man in Thüringen zum Glück von einem gutem Erwachsenbildungsgesetz sprechen. Zwar ist das Angebot in den jeweiligen Landkreisen unterschiedlich und in den Außenstellen sicherlich bescheidener, doch gibt es keine gravierenden Differenzen, die man notfalls nicht mit einem kleinen Streckenaufwand aufheben könnte.Nicht zuletzt wegen der vielen vorgenommenen Modernisierungsmaßnahmen gehört die Volkshochschule eben nicht zu einer eingestaubten Institution, wie vielleicht noch einige glauben.
Ines Arnold
Autor: nnz

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