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Eigentlich dreimal verloren

Sonntag, 26. September 2004, 16:52 Uhr
Nordhausen/Braunlage (nnz). Für die Harzer Eishockey-Fans war das Wochenende nicht so erquicklich. Neben zwei bitteren Niederlagen, gab es auch noch einen Autounfall.


Eine bittere 3:7 (2:2, 1:5, 0:0)-Niederlage musste der Braunlager SC/Harz im Pokalheimspiel gegen den Rostocker EC schlucken. Der Freitagabend begann mit einer Hiobsbotschaft für die Harzer. Stammtorwart Pavel Cagas hatte sich bei einem Autounfall auf dem Weg nach Braunlage verletzt, wann er wieder für die Wölfe spielen kann, ist noch ungewiss. Seinen Posten im Tor übernahm der erst 14-jährige Simon Blunk. Trotz dieses Ausfalls begannen die Spieler des BSC stark. Nach 5 Minuten sorgte Björn Naujokat vor rund 400 Zuschauern für die Führung, zwei Minuten später legte Andrew Haussler gar das 2:0 nach. Als dann in der zehnten Minute Maximilian Müller bei einem Break unfair gestoppt wurde, gab es gar einen Penalty für die Braunlager. Alexander Deibert ließ die Chance jedoch ungenutzt und im direkten Gegenzug versenkte Sebastian Ciupka den Puck zum Anschlusstreffer der Rostocker. Das Spiel kippte nun völlig und die Braunlager Defensive muste Schwerarbeit verrichten. Trotzdem ließ sich das 2:2 durch David Hördler in der 19. Minute nicht vermeiden, kurz vor Drittelende tanzte der Puck bereits auf der Torlinie des BSC, Blunk konnte jedoch einen Rückstand noch verhindern.

Ohne Chance war der junge Keeper dann aber zu Beginn des zweiten Drittels. Die Gäste von der Ostsee standen mit zwei Mann mehr auf dem Eis, und ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Zunächst Patrik Scibran, dann Thomas Haupt sorgten für die Vorentscheidung binnen 20 Sekunden. Als auch noch Paul Paepke zum 2:5 traf (24.) war die Partie endgültig entschieden. Den Platz im Tor der Wölfe übernahm fortan der 17-jährige Jan Hendrik Schinke, doch auch er musste in der 27. und 30. Minute noch hinter sich greifen. In der Folge sicherten die Rostocker nur noch ihren Erfolg, trotzdem ergaben sich noch Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Eine davon nutzte Riccardo Siegert zum 3:7 (34.), mehr war für die Harzer aber nicht mehr drin. Auch im ereignislosen Schlussdrittel waren die Gäste darauf bedacht, den Sieg sicher nach Hause zu bringen, während auf Seiten des BSC nicht mehr viel zusammen lief. Schinke konnte sich noch mehrfach auszeichnen und hielt seinen Kasten sauber, doch auch Branislav Hippik im REC-Tor war nicht mehr zu überwinden.

Den jungen Torhütern des BSC ist nach der Niederlage sicherlich kein Vorwurf zu machen, sie hielten, was zu halten war. Trotzdem hätte das Spiel sicher eine andere Wendung genommen, hätten die Wölfe auf Cagas zurückgreifen können.


BSC trotz Niederlage mit ordentlicher Leistung in Halle
Mit einer 8:3 (4:0, 2:3, 2:0)-Niederlage kehrten die Harzer Wölfe am Samstag vom Pokalspiel bei den Salle-Bulls Halle zurück. Vor der für Hallenser Verhältnissen enttäuschenden Kulisse von nur 523 Zuschauern zeigte der BSC eine ordentliche Leistung. „Das erste Drittel haben wir verschlafen, danach aber gut mitgehalten“, analysierte nach der Partie BSC-Coach Jan Furo. Bereits nach 30 Sekunden lag der Puck nach einem Schuss von Sebastian Janke das erste Mal im Braunlager Tor. Das wurde diesmal von Tobias Bannach gehütet, der bei den Hannover Scorpions den Sprung in den DEL-Kader geschafft hat und per Förderlizenz in das BSC-Gehäuse zurückkehrte. In der siebten Minute erhöhte Milan Kubis für die Bulls auf 2:0, Georgij Kimstasch war nach zehn Minuten erfolgreich, als er Bannach von hinter dem Tor stehend anschoss und der Puck ins Tor rutschte. Das 4:0 wenig später: Kubis vernaschte mit einem sehenswerten Solo die BSC-Defensive und vollstreckte zum 4:0 (14.).

Als nur 20 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels Laslo Csata den fünften Hallenser Treffer nachlegte, musste man Böses befürchten. Doch die Harzer fingen sich und konnten das Spiel in der Folge ausgeglichen gestalten. Björn Naujokat verkürzte auf 1:5 (24.), Pavel Richter machte dann zwar in Überzahl das halbe Dutzend für die Gastgeber voll (27.), doch Andrew Haussler konnte erneut verkürzen (35). Davor hatten die Wölfe schon einige Chancen ausgelassen, etwa durch Naujokat, der bei einem Alleingang scheiterte. Kurz vor Drittelende war dann Riccardo Siegert nach einem dicken Patzer von Halles Torwart Tim Schnelle zur Stelle.

Zu Beginn des Schlussdrittels war erneut der BSC am Drücker und hatte das 4:6 mehrfach auf dem Schläger. Stattdessen schlugen aber die Saale-Bulls zurück. Marco Blazyczek (53.) und kurz vor Schluss David Vorel netzten noch für die Gastgeber ein. Am Ende stand damit, wie bisher immer bei Auswärtsspielen in Halle, eine Niederlage für die Wölfe zu Buche, wobei die Harzer aber keineswegs enttäuschten. Am nächsten Sonntag, dem 3. Oktober, erwartet der BSC zum Heimspiel die Jadehaie aus Wilhelmshaven, die am Freitag ebenfalls gegen Halle spielten und zu Hause mit 1:8 unter die Räder kamen.
Autor: nnz

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